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Digitales Leben: Selbstständige müssen weiter umdenken


 

Von der erfolgreichen Selbstständigkeit träumen in Deutschland unzählige Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die mit ihrem derzeit ausgeübten Job unzufrieden sind. Studien zufolge denkt durchschnittlich jeder zweite Berufstätige darüber nach, die Kündigung einzureichen und einen Neustart zu wagen. In der Realität ist jedoch auch die Selbstständigkeit nicht immer von Glanz und Glamour geprägt. Die Digitalisierung bzw. das digitale Leben verlangt Selbstständigen, Freiberuflern und Unternehmern alles ab. Viele denken aber noch nicht ausreichend um.

 

Wie die Digitalisierung und das digitale Leben die Arbeit Selbstständiger verändert hat

Selbstständiger Mann arbeitet an einem Laptop.

Für viele Selbstständige in Deutschland spielt die Arbeit am Laptop bzw. im Internet eine zentrale Rolle. Hier hat die Digitalisierung unzählige neue Betätigungsfelder hervorgebracht. Bildquelle: un-perfekt / pixabay.com

 

Sich selbstständig zu machen bzw. selbständig zu sein malen sich viele Menschen in den schillerndsten Farben aus. Tatsächlich handelt es sich in der Praxis insbesondere in der Gründungsphase um harte Arbeit nahezu rund um die Uhr. Hinzu kommt, dass erfolgreiche Selbstständigkeit in der heutigen Zeit an Themen wie der Digitalisierung und dem digitalen Leben nicht mehr vorbeikommt. Während es vor 20-30 Jahren nicht essenziell war, eine eigene Homepage zu besitzen und seine Produkte respektive Dienstleistungen auch digital anzubieten, hat sich das Bild bis zum Jahr 2020 massiv gewandelt.

Statistiken und Untersuchungen haben zutage gefördert, dass mehr als jeder Zweite heutzutage zunächst im Internet schaut, wenn er auf der Suche nach einem bestimmten Produkt ist und seine Kaufabsicht festigen möchte. Informationen sind im World Wide Web rund um die Uhr kostenlos verfügbar – gleichzeitig gibt es für viele Produkte ein Überangebot, das auf den Verbraucher geradezu eine erschlagende Wirkung ausübt.

Doch auch das Internet ist nicht statischer Natur, sondern verändert sich stetig. Während es vor rund zehn Jahren nebensächlich war, dass das jeweilige Web-Angebot ebenso auf mobilen Endgeräten ordnungsgemäß dargestellt wird, führt daran nun kein Weg mehr vorbei. Laut einer Evaluierung von Statista betrug der Anteil mobiler Endgeräte wie dem Smartphone und Tablet an allen Seitenaufrufen im zurückliegenden Jahr 2019 weltweit 53,91 %. Am häufigsten wurden Mobile Devices mit 63,06 % in Asien verwendet – Europa kam immerhin auf 46,18 %.

 

Finanzielles Grundkonzept der erfolgreichen Selbstständigkeit ebenfalls digitaler Natur

Insgesamt gibt es noch viel mehr Punkte, die verdeutlichen, dass eine erfolgreiche Selbstständigkeit ohne Fokussierung des digitalen Schwerpunktes nur noch schwerlich funktionieren kann. Selbst beim finanziellen Grundkonzept respektive Finanzierungsfragen der Unternehmung spielen digitale Angebote eine immer wichtigere Rolle.

Deutlich wird das an modernen Geschäfts- bzw. Firmenkonten, deren Angebote exakt auf die gestiegenen Anforderungen von Selbstständigen und Unternehmern zugeschnitten sind. Spezialisierte Fintech-Unternehmen arbeiten mit verschiedensten Dienstleistern der Finanzbranche zusammen, um sämtliche Banking-Angebote zur Verfügung stellen zu können, die benötigt werden.

Dazu gehören im Bereich der Geschäftskonten flexible Kontoführungsmodelle, günstige Tarife, die Verfügbarkeit von Unterkonten und eine entsprechende Einlagensicherung. Modernes Business Banking muss schnell, einfach und flexibel sein und sollte im Idealfall eine All-in-One-Lösung darstellen, die von überall aus zugänglich ist. Hausbanken und herkömmliche Filialbanken hinken konzeptuell meist noch hinterher und sind daher immer seltener der erste Ansprechpartner der Wahl.

Gleichfalls gibt es mittlerweile etliche auf digitalen Füßen stehende Finanzierungsformen wie Crowdfunding und Co., die schon unzähligen Unternehmern und Unternehmerinnen überhaupt erst den Sprung in die Selbstständigkeit ermöglicht haben.

 

Zielgruppe verlangt digitale Ansprache auf multiplen Kanälen und stetige Neuigkeiten

Das erforderliche Umdenken betrifft aber nicht nur die Finanzierung der Selbstständigkeit und die Darbietung der Produkte, sondern ebenso die Distribution. Wenden Selbstständige ausschließlich althergebrachte Vertriebskonzepte an, ohne auf Online-Marketing zu setzen, werden wertvolle Ressourcen nicht ausgeschöpft. Die Zielgruppe verlangt nicht nur eine digitale Ansprache auf sämtlichen zur Verfügung stehenden Kanälen, sondern möchte darüber hinaus mit relevanten Informationen versorgt und zum Kauf angeleitet werden.

Die Crux liegt dabei im Detail, denn wer ausschließlich auf langweilige Social Media Posts ohne Mehrwert und Informationsgehalt setzt, der geht im tagtäglichen Informationsstrom gnadenlos unter. Genutzt werden sollten außerdem die Vorzüge des E-Mail-Marketings, um die potentielle Zielgruppe über Sonderangebote, neue Produkte und geschäftliche Veränderungen auf dem Laufenden zu halten.

Abgerundet wird der digitale Auftritt in der vernetzten Welt durch Brandbuilding und eine gute Positionierung in Google, was durch die klassische und lokale Suchmaschinenoptimierung erreicht werden kann. Hierbei kommt es auf Kontinuität und Nachhaltigkeit an, denn Analysen kamen zu dem Ergebnis, dass über 90 % der Suchmaschinennutzer auf ein Suchergebnis der ersten Seite klicken und weitere Treffer außen vor lassen.

 

Bildquelle: un-perfekt / pixabay.com

Artikel von www.top-magazin.de/