Wirtschaft

Schnell, frisch, grün Picnic flitzt auf Erfolgsspur

Ob Düsseldorf, Kaarst, Meerbusch, Neuss, Mönchengladbach oder jetzt auch Krefeld: Der Online-Supermarkt „Picnic“ startet kräftig durch am Niederrhein.


 

Wie schön und bequem ist das denn: Innerhalb weniger Minuten ist die komplette Einkaufsliste im virtuellen Supermarkt abgewickelt. Binnen 24 Stunden ist die Markenware ohne Aufpreis für die Lieferung an der Haus- oder Wohnungstür. Der Online-Supermarkt „Picnic“ macht es möglich – jetzt auch in Krefeld.

Vom Mies-van-der-Rohe-Business-Park an der Girmesgath aus starten regelmäßig 15 Lieferfahrzeuge zu ihren Kunden. Dabei sind die Lieferwagen kaum zu übersehen, die extra schmalen Fahrzeuge fallen auf im Straßenbild. Und sind dabei auch noch ganz schön leise, denn sie werden elektrisch betrieben. Ein weiterer Aspekt der Nachhaltigkeit, der prima in das Gesamtkonzept von Picnic passt. „Von dem, was ein Bäcker an einem Tag produziert, landen am Ende nicht selten 20 Prozent oder mehr im Müll, weil der Verkauf nicht vorhersehbar ist. Laut WWF werden jährlich etwa acht Millionen Tonnen Lebensmittel über die Lieferkette weggeworfen“, weiß Manuel Stellmann, der wie Frederic Knaudt und Arthur Oesterle zum Gründer-Trio des Start-ups aus Neuss gehört. „Wir von Picnic aber bestellen von unseren Zulieferern nur, was der Kunde bestellt.“

Ab 22 Uhr, dem Ende der Bestellfrist per Picnic-App, werden die Aufträge konsolidiert und bei verschiedenen Lieferanten in Auftrag gegeben. Nachdem sie am nächsten Morgen im 10.000 Quadratmeter großen Zentrallager in Viersen eingetroffen sind, geht es von dort aus zu den „Hubs“, wie die Umschlagplätze bei Picnic genannt werden und wofür in Krefeld der Mies-van-der-Rohe-Business-Park gewählt wurde. So gelangt die Bestellung schnell und frisch bei den Krefelder Kunden.

Die Idee für den Online-Supermarkt hatten Frederic Knaudt, Manuel Stellmann und Arthur Oesterle vor rund drei Jahren. Schließlich ist es doch so: Rein statistisch gesehen, verbringt jeder Mensch rund zwanzig Tage im Jahr im Supermarkt. Das kann man auch digital lösen. Also entstand der Online-Lieferservice Picnic und ebenso schnell die einfach zu bedienende Handy-App dazu – von der Aufgabe bis zur Verfolgung der Bestellung auf dem Smartphone. Picnic bietet seinen Kunden, sie sich nur einmal registrieren müssen, ein volles Sortiment an Lebensmitteln und Drogerieartikeln, weit mehr als 1.000 Marken namhafter Hersteller. Edeka Rhein-Ruhr gehört zu den zu den Zulieferern, aber auch regionale Bauernhöfe, Bäckereien und Metzgereien. Der Mindestbestellwert liegt bei 25 Euro.
„Aus Krefeld hatten wir besonders viele Anfragen. Da ist es gut, dass wir zuvor in Neuss und Mönchengladbach viel Erfahrung gesammelt haben. So können wir jetzt, eben auch in Krefeld, unseren Service noch besser an die Kundenbedürfnisse anpassen … das gilt natürlich auch für weitere Hub-Standorte in Deutschland”, erklärt Frederic Knaudt.

Nachhaltigkeit ist Picnic sehr wichtig: Durch die exakte Beschaffung von bestellten Produktmengen werden Lebensmittelabfälle vermieden. Die verwendeten Einkaufstüten aus Zuckerrohr sowie Pfandflaschen nehmen die Picnic-Runner wieder zurück. Schon jetzt nutzen mehrere tausend Kunden den Service. Von 18 bis 78 Jahren ist jedes Alter vertreten. Und noch eine beeindruckende Zahl liefert Frederic Knaudt: „Aktuell haben rund 90 Prozent der Picnic-Kunden noch nie zuvor online Lebensmittel eingekauft.“ Was den Erfolg des Start-Ups Picnic beispiellos macht.

Artikel von www.top-magazin.de/niederrhein