Lebensart

Der Herbst wird adrett

Modeexpertin Caroline Florett kennt die Fashiontrends für die bevorstehende Herbst/Winter-Saison und verrät, für wen sie wirklich gemacht sind.


 

„Wer sucht, der findet heutzutage unzählige Modetrends – in Magazinen, dem TV oder auf Instagram. Viel spannender ist jedoch, wem sie wirklich stehen und wer einen Trend einfach aussitzen sollte“, sagt die Bonner Styling-Expertin Caroline Florett. Für Top Bonn hat sie aktuelle Mode- und Farb-Trends unter die Lupe genommen.

 


 

Grundsätzlich sei zunächst einmal zu erwähnen, dass sich die Mode stets unserer Welt(-Wirtschaft) anpasst. Das heißt für uns aktuell: So strikt viele Regeln gerade sind, so strikt wird auch die Mode. Alles, was wir aus den 80er und 90er Jahren als ultraspießig bezeichnen würden, ist heute wieder gefragt. Allen voran der weiße XL-Kragen sowie die Farbe Braun.

 

Weiße Einsteckkragen, wie hier von Kragnart, machen Kleider und Strick schnell businesstauglich und adrett.

 

Der weiße Einsteckkragen macht Kleider und Strick schnell businesstauglich und adrett. In einer ganz speziellen Variante, der Wölkchenform, ist er jedoch mit Vorsicht zu genießen – das steht nicht jedem. Am extremsten ist die Kombination mit oversized Strick und Karo-Rock, was dann auf den Laufstegen mit hohen Plateaustiefeln gebrochen wird. Das Ziel der Couture ist es nicht mehr, wie noch bei Dior, Frauen einfach bezaubernd aussehen zu lassen, sondern mit Extremen zu provozieren. Zum Beispiel durch Cut Outs, durchsichtigen Organza, Lack und Latex.

In schwierigen Zeiten der Weltgeschichte ist es auf jeden Fall so, dass die Mode deutlich adretter wird: also weniger zerrissene Jeans, mehr akkurate Designs. Außerdem darf es gerne etwas opulenter sein: Kettendetails, Glitzeroberflächen, Gold, große Schmuckstücke. Nur die Handtaschen werden wieder kleiner. Für große Frauen ist das jedoch fatal, sie sollten bei proportional passenden Stücken bleiben. Das gleiche gilt für Schmuck.

Einen Kontrast zur adretten Opulenz bildet die Lounge-Wear, die mit Jog-Pants ein Revival erlebt. Durch das vermehrte Home Office gefeiert, werden edle Varianten nun ausgehtauglich für Männer und Frauen.

 

 

Statt früher mal zwei Trendfarben, gibt es gerade bis zu 14 Trendtöne, die man typ- und charaktergerecht einsetzen sollte:

  • Weiß all over: nix für Hundebesitzer oder Outdooranhänger
  • Gold: Opulenz im metallic Looks, nichts für Understatement
  • Rot: geht nur für Personen, die auch bereit sind, im Mittelpunkt zu stehen Gelb: für Frohnaturen, sorgt auch im Winter für Sonnenschein
  • Weinrot: will frisch kombiniert werden, damit es nicht altbacken aussieht
  • Royalblau: politisch korrekt bis kühl
  • Violett: wirkt extravagant in der Kombination mit coolen Schnitten
  • Orange: macht Gute Laune bei grauem Wetter, besonders wenn um einen herum alle schwarz trage
  • Grün bis Oliv: wenn man im Flektarn-modus unterwegs ist, oder sonst mit Orange kombiniert
  • Beige: immer edel und zurückhaltend
  • Zimt- und Brauntöne: wollen gerne das neue Schwarz werden, wirken weniger streng

 

 

Modeexpertin Caroline Florett in der Trendfarbe Royalblau.

Caroline Florett ist Umstyling-Expertin, Diplom-Designerin und TV-Moderatorin. Mit ihrem Team hat sie in den letzten 15 Jahren eine Boutique, drei Modelabels, ein Umstyling-Programm, diverse Workshops, unzählige Events und einen Social- und TV-Auftritt aufgebaut. Am meisten liebt sie es, für Erfolgsfrauen den ganz persönlichen Look zu finden und sie dadurch in ihrer wahren Größe für alle sichtbar zu machen.

 

www.carolines.world

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Artikel von www.top-magazin.de/bonn