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Einsatz in Burundi – mit Hand und Herz

Dr. Daniel Sattler, Leiter der Beta Aesthetic in Bonn, und PD Dr. Armin Kraus, Geschäftsführender Oberarzt der Plastischen Chirurgie am Uniklinikum Magdeburg, waren im April nach drei Jahren erneut für die Beta Humanitarian in Burundi – um betroffenen Menschen durch plastisch-chirurgische Wiederherstellungen wieder eine Perspektive zu geben. Der diesjährige Einsatz war in vielerlei Hinsicht besonders.


 

Schwere Kopf-Hals-Tumore, Arbeitsunfälle durch Verbrennungen sowie Verletzungen nach Gewalttaten – die Liste der Fälle war lang. Dank zwei aufeinanderfolgender Teams konnten die beiden Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie insgesamt 47 Eingriffe und damit fast doppelt so viele wie 2019 in Burundi durchführen. Dr. Sattler leitete das erste Team – unterstützt von Dr. med. Nira Dharuman, Herzchirurgie Uniklinikum Bonn, und Maria von Kohout, Assistenzärztin Plastische Chirurgie Köln-Merheim. „Das örtliche Krankenhausteam hatte die Fälle vorbildlich dokumentiert“, lobt Dr. Sattler, „und bei denen, die operiert wurden, im Vorfeld alle Voruntersuchungen durchgeführt.“ Das Krankenhaus und die Schule unweit der Grenze zum Kongo wurden von Burundikids gegründet. Partner in Burundi ist die lokale Organisation Fondation Stamm, deren Leiterin Verena Stamm seit 1972 dort lebt und sicherstellt, dass alle Gelder direkt in die Projekte fließen.

 

Eine Familienangelegenheit

Erneut wurde Dr. Sattler von seiner Frau Doreen begleitet, die als Vorsitzende der Beta Humanitarian Help seit Jahren alle organisatorischen Aufgaben übernimmt und die Zusammenarbeit der Teams vor Ort koordiniert. „Das war sehr aufwendig“, konstatiert sie. „Es mussten für jedes Teammitglied Visa und Impfstatus erfasst, PCR-Tests vor Abflug und bei Ankunft durchgeführt sowie für alle Patienten ein Nachverfolgungsformular aufgesetzt werden.“ Die beiden nahmen erstmals ihre Kinder mit, die miterleben durften, wie ein Neugeborenes das Licht der Welt erblickte und ihr Vater seinen ersten Kaiserschnitt durchführte. „Wir hatten uns schon Gedanken gemacht, ob unsere Kinder sich zu beschäftigen wissen“, erzählt Dr. Sattler, „aber dann fanden die beiden schnell Kontakt.“ Sie begleiteten ihre Mutter und Verena Stamm in Kinderheime und Schulen und hatten an ihrer eigenen Schule Buntstifte, Radiergummis und kleine Spielzeuge gesammelt, um sie den Kindern mitzubringen.

 

Große Herausforderungen

PD Dr. med. Armin Kraus musste zur zweiten Halbzeit ohne sein Team nach Burundi fliegen. Denn kurz vor Abflug waren beide Assistenten positiv auf Corona getestet worden. „Wir haben eine zweitägige intensive Übergabe durchgeführt“, berichtet Dr. Sattler, „dann musste er die nächsten zehn Tage mit dem örtlichen Team alleine weitermachen.“

Durch seinen Einsatz in 2019 war Dr. Kraus zwar mit dem „Centre Medical Hippocrate“ vertraut und die lokalen Ärzte waren durch Dr. Sattler und sein Team bereits eingespielt – dennoch keine leichte Entscheidung. „Finden Sie mal einen, der so tough ist und sagt: Okay – das mach‘ ich!“, resümiert Dr. Sattler. Doch genau diese Entschlossenheit zeichnet die beiden Fachärzte aus. „Wenn wir unser Wort gegeben haben, dann gehen wir durch Gitter und Wände!“ Auch die Corona-Pandemie überschattete den diesjährigen Einsatz. „Im Team war die Verunsicherung spürbar größer als vor drei Jahren“, erinnert sich Dr. Sattler. Jeder habe zu Hause sein Päckchen zu tragen und trotzdem gesagt: „Woanders geht es Menschen noch schlechter. Wir fliegen da jetzt drei Wochen hin!“

 

Hilfe zur Selbsthilfe

Ziel des humanitären Einsatzes war neben der Behandlung von Patienten auch, dass die Ärzte vor Ort sich von den deutschen Kollegen einiges abschauen konnten, damit sie künftig einfache chirurgische Eingriffe durchführen können. „Die wiederum haben gesagt: Jetzt zeigen wir euch auch mal was – und Du bringst Dein erstes Kind zur Welt!“, berichtet Dr. Sattler. Doch es gab auch Tiefpunkte. So wurde ein 5-jähriges Kind mit hohem Fieber und Verdacht auf Malaria von seinen Eltern ins Krankenhaus gebracht und verstarb. „Wir konnten nichts mehr für das Kind tun“, bedauert Dr. Sattler, der nach eigenen Angaben noch einige Zeit brauchen wird, um alle Eindrücke zu verarbeiten. „Der diesjährige Einsatz hat mich kräftemäßig an meine Grenzen gebracht, aber wir konnten viel bewegen.“ewegen.“

UNTERNEHMENSINFORMATIONEN
Beta Aesthetic - Dr. med Daniel Sattler, Leitender Arzt & Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
Joseph-Schumpeter-Allee 15, 53227 Bonn
Telefon
0228 909075-778
Artikel von www.top-magazin.de/bonn