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Cooler Jazz, legendäre Künstler und atemberaubende Stimmung

Bei der 26. Ausgabe der jazzopen stuttgart kamen an zehn Spieltagen rund 45.000 Besucher in den Genuss von über 40 Konzerten mit bewährten Altmeistern und vielversprechenden Newcomern. Das Festival, dessen Name wie schon in den Vorjahren nicht nur für Jazz, sondern auch für viele weitere Stile steht, war wie immer auch ein gesellschaftlicher Treffpunk für Musikfans.


 

Auf diesen Abend hatten sich viele Musikfans gefreut: Sting auf dem Schlossplatz. Schade, dass der ehemalige „The Police“-Frontmann seinen Auftritt krankheitsbedingt einen Tag davor absagen musste. Quasi über Nacht hat die Mannschaft um Opus-Geschäftsführer Jürgen Schlensog mit Emeli Sandé, Aloe Blacc und José James Ersatz gefunden. Und was für einen: Die drei faszinierten das zahlenmäßig leider deutlich geschrumpfte Publikum an diesem Abend mit einem gigantischen Soul-Konzert, das rückblickend zu den musikalischen Highlights des Festivals zählte.

Für Sting wäre es die Premiere bei den jazzopen gewesen, eine andere Premiere ging dafür wie geplant über die Bühne: Der vielfache Grammy-Preisträger Bob Dylan präsentierte sich in bester Verfassung mit kräftiger Stimme und wunderbaren Song-Arrangements, die ihm selbst mehrmals ein außergewöhnliches Lächeln abrangen. Einzigartig gestaltete sich auch die Performance von Superstar Christina Aguilera. Die Verwandlungskünstlerin aus New York beeindruckte mit einer spektakulären Bühnenshow nach bester US-amerikanischer Manier. Mit im Gepäck: die größten Hits aus 20 Jahren erfolgreicher Musikkarriere.

Nicht vergessen werden darf der Auftritt von Jamie Cullum, der mittlerweile schon zum sechsten Mal in Folge zu Gast in Stuttgart war und auch 2019 das Publikum begeisterte. Zum krönenden Abschluss der jazzopen konnte der Veranstalter Opus das Moka Efti Orchestra aus der TV-Serie „Babylon Berlin“ sowie Parov Stelar & Band auf die Bühne bringen. Insbesondere der österreichische Kaiser des Elektroswing gab mächtig Gas und sorgte mit furiosen Beats für Ekstase pur.

Auf der Bühne im Innenhof des Alten Schlosses sorgten Mnozil Brass, Bobby McFerrin, Chilly Gonzales, Chick Corea sowie Angelique Kidjo, Lizz Wright und Cécile McLorin Salvant mit „Sing The Truth“ für herausragende Jazz-Konzerte. Auf den Clubbühnen konnten vor allem Bill Evans, Judith Hill sowie die US-Formation Ghost Note überzeugen.

Festival-Auftakt war erneut die Verleihung der German Jazz Trophy im SpardaWelt Eventcenter. In diesem Jahr ging die Auszeichnung für das Lebenswerk an die US-amerikanische Jazz-Sängerin Dee Dee Bridgewater. Die Auszeichnung wird seit 2001 jährlich unter dem Motto „A Life for Jazz“ von der Stiftung Kunst und Kultur der Sparda-Bank Baden-Württemberg verliehen und ist mit 20.000 Euro dotiert.

Schon mal zum Vormerken: Die 27. jazzopen stuttgart finden vom 9. bis 19. Juli 2020 in Stuttgart statt. Der Vorverkauf für die Festivalpässe beginnt im September 2019.

 

Artikel von www.top-magazin.de/stuttgart