Genuss

Kurioses rund ums Eis

Was ist schöner, als sich bei heißen Temperaturen im Sommer ein leckeres Eis zu gönnen! Doch Eis ist nicht gleich Eis. Es gibt viele interessante und skurrile Fakten, die man über die liebste Schleckerei der Deutschen wissen sollte. Wir haben einige davon für Sie gesammelt.


Eis ist nicht gleich Eis

Wer hat‘s erfunden?

Die Italiener sind ja bekannt für gutes Essen. Darum denken die meisten wohl auch an „Bella Italia“, wenn es um die Herkunft der liebsten Nascherei der Deutschen geht. Aber weit gefehlt: Tiramisu, Amarena, Stracciatella – hört sich zwar alles italienisch an, erfunden haben das Speiseeis aber vermutlich die Chinesen. Denn vor mehreren tausend Jahren ließen dort bereits die Herrscher große Eislager anlegen. Von dort aus fand es dann den Weg nach Italien, denn die römischen Kaiser ließen sich Schnee und Eis durch Schnellläufer vom Apennin hinunterbringen. Gemischt wurde es mit Früchten, Honig oder Rosenwasser.

Woher kommt der Begriff „Eisdiele“?

Die Bezeichnung „Eisdiele“ hat einen überaus pragmatischen Hintergrund: Im 19. Jahrhundert verkauften anfangs viele der eingewanderten italienischen Händler ihr Eis aus einem Wagen oder aus dem Fenster ihrer Wohnung heraus. Damit die Kunden besser an die Verkaufsöffnung kamen, legten die Verkäufer ihnen Dielenbretter unter die Füße. Die „Eisdiele“ war geboren.

Die Eisdiele mit der größten Auswahl der Welt

In Merida in Venezuela ist Luxus eigentlich eine Seltenheit. Trotzdem gibt es dort die Eisdiele „Heladería Coromoto“ mit der, laut „Guinness-Buch der Rekorde“, größten Eisauswahl der Welt. Zwischen ganzen 870 Geschmacksrichtungen kann man wählen, darunter so ausgefallene Kreationen wie Forelle und Knoblauch.

Die beliebtesten Eissorten in Deutschland

Seit Jahren rangiert das Vanilleeis hierzulande auf Platz 1 der beliebtesten Eissorten. Dicht gefolgt vom Schokoladeneis auf Platz 2 und Platz 3 belegt die Geschmacksrichtung Erdbeere. Hinter die drei Klassiker reihen sich Stracciatella, Joghurt, Latte Macchiato und Zitrone ein.

Ode an das Vanille-Eis

Doch nicht nur bei uns in Deutschland ist das Vanilleeis mit Abstand die beliebteste Sorte, auch die Amerikaner lieben es über alles. Und darum haben sie der kalten Schleckerei auch einen eigenen Tag gewidmet: Am 23. Juli ist „National Vanilla Ice Day“.

Exotische und ausgefallene Geschmacksrichtungen

Bereits seit Jahren erfreuen sich hierzulande und auch andernorts exotische Eissorten wie Karamell mit Salz, Wassermelone und Pfirsich mit Proseccosorbet oder Weinbergpfirsichsorbet mit Champagner immer größerer Beliebtheit. In den nächsten Jahren wollen die Hersteller weitere neue kulinarische Trends setzen. Dazu gehören Kreationen wie etwa Pfirsich mit Lavendel, Schokolade mit Chili oder Birne mit Parmesan. Aber auch seltsam anmutende Sorten wie Eis mit Spinat-, Weiß-wurst-, Bier- oder Dönergeschmack soll es künftig geben. Dazu berücksichtigen die Hersteller immer mehr die Wünsche von Veganern und Menschen mit Allergien.

Wieviel Eis essen die Deutschen?

Laut Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie gönnt sich jeder Deutsche durchschnittlich rund 7,9 Liter im Jahr. Die meisten von uns schlecken ihr Eis am liebsten, aber auch „Löffeln“ und „Beißen“ sind sehr beliebt. Dann gibt es da noch die „Wühler“, die das Eis solange im Becher verrühren, bis es cremig wird.

Muttermilch-Eis

Ja, Sie haben richtig gelesen: Muttermilch – auch das war schon im Speiseeis. In einem Londoner Eiscafé war die Sorte mit dem Namen „Baby Gaga“ im Jahr 2011 nach nur einer Woche ausverkauft. Sie war mit Muttermilch, statt mit normaler Milch gemacht, was enorm viele Menschen zum Probieren anlockte. Die britischen Behörden ließen das Eis allerdings wieder verbieten.

Was ist der Unterschied zwischen Milcheis und Eiscreme?

Laut Verordnung müssen 70 Prozent Milch enthalten sein, dann darf sich Eis „Milcheis” nennen. Anders sieht es bei der Eiscreme aus: Diese Bezeichnung dürfen Eishersteller schon verwenden, wenn das Produkt einen Milchfett-Anteil von nur mindestens 10 Prozent hat.

Artikel von www.top-magazin.de/stuttgart