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Ideenlabor bei HARDER logistics – Bayern kreativ

Das Ideenlabor, die Vernetzungsveranstaltung der Kreativwirtschaft und der klassischen Wirtschaft, initiiert vom Bayrischen Wirtschaftsministerium, fand am 8. November bei HARDER logistics in Neu-Ulm statt. Ziel der Ideenlabore ist es, konkrete Strategien zu erarbeiten, wie sich die aktuellen Herausforderungen einer Branche in der nahen Zukunft lösen lassen. Dazu arbeiten Kultur- und Kreativschaffende mit Unternehmern, Technologieexperten, Wissenschaftlern und Branchenexperten zusammen.


Um die Ecke gedacht: Wenn Kreativunternehmer mit Experten aus anderen Bereichen zusammenarbeiten, entstehen spannende Crossover-Effekte.

 

So auch bei der Veranstaltung in Neu-Ulm. Tagsüber erarbeiteten vier Projektteams in Workshops kreative Ideen zum Thema „Zukunft Papier“ und entwickelten diese interdisziplinär weiter. Beim anschließenden Empfang am Abend nahmen rund 180 Unternehmer aus Bayern und den angrenzenden baden-württembergischen Regionen teil.

Dirk Kiefer, Leiter von bayernkreativ, Dr. Andrea Niedzela-Schmutte, Leiterin des Referats für Kultur- und Kreativwirtschaft und Design im Bayerischen Wirtschaftsministerium, Mike Fischer, Unternehmer und Vortragsredner, Dr. Rainer Seßner, Geschäftsführer der Bayern Innovativ GmbH, Marcello Danieli, Geschäftsführer HARDERlogistics, Gerold Noerenberg, Oberbürgermeister von Neu-Ulm und Gerd Stiefel, Vorsitzender des Clubs der Industrie Ulm/Neu-Ulm e.V

 

Marcello Danieli, geschäftsführender Gesellschafter von HARDER logistics

Marcello Danieli stellte sein Unternehmen vor, das in den Geschäftsbereichen Betriebs- und Objektverlagerungen, Maschinen-Demontage und Re-Montage, Clean-up Projekte, Aktenarchivierung und Privatumzüge tätig ist. In gut 15 Jahren hat sich HARDER logistics von einem lokalen Anbieter zu einem weltweit agierenden Spezial-Logistikunternehmen entwickelt.

HARDER logistics Geschäftsführer Marcello Danieli bedankte sich mit Blumensträußen bei seinen Mitarbeiterinnen Sandra Haggenmüller und Doris Ostenried für die Organisation der Ideenlabor-Veranstaltung.

OB Gerold Noerenberg dankte dem Freistaat Bayern, dass er sich des Themas Kreativwirtschaft annimmt. Die Auswirkungen der Digitalisierung seien zwar nicht absehbar, aber es sei eines der wichtigsten Themen unserer Zeit. Wenn man in 100 Jahren auf die jetzige Zeit zurückblickt, werde die Digitalisierung sicherlich als die zweite große industrielle Revolution eingestuft, nach der Industrialisierung im 19. Jahrhundert.

Dr. Andrea Niedzela-Schmutte vom Bayrischen Wirtschaftsministerium verwies darauf, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft in Bayern einen Umsatz in der gleichen Höhe wie die Automobilbranche erziele, München sei bei den wichtigsten Verlagsstandorten weltweit die Nummer 2 nach New York.

 

Netzwerken in der als Event Location hergerichteten Lagerhalle

 

Nach Grußworten von Gerd Stiefel, Vorsitzender des Club der Industrie, Dr. Rainer Seßner, Geschäftsführer Bayern Kreativ GmbH, und Dirk Kiefer, Leiter des Bayrischen Zentrums für Kultur- und Kreativwirtschaft, folgte der Vortag von Unternehmer Mike Fischer, der nach der Wende mit einer Fahrschule in Gera in die Selbständigkeit startete und von Beginn an einen sensationellen Umsatz erzielte. Das war auch nicht wirklich überraschend, denn zu DDR-Zeiten musste man acht Jahre warten, um den Führerschein zu machen. Das löste nach der Wende geradezu einen Ansturm auf die Fahrschulen aus.

Mike Fischer, Unternehmer und Vortragsredner

Allerdings kam schon bald die Erkenntnis, dass aufgrund des demografischen Wandels künftig drei von anfangs vier Kunden ausbleiben werden. Ziel war es also, Menschen von außerhalb nach Gera zu holen, damit sie dort den Führerschein machen: Die Idee eines Führerscheininternats war geboren. Mit einer Pizzeria im Erdgeschoss des Gebäudes, „denn die jungen Leute essen gerne Pizza und Pasta.“ Mittlerweile heißt das Fahrschulinternat Fischer-Academy und bildet das Kernstück des „Fischer-Dorfs“. „Das FischerDorf steht für Lebenslanges Lernen in familiärer Atmosphäre. Wir bieten Workshops, Buchlesungen, Reisevorträge, Interviews, Businessvorträge und Vorträge interessanter Persönlichkeiten“, so Unternehmer Mike Fischer.

Rund 180 Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung kamen zum Abendempfang bei HARDER logistics.

Möglich war dieses rasante Wachstum, weil Fischer viele kreative Ideen entwickelt hat und es schafft, seine Mitarbeiter so zu begeistern, dass sie diese mit ihm gemeinsam umsetzen. Dieser Funke der Begeisterung springt bei Fischers Vorträgen auch auf die Zuhörer über.

 

 

 

 

 

 

Artikel von www.top-magazin.de/ulm