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Lassen sich Arthrose-Schmerzen ausschalten?

Bei schwerer Arthrose der Wirbelgelenke am Rücken oder des Knie-/Schultergelenks bietet die Radiofrequenztherapie – die Verödung der schmerzleitenden Nervenfasern – eine ambulante und nichtoperative Schmerztherapie. Bei guter Funktion eines Gelenks können chronische Schmerzen auf diese Weise effektiv reduziert oder sogar gestoppt werden. Stehen mechanische Einschränkungen oder Instabilität im Vordergrund, sollte eher eine operative Therapie in Betracht gezogen werden.


 

In der Gemeinschaftspraxis an der Beta Klinik wird die Radiofrequenztherapie von Dr. med. Axel Jung und Prof. Dr. med. Thomas Gasser bei arthrotischen Beschwerden der Wirbelsäule eingesetzt. Peter Braun und Dr. med. Markus Klingenberg behandeln auf diese Weise Arthroseschmerzen der Knie- und Schultergelenke. Dr. med. Axel Jung und Dr. med. Markus Klingenberg erklären, wie das Verfahren funktioniert und was es zu beachten gilt.

 

Top: Lassen sich Arthroseschmerzen einfach ausschalten? 

Dr. Jung: In gewisser Weise – ja. Eine Möglichkeit bietet die Denervierung von schmerzleitenden Nervenfasern durch Hitze.  

Top: Wie funktioniert eine Denervierung?

Dr. Jung: Um Schmerz im Gehirn wahrnehmen zu können, brauchen wir zuerst einmal Rezeptoren. Diese Messfühler geben dem Gehirn über schmerzleitende Nerven eine Rückmeldung aus den verschiedenen Regionen des Körpers. Mit der Denervierung unterbrechen wir diese Rückmeldung und damit die Schmerzwahrnehmung.

Dr. Klingenberg: Die Wirkung ist vergleichbar mit dem Flugmodus des Mobil-telefons oder dem Ausstellen der Türklingel. Es ruft jemand an beziehungsweise es klingelt jemand an der Tür, aber Sie bekommen nichts davon mit.  

 

Interviewpartner Dr. med. Axel Jung (li.) und Dr. med. Markus Klingenberg

 

Top: Wie läuft eine typische Behandlung ab?

Dr. Jung: Je nach Körperregion nutzen wir den Ultraschall oder unseren Computertomographen (CT), um die Zielregion für unsere Behandlung zu identifizieren. Nach einer lokalen Betäubung führen wir eine Sonde an die gewünschte Stelle. Dort testen wir mit einem definierten Strom-reiz, ob wir im Bereich der sensiblen Nerven liegen. Ist das der Fall, führen wir einen zweiten Test aus, um auszuschließen, dass wir in der Nähe eines motorischen Nervs sind. Diese benötigen wir zur aktiven Bewegungssteuerung. Deshalb dürfen sie nicht von der Behandlung in Mitleidenschaft gezogen werden.  
Sind wir uns sicher, dass wir richtig liegen, injizieren wir an dieser Stelle ein lokales Betäubungsmittel, lassen es ein-wirken und veröden dann die sensiblen Nerven. Für den Patienten ist die Behandlung bis auf ein Wärmegefühl in der Regel schmerzfrei. Abschließend wird die Sonde entfernt und die Behandlung ist für diese Region abgeschlossen. Der Patient kann die Praxis kurz nach der Behandlung verlassen. Bei ängstlichen oder besonders schmerzempfindlichen Patienten führen wir die Behandlung in einem Dämmerschlaf durch.  

Top: Welche Erfahrungen haben Sie im Bereich der Wirbelsäule gemacht? 

Dr. Jung: In den letzten Jahren habe ich über 200 Patienten mit diesem Verfahren behandelt. Eine Arthrose im Bereich der Wirbelgelenke und des ISG ist eine gute Indikation für eine Denervierung. Die Wirkung hält bei den meisten Patienten über ein Jahr an. Bei einigen Patienten ist eine Wiederholung der Behandlung aber auch gar nicht nötig. Das ist oft der Fall, wenn die Patienten auf Grund der Schmerzfreiheit wieder ihre Rückenmuskulatur kräftigen können und den Rücken auf diese Weise ausreichend stabilisieren.  

Top: Man kann die Behandlung also wiederholen?

Dr. Jung: Ja, sie ist jederzeit wiederholbar. Außerdem kann die Radiofrequenztherapie sehr sinnvoll mit anderen Therapieverfahren, zum Beispiel einer Trainingstherapie, kombiniert werden.  

Top: Können gleichzeitig mehrere Regionen behandelt werden? 

Dr. Jung: An der Wirbelsäule behandeln wir häufig mehrere Abschnitte gleichzeitig. Das ist natürlich sehr praktisch für den Patienten, da er nur einen Behandlungstermin hat. 

Dr. Klingenberg: Bei den Kniegelenken ist es ähnlich. Da behandeln wir auch des öfteren beide Knie in einer Sitzung. 

Top: Gibt es relevante Risiken bei dieser Behandlung?

Dr. Jung: Es gibt ein paar Ausschlusskriterien. Dazu gehören beispielsweise akute Infekte und stark blutverdünnende Medikamente. Insgesamt ist es ein sehr sicheres Behandlungsverfahren.

Top: Welche therapeutischen Alternativen bieten Sie bei Arthrose der Gelenke zusätzlich an? 

Dr. Klingenberg: Mein Kollege Peter Braun und ich bieten die gesamte Bandbreite der gelenkerhaltenden Therapieverfahren an. Dazu gehören unter anderem autologe Knorpelzelltransplantationen („Autocart“), membranbasierte Verfahren und die Therapie mit mesenchymalen Stammzellen aus dem Fettgewebe. Ist der Knorpelschaden zu weit fortgeschritten, um ein Gelenk erhalten zu können, ist Peter Braun unser Spezialist für den Gelenkersatz des Hüft- und Kniegelenks. 

Top: Übernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten?

Dr. Jung: Die Behandlung wird ganz normal nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Somit können Privatpatienten die Rechnung bei ihrer Versicherung einreichen. Gesetzlich versicherte Patienten lassen sich häufig bei uns als Selbstzahler behandeln.  

Top: Dank für das Gespräch! 

 

 

Die Gemeinschaftspraxis an der Beta Klinik  Diagnostik und Therapie für ihren Bewegungsapparat aus einer Hand 

 

In der interdisziplinären Gemeinschaftspraxis an der Beta Klinik bietet das orthopädische Team bestehend aus Peter Braun, Philip Ibe und Dr. med. Markus Klingenberg die gesamte therapeutische Bandbreite für Gelenkbeschwerden und Sportverletzungen an. Die beiden neurochirurgischen Kollegen Prof. Dr. Gasser und Dr. Axel Jung behandeln alle Beschwerdebilder im Bereich der Wirbelsäule, des Gehirns und der peripheren Nerven. Diagnostisch unterstützt werden sie durch die drei spezialisierten Radiologen Dr. Demant, Dr. Weimann und Dr. Manka.

Das Besondere dieser Privatpraxis ist die enge interdisziplinäre Teamarbeit. Gleiche Behandlungsprinzipien ermöglichen es den unterschiedlichen Spezialisten, sich gegenseitig optimal zu ergänzen. Das ärztliche Team wird darüber hinaus von zwei Sportwissenschaftlern unterstützt, welche die reha-medizinischen Anwendungen betreuen.

 

 

www.gemeinschaftspraxis-bonn.de

Bei Interesse kann ein Beratungsgespräch telefonisch oder online vereinbart werden.
(Privatpatienten und Selbstzahler)

Artikel von www.top-magazin.de/bonn