Society

Hut & Hufe – Die Pferderennsaison startet auf der Krefelder Rennbahn mit dem Ladies Day

Das Wetter war an diesem 17. März im Aprilmodus unterwegs. Morgens sah es noch nicht nach Sonntagswetter aus. Dunkle Wolken ergossen sich tränenreich über den Niederrhein. Doch je mehr der Zeiger der Uhr gen 10.30 Uhr tickte, je schneller schoben sich d


Eine frische Brise und Temperaturen im einstelligen Bereich waren der Entscheidungsfindung der Frau an diesem Morgen nicht zuträglich, schließlich musste sie ihre Garderobe für den Tag wählen. Hut – ja, der war ein „Must have“. Aber was trägt sie bitteschön dazu? Die erprobte Renntagsfrau weiß sich natürlich zu helfen. Und auf dem Ladies Day zeigt sich, wer Hut gut kombiniert. Während die Jockeys ihre Pferde startklar machten, brachten sich vornehmlich die Damen auf der Galerie der Rennbahn in Position.

 

Mode – Schmuck und Pole Dance

Nachdem Jan A. Schreurs, Präsident des Krefelder Rennclubs, die Gäste herzlich begrüßte, ging es auch schon gleich zu den Sachen, nein an die Stange! Alina Gorbatschow eröffnete die Moden-Schmuckschau der Modedesignerin Andrea Hitschler und der Gold- und Silberschmiedemeisterin Dagmar Fahnler mit einer akrobatisch ästhetischen Pole-Dance-Einlage. Kraftvoll, elegant und sicher bewegte sich die Akteurin figurbetont und anmutig.

Mehr Stoff brachten im Anschluss die Models auf den Laufsteg. Betont dunkle Töne zum Winterabschluss dominierten die Schau. Bewusst luftig, dezent extravagant und ein Spiel mit den Materialen – Andrea Hitschler kombiniert Seidenstoffe zu Wildleder, Federn auf Wolle oder kuscheligen Pelz zu sportlichen Jeans. Mal oversized, mal businesslike, mal elegant, mal casual. Das hat was – das findet viel Zuspruch!

Dagmar Fahnler gibt ihren Schmuckkreationen viel Freiraum und platziert sie auf den in schwarz gekleideten Models auffällig unaufdringlich. Aber auf jeden Fall unübersehbar. Ein echter Hingucker! Ob matt, oder glänzend, Gold oder Silber, geflochten, gedreht, mit Perlen oder mit Steinen – selbst Manschettenknöpfe passieren den Laufsteg mit viel Applaus.
Die Sponsoren des Renntags wussten, wie sie die Damen vom Wetter ablenken. Zum Zuprosten prickelte der Rosé von Fürst von Metternich im Glas während die Häppchen von Edeka Kempken gereicht wurden. Liebhaber von Zentis freuten sich über eine süße Zugabe.

 

Hutwetter und Buchwetten

Die Preisträgerin der diesjährigen Hutprämiere, Susanne von der Linde-Rochow, trotzte dem Wetter farbenfroh und überzeugte damit Jury. Ihre Stimmung signalisierte: „Jetzt muss es Frühling werden!“ Dem strahlenden sonnengelben Kleid setzte die in der Modebranche kreative Krefelderin den perfekten selbstkreierten Hut auf. Üppige Blumen zierten den Kopfschmuck – das perfekte Outfit für den Renntag! Die Zweitplatzierte, Christel Drumm aus Kamp-Lintfort, wählte ihr Outfit passend zum Wetter und zeigte, wie gut Frau Gummistiefel mit Hut kombinieren kann. Die dritte Dame im Bunde, Andrea Tischelkamp, bevorzugte den Klassiker in schwarz-weiß-kariert. Die süße Henriette aus Mülheim an der Ruhr wurde mit ihren drei Jahren zum perfekte Nachwuchs-Kinder-Hut-Model 2019 gekürt.

Die wetthungrigen Rennsportfreunde zockten bereits ab 10.30 Uhr zum ersten Rennen gemeinsam mit den Franzosen; denn an diesem Renntag wurden die Rennen nach Frankreich übertragen. Dort konnte an gut 10.000 Annahmestellen in den verschiedensten Kategorien der Rennen gewettet werden. Besonderes Highlight für Krefeld war das als Pro Hindernisrennen gekennzeichnete Jagdrennen über eine Distanz von 3.500 Metern. Zur Freude von Jerzy Sawka, Direktor des polnischen Rennclubs in Breslau, der auf Einladung des Krefelder Rennclubs auch gleich zwei Pferde am Start hatte, die mit Inferna zum Sieg und mit Arizona Ranger auf Platz drei mehr als erfolgreich den Sonntag krönten.

Artikel von www.top-magazin.de/niederrhein