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Schlösser in Baden-Württemberg

Gemeinsame Sache für Schlösser, Burgen und Gärten im Land. Schlösser, Burgen und Klöster gehören zu den beliebtesten Reisezielen bei Jung und Alt. Trotzdem haben es besonders die kleineren Sehenswürdigkeiten nicht leicht, sich in der Fülle von touristischen Attraktionen bemerkbar zu machen. Abhilfe will der Verein „Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg e.V.“ schaffen, der in seiner kurzen Lebenszeit auch in den Regionen Heilbronn und Hohenlohe schon große Erfolge erzielen konnte.


Schlösser: Schloss Guttenberg

Schlösser: Historische Monumente, romantische Traumziele

Die Schlösser in Heidelberg und Ludwigsburg, die Mainau und die Burg Hohenzollern zählen zu den stärksten Besuchermagneten in dem an Sehenswürdigkeiten reichen Baden-Württemberg. Doch nicht nur diese weltbekannten Monumente prägen das Land, sondern auch weniger berühmte Schlösser und Burgen, wobei die Region Heilbronn und das Hohenloher Land keine Ausnahme machen. Hier liegen zum Beispiel Schloss Langenburg und Burg Guttenberg, die Götzenburg in Jagsthausen und die Götzenburg Hornberg. Sie eint nicht nur ihre Nähe und die Romantik ihrer Gemäuer, sondern auch die Mitgliedschaft in dem Verein „Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg“ (SBGBW).

Die SBGBW wurde 2011 gegründet, um den besonderen kulturellen und touristischen Wert der baden-württembergischen Schlösser, Burgen, Gärten und Klöster stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Auf derzeit rund 50 Mitglieder, darunter die „Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg“, kommunale Träger sowie private Burgherren und Schlossbesitzer, die zusammen fast 100 Monumente einbringen, kann der Verein derzeit blicken. Sie taten sich zusammen, um gemeinsam den Weg an die touristische Öffentlichkeit zu finden und das kulturelle Potenzial für Baden-Württemberg zu stärken. Zudem bietet ihnen der Verein eine gemeinsame Plattform für den Erfahrungsaustausch und das Einholen von Expertenwissen; ein großer Vorteil, denn vor allem kleinere Betreiber stehen oft allein mit Problemen wie Denkmalschutz, barrierefreiem Zugang oder Personalfragen.

Die Idee zur Vereinsgründung hatten unter anderem der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten, Michael Hörrmann, und der Chef des Hauses Hohenlohe-Langenburg, Philipp Fürst zu Hohenlohe-Langenburg. Sie sind auch die Vorsitzenden des in Schloss Bruchsal residierenden Vereins. Mitglied können Privatpersonen wie Institutionen werden, eine der wichtigsten Voraussetzungen ist laut Satzung allerdings, dass sie Gebäude und Gärten „einem dauerhaften Besucherbetrieb“ öffnen.

Der Verein hat in den fünf Jahren seines Bestehens viel erreicht. So finden jährliche Tagungen zu allgemein interessanten Themen und Konferenzen zu regionalen Fragestellungen statt, die auf große Resonanz stoßen. Mehrere Publikationen wurden auf den Weg gebracht. Das Magazin „Baden-Württemberg verzaubert“ etwa geht 2017 schon in die vierte Auflage. Zuletzt erschienen mit Unterstützung des Vereins die Reiseführer „Traumgärten im Südwesten – Gartenreisen in Baden-Württemberg und am Bodensee“ und „Traumgärten am Oberrhein – Gartenreisen durch den Schwarzwald, das Elsass und Nordbaden“ (T. Götz Verlag).

Gärten und Schlösser gehen eine enge Verbindung ein. Dem tragen nicht nur die sehr informativen Reiseführer Rechnung: Als sie im Mai auf der Landesgatenschau in Öhringen vorgestellt wurden,
präsentierten die beiden Vereinsvorsitzenden auch das neu gegründete „Gartennetzwerk Hohenlohe“. Gärten in Hohenlohe sind Traumziele mit großem Potenzial und wichtige Punkte auf der touristischen Landkarte. Egal, ob klein oder groß, berühmt oder Geheimtipp, Schlosspark oder privates Idyll, zukünftig werden hier viele der Gärten gemeinsam auftreten. Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg, Veranstalter der „Fürstlichen Gartentage“ in Langenburg, einer der größten Gartenmessen im süddeutschen Raum, und Gründungsmitglied des Netzwerkes, sieht darin einen „wichtigen Meilenstein für die touristische Entwicklung in Hohenlohe“. Der Schlosserlebnistag erlebt dieses Jahr auf der Landesgartenschau Öhringen am 19. Juni sicher regen Zulauf. Und auch, wenn die Schlösser und Burgen das ganze Jahr über mit einem reizvollen Programm einladen, ist jeder dritte Sonntag im Juni etwas Besonderes, wenn die SBGBW-Mitglieder in Baden-Württemberg den Schlosserlebnistag feiern. Schloss Langenburg, Schloss Weikersheim und Burg Katzenstein präsentieren 2016 zwischen Schloss und Hoftheater ein buntes Mitmach-Programm. Es geht spielerisch um die höfische Etikette, die Fächersprache, den richtigen Hofknicks oder historische Tänze.


Der Verein „Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg“ hat, wie man sieht, viel erreicht und die Weichen sind weiterhin auf Erfolgskurs gestellt. Man kann gespannt sein, welche Sehenswürdigkeiten aus den Regionen Heilbronn und Hohenlohe sich dem aktiven Netzwerk künftig noch anschließen werden und was ihnen zusammen einfällt.

Artikel von www.top-magazin.de/heilbronn