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Consul Weyer Graf von Yorck: Reich mit Titelverkauf

Mit geringem Aufwand das größte Geld verdienen – Hans-Hermann Weyer hat ihn verwirklicht, den Traum eines Jeden. Durch den Verkauf von Ritterschlägen, Orden und Titeln aller Art ist der einstige Lebemann reich geworden. Steinreich sogar.


"Wir lieben das Leben als Kosmopoliten!"

Wir lieben das Leben als Kosmopoliten!

Unter dem teuer erstandenen Namen Consul Weyer Graf von Yorck und an der Seite seiner schönen Gattin, Dr. Christina Weyer, genießt er heute ein Jet-Set-Leben zwischen Rio und Bonn

In einem großen gelben Umschlag erreicht er die Redaktion: ein riesiger Stapel Fotografien. Papierbilder, wie man sie heute nur noch selten in den Händen hält. Sie zeugen von einem Leben, wie es nur die wenigsten führen: pompöse Wohnsitze, traumhafte Strände, luxuriöse Privathubschrauber und ausschweifende Partys mit weltbekannter Prominenz. Im Zentrum: ein strahlendes, braungebranntes und fürstlich gekleidetes Luxuspaar – Consul Weyer Graf von Yorck mit seiner Frau Christina, einer promovierten Plastischen Chirurgin, die von ihrem Angetrauten liebevoll Püppi genannt wird. Auf der Rückseite der Schnappschüsse, in eleganter Schnörkelschrift, die Namen der befreundeten Promis, die den Weyers in den Armen liegen sowie die Orte, an denen sie aufgenommen wurden: Bahamas, St. Barth oder auch Bonn.

TOP:Warum ausgerechnet Bonn? Was verschlägt Sie immer wieder in unsere schöne, aber im Vergleich auch etwas weniger glamouröse Beethovenstadt?
Consul Weyer Graf von Yorck: Die Liebe! Als Diplomatenkind hat meine Frau lange in Bad Godesberg gelebt.
Dr. Christina Weyer: Mein Herz hängt an Bonn. Ich bin hier aufgewachsen, habe mein Abitur am Clara-Schumann-Gymnasium gemacht. Daher zieht es mich und meinen Mann immer wieder ins Rheinland. Besonders in den Sommermonaten. Wir lieben den Bonner Sommer! Übrigens wollen wir beide in Bad Godesberg begraben werden und haben uns schon ein Doppelgrab auf dem Burgfriedhof gesichert. Möge es noch lange dauern, aber wir wollen nichts dem Zufall überlassen!


TOP: Lebendig mögen Sie es jedoch ein wenig komfortabler.
Dr. Christina Weyer: Genau. Während unserer Heimatbesuche residieren wir in unserer Suite im Hotel Königshof. Wenn wir dann an den lauen Sommerabenden auf der Terrasse des Restaurants Oliveto sitzen, fühlen wir uns fast wie auf unserer Dachterrasse an der Copacabana.
Consul Weyer Graf von Yorck: Spätestens ab Oktober zieht es uns dann wieder an die richtige Copacabana, in unser 500-Quadratmeter-Penthouse nach Rio de Janeiro – unser Hauptwohnsitz. Grundsätzlich verbringen wir aber viel Zeit auf Reisen. Im Mai geht es regelmäßig für ein paar Wochen an die Côte d’Azur, zu den Filmfestspielen in Cannes und dem Formel-1-Rennen in Monaco. Wir lieben das Leben als Kosmopoliten.

TOP: Sind Sie dienstlich viel unterwegs?
Consul Weyer Graf von Yorck: Ach, wissen Sie, Frau Welp, eigentlich genießen wir hauptsächlich unser Leben. Ich halte mich schon lange an eine grundlegende Maxime: Nur zwei Stunden Arbeit am Tag! Alles andere würde nur meinem Wohlbefinden schaden. Außerdem kenne ich niemanden, der vom Arbeiten reich geworden ist. Wer etwas von mir will, muss sich halt gedulden. Inzwischen empfange ich Kunden nur noch zwei Mal im Jahr – zu einer Sprechstunde in Rio. Da geht’s dann zu wie im Wartezimmer eines Zahnarztes.

TOP: Welcher Titel verkauft sich heute besonders gut?
Consul Weyer Graf von Yorck: Heute sind es eher Doktor- oder gar Professoren-Titel, die ihrem Träger zu mehr Autorität verhelfen, Respekt verschaffen. Im Geschäftsleben sind sie mitunter bares Geld wert. Zum Glück gibt es auf dieser Welt unzählige Universitäten, die auf zusätzliche finanzielle Mittel angewiesen sind und dafür gerne den ein oder anderen Ehren- oder Honorar-Titel springen lassen. Das setzt natürlich hervorragende Kontakte voraus, wie ich sie pflege. Ich bin halt ein Fachmann mit unglaublich viel Erfahrung und genauso viel Diskretion. Wer sich an den falschen Titelhändler wendet, fliegt früher oder später auf. Das sind alles Stümper. Ich sage nur soviel: Hätte Herr Guttenberg seinen Doktortitel bei mir bestellt, wäre er heute noch Minister.

TOP: Hatten Sie nicht auch bei der Adoption des berüchtigten Frédéric Prinz von Anhalt Ihre Finger im Spiel?
Consul Weyer Graf von Yorck: So ist es. Die Adoption des Saunaclubbesitzers Hans- Robert Lichtenberg durch Marie Auguste Prinzessin von Anhalt ging damals für 280.000 Mark über die Bühne.

TOP: Wie sind Sie zu Ihrem Adelstitel gekommen?
Consul Weyer Graf von Yorck: Durch die Adoption der Comtesse von Yorck. Seither bin ich sogar mit dem englischen Königshaus verwandt. Natürlich sind Püppi und ich der Einladung der Queen gefolgt und zur Vermählung von Prinz William mit Kate Middleton nach London gereist. Den Titel Consul trage ich seit 1963, dem Geburtsjahr meiner geliebten Ehefrau. Damals wurde ich Honorarkonsul von Bolivien – übrigens der jüngste der Welt. Heute vertrete ich verschiedene Länder als Konsul: zum Beispiel Liberia, Haiti und Mauritius.

TOP: Wie viel müsste ich heute für einen Honorarkonsul-Titel springen lassen?
Consul Weyer Graf von Yorck: 200.000 Euro. Den ersten Honorarkonsul-Titel habe ich für schlappe 20.000 deutsche Mark vermittelt.

TOP: Frau Weyer, Hand aufs Herz: Ist Ihr Doktortitel echt?
Dr. Christina Weyer: Absolut! Den habe ich mir hart erarbeitet. Auch wenn mein Mann mir zur Hochzeit einen schenken wollte. Mein Handwerk habe ich übrigens bei Prof. Ivo Pitanguy gelernt, einem der weltbesten Schönheitschirurgen, der seinerzeit auch Niki Lauda nach seinem Formel-1-Unfall behandelt hat.
Consul Weyer Graf von Yorck: Ich bin unheimlich stolz auf meine Frau! Trotz unseres hohen Reisepensums hat sie ihr Medizinstudium in Windeseile geschafft und in München – wie nebenbei – ihren Dr. med. gemacht. Ich sage immer: Meine Frau hat den Intellekt von Einstein, das Aussehen von Sharon Stone und das Herz von Mutter Teresa.

TOP: Sie scheinen verliebt wie am ersten Tag!
Consul Weyer Graf von Yorck: Das sind wir auch! Seit fast einem Vierteljahrhundert! 2015 feiern wir unsere Silberhochzeit! Das ist für uns beide übrigens die erste Ehe und soll auch die einzige bleiben. Dabei wollte ich – der ewige Junggeselle – eigentlich nie heiraten. Dann kam Püppi, und ich habe mich doch getraut.

TOP: Wie sind Sie sich begegnet?
Dr. Christina Weyer: Das erste Mal hat er mich auf einem Empfang des französischen Präsidenten Mitterand in Rio erspäht. Da war ich erst 16 Jahre alt und frecherweise auf Rollschuhen unterwegs. Das muss bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.
Consul Weyer Graf von Yorck: Ihr Vater hat mich damals zur Seite genommen und gedroht, dass ich die Finger von ihr lassen soll. Sie war ja noch so jung. Trotzdem ging sie mir nicht aus dem Kopf. Als wir uns zehn Jahre später zufällig auf der Düsseldorfer Kö in die Arme gelaufen sind, habe ich sie sofort erkannt. Seither sind wir keinen Tag mehr getrennt gewesen. Ob in Rio, an der Côte d‘Azur oder in Bonn.

Kurzvita: Irgendwann in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts wurde Consul Weyer Graf von Yorck als Hans-Hermann Weyer in Berlin geboren. Um sein genaues Alter macht er ein Geheimnis: „Da bin ich eine männliche Greta Garbo.“ Sein britischer Stiefvater verschaffte ihm Zugang zu Diplomatenkreisen. Schon als Teenager baute er Geschäftsbeziehungen zu Botschaften armer Länder auf, die sich selbst keine Berufskonsulate leisten konnten und vermittelte entsprechende Titel an gut betuchte und geltungsbedürftige Abnehmer. Anfang der 1990er Jahre heiratete er die Diplomatentochter und Schönheitschirurgin Dr. Christina Weyer (geborene Scholtyssek). Das Paar pendelt zwischen seinem Hauptwohnsitz in Rio de Janeiro, der Côte d’Azur sowie Christina Weyers Heimatstadt Bonn.
Artikel von www.top-magazin.de/bonn