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Mit einfachen Mitteln Allergien und Asthma natürlich bekämpfen

Viele Menschen in Deutschland leiden unter Pollenallergien. Diese äußern sich häufig in starken Niesanfällen, geschwollenen und tränenden Augen sowie in Husten- und Asthmaanfällen. Manch ein Allergiker hat das Gefühl, das ganze Jahr unter seiner Erkrankung zu leiden. Bereits im Januar und Februar sind die ersten Pollen unterwegs und machen den Patienten das Leben schwer. Medikamente versprechen Linderung, gehen aber oft mit Nebenwirkungen einher, die nicht zu unterschätzen sind. Umso wichtiger ist es Allergikern, natürliche Mittel gegen ihre Allergie zu finden.


Die Pollensaison hat bereits begonnen

Bereits in den ersten Monaten des Jahres sind Pollen unterwegs. Laut dem Deutschen Wetterdienst ist die Belastung für Erle in Deutschland im Februar gering bis mittel einzustufen, die Belastung für Hasel bereits mittel bis hoch. Im Sommer erreicht die Pollenbelastung dann Spitzenwerte, bevor die Belastung zum Herbst und Winter hin wieder abnimmt. Die Belastung durch den Pollenflug kann schwere Erkrankungen hervorrufen. Menschen mit einer allergischen Reaktion können in der Folge unter einer Bindehautentzündung leiden oder Asthma bekommen. Für viele Patientinnen und Patienten ist daher der erste Schritt, sich gezielt mit der Pollenvorhersage für ihre Region auseinanderzusetzen. So wissen sie, wann sie prophylaktische Maßnahmen ergreifen müssen.

 

Cannabis im Kampf gegen Allergien?

Zu den modernsten Mitteln gegen allergische Reaktionen und Asthma gehört das CBD-Öl. Dieses besteht aus Cannabidiol, das in Faserhanf vorkommt. Es hat, im Gegensatz zum Tetrahydrocannabidiol (THC), keine berauschende Wirkung. CBD fällt also nicht unter das Betäubungsmittelgesetz, sondern ist in Deutschland legal frei verkäuflich.

 

Die Wirkung der CBD Tropfen ist beachtlich. So bindet CBD freie Radikale und wirkt somit antioxidativ. Zudem wirkt CBD schmerzlindern und entzündungshemmend. Es kann also gegen Schmerzerkrankungen eingesetzt werden. Sogar in der Krebstherapie wurden mit CBD bereits gute Ergebnisse erzielt: Die Vermehrung von Hirntumor-Zellen wird gehemmt. Entsprechend vielfältig sind die Anwendungsgebiete von CBD-Öl. Dank der entzündungshemmenden Wirkweise ist es für den Einsatz gegen allergische Reaktionen gut geeignet. CBD stärkt das Immunsystem, sodass der Körper besser gegen die von Allergien hervorgerufenen Reaktionen kämpfen kann. Das Gleiche gilt für Asthmatiker. Auch hier ist das CBD-Öl daran beteiligt, die Schübe zu reduzieren.

 

Je nach Schwere der Beschwerden sind verschiedene Konzentrationen von CBD Tropfen möglich. Bei leichteren Beschwerden reichen Tropfen mit fünf bis 15 Prozent Wirkstoff. Für den Einsatz gegen schwere Beschwerden gibt es CBD-Öl auch mit mehr als 25 Prozent CBD. Das Öl wird tropfenweise gegeben, je nach Stärke der Beschwerden. Es ist sinnvoll, mit drei bis fünf Tropfen zwei Mal täglich zu starten und zu testen, welche Dosierung die eigenen Beschwerden am besten lindert. Im Zweifel können Patienten zudem ihren Arzt konsultieren.

 

Gesunde Ernährung ist auch für Allergiker eine wichtige Komponente

Bei vielen Pollenallergikern kommt es zu Kreuzreaktionen. Bestimmte Nahrungsmittel verschlimmern die allergischen Reaktionen auf Pollen und Gräser. Umso wichtiger ist es also, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Es gibt einige Grundsätze, die nicht nur für Allergiker wichtig sind. Dazu gehört beispielsweise, viel Wasser zu trinken und frisches Obst und Gemüse zu bevorzugen. Vitamine stärken wiederum die körpereigenen Abwehrkräfte und sorgt für ein gestärktes Immunsystem. Natürlich sind die Nahrungsmittel weniger ratsam, die eine Kreuzallergie hervorrufen. Ebenso gelten Salami und verschiedene Käsesorten als Trigger, die allergische Beschwerden verschlimmern können.

 

Jeder Allergiker sollte selbst testen, welche Lebensmittel er gut verträgt und welche Beschwerden hervorrufen. Je nach Pollensaison gilt es dann, die Ernährungsweise entsprechend anzupassen, um die typischen Symptome zu lindern.

 

 

Als Öl oder in der Ernährung: Kräuter stecken voller wichtiger Nährstoffe, die gegen Allergien helfen können.

Kräuteröle besänftigen die Nase

Neben dem bereits erläuterten CBD-Öl gibt es viele weitere Öle, die bei Allergiebeschwerden helfen können. Diese werden aus Kräutern gewonnen und können vielfältig eingesetzt werden. Folgende Kräuteröle sind besonders hilfreich im Kampf gegen Asthma und Allergien:

 

  • Pfefferminz
  • Dill
  • Eukalyptus
  • Fenchel
  • Salbei

 

Zudem gelten Aloe Vera und Mandelöl als gute Mittel gegen eine gerötete und wunde Nase. Die verschiedenen Öle eignen sich zur Inhalation. Zudem kann eine Schale mit Wasser und einem entsprechenden Öl im Raum für ein freieres Atmen sorgen. Pfefferminzöl wirkt schleimlösend und ist deshalb nicht nur bei Allergien, sondern auch bei Erkältungen sinnvoll. Salbei ist vor allem bei Asthmatikern beliebt, um die Beschwerden zu lindern.

 

Kräuter können auch im Essen eine gute Wirkung erzielen. Frische Kräuter sind voller wichtiger Stoffe, die das Immunsystem stärken können. Kresse, Majoran und Oregano verfeinern jedes Gericht und helfen dabei, die typischen Symptome einer Allergie zu lindern.

 

Inhalieren und Nasenspülungen sind die Klassiker

Klassische Hausmittel bei Allergien sorgen für eine freie Nase und ein erleichtertes Durchatmen. Oft wird dazu lediglich Wasser oder eine Kochsalzlösung benötigt. Bei einer Nasenspülung reinigen Patienten die Nase von den Pollen, die die Schübe auslösen. Die benötigte Kochsalzlösung gibt es entweder in der Apotheke oder sie wird einfach selbst angemischt. Ein Dampfbad hat eine ähnliche Wirkung: Hierbei wird kochendem Wasser etwas Kochsalz beigemischt. Wer das heiße Wasser zehn Minuten inhaliert, profitiert von einer befeuchteten Nasenschleimhaut und freien Bronchien. Gegen Juckreiz an den Augen hilft ein feuchter Lappen. Wichtig: Dazu sollte nur kaltes Wasser verwendet werden! Um die Pollen aus den Haaren und von der Haut zu bekommen, ist eine tägliche Dusche inklusive einer Haarwäsche Pflicht. So schützen Patienten sich vor den Allergenen. Am besten duschen Allergiker abends, um keine Pollen mit ins Bett zu nehmen.

 

In der traditionellen chinesischen Medizin hilft Akupunktur gegen typische Beschwerden von Allergien.

 

Wenn nichts mehr hilft: Tabletten einnehmen

Hausmittel sind oft die erste Wahl, wenn es um Allergiebeschwerden geht. Sie lindern die Symptome, beruhigen den Juckreiz und helfen dabei, Schübe zu mindern. Dennoch geht es manchmal einfach nicht ohne klassische Medizin. Jeder Asthmatiker hat ein Asthmaspray dabei, um im Notfall schnell handeln zu können. Zudem gibt es viele Medikamente, die Allergiesymptome schnell lindern. Wer seinen Körper vor allzu viel Chemie schützen möchte, greift auf traditionelle, chinesische Techniken zurück. Die traditionelle chinesische Medizin arbeitet mit einem ganzheitlichen Prinzip und auf naturheilkundlicher Basis. Hier kommen viele Kräuter zum Einsatz. Sport, die richtige Ernährung sowie Ayurveda, Massagen und Akupunktur sind ebenfalls Faktoren, die gegen Allergien, Asthma und viele weitere Beschwerden helfen sollen.

 

Pollen- und Gräserallergien betreffen rund 15 Prozent der Deutschen, Tendenz steigend.

 

 

Bilder:

Abb. 1: Pixabay.com © cenczi (CC0 Creative Commons)

Abb. 2: Pixabay.com © gate74 (CC0 Creative Commons)

Abb. 3: Pixabay.com © AusAcu (CC0 Creative Commons)

 

 

 

Artikel von www.top-magazin.de/