Lebensart

Wellness in eigenen Pool

Corona hat unser Urlaubsverhalten nachhaltig verändert. Verreisen ist nicht mehr so selbstverständlich, wie es mal war. Eine schöne Alternative wäre ein eigener Pool im Garten. Der Trend dazu ist in jüngster Zeit mächtig gestiegen. top magazin verrät Ihnen, was es dabei alles zu beachten gilt und welche Unterschiede es zwischen den verschiedenen Varianten gibt.


Skimmerbecken

 

 

Fürs Urlaubs-Feeling im eigenen Garten setzen immer mehr Menschen auf einen eigenen Pool, um sich so den Badespaß direkt nach Hause zu holen. Das oftmals lästige Kofferpacken entfällt und die Liege direkt am Beckenrand ist einem auch sicher. Wenn´s draußen so richtig knackig heiß ist, gibt´s nichts Schöneres, als im kühlen Nass genüsslich ein paar Schwimmzüge zu machen und sich an-schließend an den Beckenrand zu lehnen, aufs Wasser und in den strahlendblauen Himmel zu schauen. Zuvor heißt es aber, sich intensiv mit der Poolplanung zu be-fassen, damit am Ende alles so passt wie gewünscht.

Eine wesentliche Grundvoraussetzung ist es zunächst mal, über ausreichend Platz zu verfügen. „Dabei muss nicht nur genügend Platz für den Pool, sondern auch für die Technik vorhanden sein“, gibt Peter Hartmann von der Pool+Home GmbH in Kirchheim/Teck zu bedenken. Außerdem zu beachten: Bei einem Volumen von bis zu 100 Kubikmeter sind die Schwimmbecken in der Regel genehmigungsfrei. Alles darüber hinaus muss geprüft und von der Gemeinde genehmigt werden.

Am Anfang des Projekts stehen immer eine ausführliche Beratung und Analyse, bei der es um Wünsche, Vorstellungen und Träume geht. Welcher Pool eignet sich am besten? Welche Form, Größe und Ausstattung sind gewünscht? Hierfür bedarf es selbstverständlich auch einer Analyse der Gegebenheiten vor Ort. Im nächsten Schritt geht es weiter mit der Planung und Gestaltung. „Im Optimalfall erhält der Bauherr das Angebot sowie die Komplettlösung und Umsetzung aus einer Hand, sodass er sich nicht um die Koordination und Organisation der einzelnen Gewerke kümmern muss“, sagt Peter Hartmann, dessen Unternehmen rund um Pools und Wellness-Oasen alles aus einer Hand bietet.

In Sachen Umsetzung kommt zum Bei-spiel dem Aushub und den Bodenvorbereitungen beziehungsweise den benötigten Strom- und Wasserleitungen große Bedeutung zu. Im letzten Schritt erfolgen die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme. Nicht außer Acht lassen sollte man nach der Abnahme des Projekts die Einweisung in die Technik sowie Fragen zur Nutzung, Pflege oder Reinigung der Anlage.

 

Edelstahlpool

Welche Arten von Schwimmbecken gibt es?

Eines vorweg: Bei der Größe gibt es kaum Grenzen. Was die Tiefe anbelangt, dürfen im Privatbereich laut einer Vorschrift 1,50 Meter nicht überschritten werden. Grundsätzlich unterscheidet man bei Schwimmbecken zwei Kategorien: Skimmerbecken und Überlaufbecken. Die beiden Begriffe beziehen sich auf die Art und Weise, wie das Wasser gereinigt wird.

Pool-Skimmer saugen Verunreinigungen auf der Wasseroberfläche ein und sorgen so für ein klares und sauberes Wasser. Der Skimmer versteht sich als Schnittstelle zwischen Schwimmbecken und Filteranlage, die wiederum aus Pumpe und Filterbehälter besteht. Durch die Einlaufdüsen wird dann sauberes Wasser wieder zurück ins Becken befördert. „Im Optimalfall baut man einen weiteren Skimmer auch als Boden- oder Wandablauf ein, so wird die Wasserqualität zusätzlich verbessert“, rät Peter Hartmann.

Beim Überlaufbecken fließt das Wasser gleichmäßig über den Beckenrand in die Überlaufrinne, anschließend in den Schwallwasserbehälter beziehungsweise in die Filteranlage und kommt gereinigt in das Schwimmbecken zurück. Die Einlaufdüsen befinden sich dabei am Boden oder alternativ an der Wand. Dadurch wird das Wasser im Becken permanent von unten nach oben bewegt. Das ist die perfekte Voraussetzung für ein sauberes Schwimmbadwasser und es entstehen keine Verschmutzungen an den Rändern.

In einem Überlaufbecken blickt man beim Schwimmen über die Poolkante hinaus in die Landschaft, bei Skimmerbecken hingegen behindert die Beckenwand die freie Sicht. Ein weiterer Vorteil des Überlaufpools ist das einfache Verlassen an allen Seiten. So können Kinder und ins Wasser gefallene Haustiere das Becken überall am Rand leicht verlassen.

 

Eine Frage des Materials

Je nach den Voraussetzungen und Gegebenheiten vor Ort werden beim Poolbau die unterschiedlichsten Materialien – von preiswert bis hochwertig ist hier alles dabei. So gibt es zum Beispiel Pools aus glasfaserverstärktem Kunststoff, kurz GFK genannt. Diese sind kostengünstig sowie leicht in der Reinigung und Pflege, können aber Osmose bekommen – das bedeutet, dass Feuchtigkeit in den Kunststoff eindringt. Besser sind hier Becken aus extrem lange haltbarem und beständigem Hightech-Polymer. Genauso empfehlenswert ist Hart-PVC, was sich sogar für Thermal, Sole- und Warmsprudelbecken eignet.
Selbstverständlich gibt es auch Edelstahlbecken – diese sind nicht nur sehr stylisch und nicht anfällig für Algen oder Pilzbildungen, sondern haben auch geringe Wartungs- und Pflegekosten und eine sehr lange Lebensdauer. Für die Anschaffung muss man allerdings tiefer in die Tasche greifen. Für eine ganz individuelle Becken- und Formgestaltung eignen sich Betonbecken. Sie lassen sich je nach Wunsch individualisieren, durch Mosaikplatten, Fliesen oder Naturstein. Die günstigste Variante ist ein Folienpool. Folie ist aber sehr anfällig und kann leicht reißen.

 

Überlaufbecken

Hochwertige Technik für Freude am Baden

Das Herzstück einer jeden Wasseraufbereitung bildet die Filtertechnik. Hierbei gilt der Leitsatz: je besser die physikalische Filtration von Verunreinigungen durch die Filteranlage, desto geringer der Einsatz von chemischen Desinfektionsmitteln. Zudem ist die Filteranlage für die Qualität des Wassers entscheidend. Auch das Filtermaterial im Filterbehälter macht letztlich den großen Unterschied, wie gut das Wasser tatsächlich gereinigt wird und sich keine Biofilme entwickeln. Dabei kann das Filter-material Sand, bei hochwertigeren Varianten Glas oder am besten ein sogenanntes AFM-Material sein. AFM steht für „Activated Filter Media“ und ist ein bioresistentes Filtermaterial aus grünem Glas. „Wir können jedem nur raten, sich in Bezug auf die Filteranlage sehr gut beraten zu lassen und hier nicht zu sparen“, sagt Peter Hartmann. Der Poolexperte weiß, wovon er spricht: Eine Investition in eine gute Filteranlage macht sich schnell bezahlt und man hat lange Freude beim Baden. Eine ungenügende Filteranlage dagegen verdirbt jedes Badevergnügen schnell und kann sogar zu einer richtigen Kostenfalle werden.

Ein weiterer Bestandteil bei der Technik im Schwimmbad-Bereich ist die Mess-, Regel- und Dosieranlage. Mit einem automatischen System werden alle Bereiche der Wasserpflege abgedeckt – von der pH-Regulierung bis hin zum kompletten Poolsteuerungssystem. Die Anlage über-nimmt dabei die bedarfsgerechte Dosierung der erforderlichen Pflegemittel und sorgt somit für kristallklares Wasser. Dem Sprung ins erfrischende Nass steht somit nichts mehr im Weg.

Artikel von www.top-magazin.de/stuttgart