
Daniel Boden, Unternehmer aus Essen, ist als Berater und Investor viel im Ruhrgebiet unterwegs und berichtet für das TOP RUHR über Events und Menschen aus unserer bunten Ruhrmetropole. Leserbriefe an: info@bbi.one
Wenn Birke Benzke, Geschäftsführerin von I Do, zu einem Event einlädt, sind ein volles Haus und große Aufmerksamkeit garantiert. Doch was ich heute im Chefs & Butchers in Essen, als Treffpunkt für das Netzwerk von I Do Essen, erlebe, geht weit über ein klassisches Treffen dieser Art hinaus.
Ein Paradebeispiel, wie durch gesellschaftliches Engagement mit echter Ruhrpott-Mentalität eine Win-win-win-Situation für alle Beteiligten entsteht. Rund 300 Gäste aus kommunaler Politik, Wirtschaft, der Influencer-Szene sowie Freunde und Unterstützer von I Do Essen kommen zusammen. Die Atmosphäre ist vom ersten Moment an herzlich, emotional und gleichzeitig angenehm entspannt. Oberbürgermeister Thomas Kufen eröffnet die Veranstaltung und betont damit die Bedeutung dieses einmaligen Netzwerkes und der I-Do-Projekte. Besonders freue ich mich auf mein persönliches Kennenlernen mit Ryko, der derzeit wohl zu den spannendsten Shootingstars der Ruhrgebiets-Comedyszene zählt, der mit dem Newcomer-Preis „Jupps Pott“ den Ehrendoktortitel verliehen bekam und auf Instagram schon über 200.000 Follower in kurzer Zeit zu verzeichnen hat. Selbst bezeichnet er sich als „DER Bürgermeister vom Ruhrpott“.
Die Leser des Top Ruhr können auf ein Interview in der nächsten Ausgabe gespannt sein. Mit viel Charme, Humor und einer großen Portion Heimatverbundenheit spricht er über den Zusammenhalt im Revier und präsentiert beim I-Do-Netzwerktreffen exklusiv das Cover seines neuen Kalenders. Die Erlöse aus dieser und den weiteren vielfältigen Aktivitäten fließen vollständig in die Arbeit von I Do Essen, um unterschiedlichste Spendenprojekte zu finanzieren. Ein weiteres Beispiel dafür, wie hier Unterhaltung und soziales Engagement miteinander verbunden werden.
Als weiteres Highlight bringt sich der Künstler Christian Nienhaus aus Gelsenkirchen ein, indem er seine Kunstreihe „silver and gold“ mit tiefgreifend poetischem Vortrag und großem Ruhrpott-Herz präsentiert. 2 Kunstwerke, jeweils im Wert von 15000,-€, stellt er I Do Essen zur Unterstützung zur Verfügung. I Do Essen gelingt es immer wieder, neue Menschen für ehrenamtliches Engagement und Spenden zu begeistern. Das bestehende Netzwerk wächst kontinuierlich und verbindet Helfer, Unterstützer und soziale Projekte auf eine Weise, von der am Ende alle profitieren. Genau das macht die Initiative so erfolgreich – und so typisch Ruhrgebiet. Als ich am frühen Abend die I-Do-Veranstaltung im Chef & Butchers verlasse, bleibt der Eindruck eines rundum gelungenen Tages: kurzweilig, inspirierend und geprägt von echtem Zusammenhalt. Oder anders gesagt: gelebte Ruhrpott-Hilfe in ihrer vielleicht schönsten Form.
Der Frühjahrsempfang von RADTOP im Forum Mülheim ist weit mehr als eine klassische Unternehmensveranstaltung. Bereits beim Betreten der neuen Räumlichkeiten wird deutlich, welchen Anspruch Dr. Mehmet Topcu und sein Team verfolgen: modernste Medizin mit einem Ambiente zu verbinden, das eher an ein hochwertiges Fünf-Sterne-Hotel als an eine medizinische Einrichtung erinnert. Die geschmackvolle Gestaltung, die angenehme Atmosphäre und die perfekte Organisation sorgen vom ersten Moment an für einen besonderen Eindruck.
Zu den Gästen zählen Vertreter aus Politik, Gesundheitswesen und Wirtschaft. Auch Mülheims Stadtdirektor David Lüngen nutzt die Gelegenheit zum Austausch. Nachdem die Gäste bestens versorgt sind, stellt Unternehmer und Radiologe Dr. Mehmet Topcu sein Unternehmen vor. Mit mehreren Standorten in Nordrhein-Westfalen und einem klaren Fokus auf moderne bildgebende Diagnostik hat er in den vergangenen Jahren eine der bedeutenden radiologischen Gruppen der Region aufgebaut. Sein Anspruch: Diagnostik auf höchstem technischen Niveau mit modernsten MRT- und CT-Verfahren, verbunden mit einer konsequent patientenorientierten Betreuung. Besonders spannend sind die anschließenden Führungen durch die Praxis. Fachkundig erläutern Mitarbeiter die hochmodernen Geräte, die effizienten Abläufe und die vielfältigen Möglichkeiten der Vorsorge- und Früherkennungsdiagnostik.
Gerade in einer Zeit, in der Prävention und frühzeitige Diagnosen immer wichtiger werden, wird deutlich, welchen Beitrag moderne Radiologie für die Gesundheit leisten kann. Die Gäste erhalten dabei faszinierende Einblicke in eine medizinische Welt, die vielen im Alltag noch verborgen ist. Was bleibt, ist der Eindruck eines Unternehmers, der seine Vision konsequent verwirklicht: medizinische Spitzenleistung, modernste Technologie und ein Umfeld, in dem sich Patienten gleichermaßen gut aufgehoben wie wertgeschätzt fühlen. Beeindruckt von Unternehmen, Menschen und Technik trete ich die Heimreise an und weiß, wo ich meinen nächsten Präventivcheck einlege.
Wenn sich die Lampen in der Lichtburg langsam dimmen und sich der Vorhang öffnet, entsteht ein besonderer Moment. An diesem Abend sogar ein ganz besonderer: In Deutschlands bekanntestem historischen Kino feiert die ARTE-/SR-Produktion „Europas große Filmpaläste“ ihre Weltpremiere (auch Seite 36). Gemeinsam mit Katrin Kroemer, Mitglied des ARTE-Programmbeirats Deutschland und Chefredakteurin Top Ruhr, nehme ich in einer der Logen Platz. Von hier aus verfolgen wir die Premiere gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Kufen, Natalie Weber vom Saarländischen Rundfunk sowie Regisseur Axel Fuhrmann.
Für ihn dürfte es ein bewegender Augenblick sein: Sein Werk erlebt er erstmals im Leinwandformat genau hier. Schon vor der Vorführung wird deutlich, dass es an diesem Abend um weit mehr geht als um einen Dokumentarfilm. Im Foyer und in den historischen Räumen der Lichtburg begegnen sich Menschen, die die Kinokultur seit Jahrzehnten prägen und bewahren. Besonders beeindruckend ist das Gespräch mit Schauspieler Joachim Król, der die kulturelle Bedeutung der Filmtheater mit großer Leidenschaft unterstreicht.
Ebenso prägt die Begegnung mit Marianne Menze den Abend. Die ehemalige langjährige Geschäftsführerin hat die Lichtburg über viele Jahre entscheidend mitgestaltet und maßgeblich dazu beigetragen, dass sie heute weit mehr ist als ein Kino – nämlich ein kulturelles Wahrzeichen weit über das Ruhrgebiet hinaus. Die Dokumentation selbst führt nach Amsterdam zum prachtvollen Pathé Tuschinski und nach Paris zum legendären Le Grand Rex. Doch immer wieder richtet sich der Blick zurück auf die Lichtburg. Fast scheint es, als würde der Film bestätigen, was die Besucher im Saal längst wissen: Dieses Haus gehört zu den großen europäischen Filmpalästen. Nach der Vorführung diskutieren Regisseur Axel Fuhrmann, David Hanemaayer vom Pathé Tuschinski, Marianne Menze und Joachim Król auf dem Podium über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der großen Lichtspielhäuser.
Dabei wird deutlich, dass Kinos heute weit mehr leisten müssen als Filme zu zeigen. Sie sind Kulturorte, Erinnerungsräume und Begegnungsstätten zugleich, die sich, um ihre Daseinsberechtigung zu erhalten, mit zusätzlichen Angeboten diversifizieren. Als schließlich lang anhaltender Applaus durch den Saal geht, wird spürbar, warum solche Häuser über Generationen hinweg Menschen begeistern. Die Lichtburg zeigt an diesem Abend nicht nur einen Film über europäische Kinogeschichte – sie schreibt selbst ein weiteres Kapitel davon. Und einmal mehr wird mir bewusst, welchen kulturellen Schatz wir hier im Ruhrgebiet besitzen.
Es gibt sie nur noch selten: jene Kneipen der alten Garde, die wie die letzten Mohikaner einer vergangenen Zeit wirken und sich dennoch erfolgreich in die Gegenwart retten. Orte, an denen nicht Konzepte und Trends im Vordergrund stehen, sondern Menschen, Geschichten und echte Gastfreundschaft. Einer dieser besonderen Orte ist die „Alte Schmiede“ am Bredeneyer Kreuz in Essen.
Mein Freund Dr. Claudio Schlegtendal besuchte dort das Jubiläumswochenende zum 150-jährigen Bestehen der gastronomischen Tradition der Familie Borgsmüller – und berichtete begeistert von einer Atmosphäre, die heute fast schon einzigartig erscheint. Wirt Hans Borgsmüller führt die Familienhistorie fort, die bis ins Jahr 1876 zurückreicht. Damals eröffnete Urgroßvater Wilhelm Borgsmüller eine Bergarbeiter-Kneipe und legte damit den Grundstein für eine Gastronomiegeschichte über fünf Generationen. Die traditionsreiche Privatbrauerei Jacob Stauder würdigt dieses Jubiläum und hebt die Bedeutung für die Wirtshauskultur hervor, die Lokale, wie die „Alte Schmiede“ besitzen.
Historie allein aber erklärt nicht, warum die „Alte Schmiede“ bis heute funktioniert. Claudio schildert vor allem die besondere Mischung aus uriger Gemütlichkeit und lebendigem Miteinander. Alte Stammtische treffen auf junge Gäste, Nachbarn kommen mit Familien, Berufstätige auf ein Feierabendbier und Radler in den Biergarten. Generationenübergreifend wird gelacht, diskutiert und erzählt – ungezwungen und ohne Berührungsängste. Die urige Einrichtung, das frisch gezapfte Stauder, die bodenständige Küche und die herzliche Art des Teams schaffen genau jene Atmosphäre, die man in vielen modernen Konzept-Gastronomien häufig vergeblich sucht. Die „Alte Schmiede“ ist Treffpunkt, Wohnzimmer und Kommunikationszentrum zugleich.
Zum dreitägigen Jubiläumsfest mit Live-Musik und Grillspezialitäten wird diese besondere Rolle eindrucksvoll sichtbar. Es wird gemeinsam gefeiert, Erinnerungen werden ausgetauscht und neue Bekanntschaften gemacht, sowie Zukunftspläne geschmiedet. Die Aktion „Stauder für 1,50 €“ passt perfekt. Bodenständig, nahbar und mit einem Augenzwinkern.
Claudios Fazit fällt eindeutig aus: Die „Alte Schmiede“ beweist, dass Tradition kein Auslaufmodell ist. Im Gegenteil. Wenn Authentizität, Gastfreundschaft und Herzblut zusammenkommen, entsteht ein Ort, der Menschen auch nach 150 Jahren noch begeistert – und vielleicht wichtiger ist denn je.
Daniel Boden im Gespräch mit Ryko, dem selbst ernannten „Bürgermeister des Ruhrpotts“