Kultur

Premieren-Zeit am Theater Krefeld Mönchengladbach

Soeben hat sich am Theater Krefeld Mönchengladbach der Vorhang für die neue Saison geöffnet. Hier erfahren Sie, welche Highlights in den kommenden Monaten an beiden Spielstätten geboten werden.


Mit einer ganz besonderen Interpretation von Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ startete das Theater Krefeld in die neue Spielzeit: Regisseur Kobie van Rensburg arbeitet dafür erneut mit der Blue-Screen-Technik, die dem Publikum am Niederrhein schon viele aufsehenerregende High-Tech-Inszenierungen mit ungewöhnlichen visuellen Effekten beschert hat, zuletzt Rossinis „Der Barbier von Sevilla“.

 

Tragödie „Antigone“ am 29. September

Als erste Schauspielpremiere auf der Großen Bühne ist am 29. September Sophokles‘ Tragödie „Antigone“ zu erleben. Nach Inszenierungen wie „König Ödipus“ und der „Orestie“ kann und wird Schauspieldirektor Matthias Gehrt erneut seine Vorliebe für antike Tragödien ausspielen. Werke, die auch nach mehr als 2000 Jahren noch den Nerv der Zuschauer treffen, weil sie die großen, ewig gültigen Themen der Menschheit behandeln: die Fragen nach Schuld und Sühne, Recht und Unrecht, nach Legitimation, menschlicher Fehlbarkeit und dem Ringen um Selbsterkenntnis.

 

Ballett „Souvenirs aus West und Ost“ am 20. Oktober

Die erste Ballettpremiere der neuen Spielzeit findet am 20. Oktober statt: Ballettdirektor Robert North nennt seinen neuen Abend „Souvenirs aus West und Ost“ und hat darin viele eigene Erinnerungen auf witzige, lebensfrohe, poetische oder nachdenkliche Weise in Choreografien umgesetzt. So fließen unter anderem seine biografischen Stationen im Moskau und St. Petersburg der 1990er-Jahre ein, einer hoffnungsvollen Zeit des Aufbruchs. Insgesamt zeigt die Compagnie von Robert North 2018/19 sechs Ballettpremieren.

 

Zu den Premieren in Krefeld gehören:

 

28. September: „Schwester von“ von Lot Vekemans

29. September: „Antigone“, Tragödie von Sophokles
13. Oktober: „Die Faschingsfee“, Operette von Emmerich Kálmán

20. Oktober: „Souvenirs aus West und Ost“, Ballettabend von Robert North

 

„Monty Python’s Spamalot“ in MG

In Krefeld war „Monty Python’s Spamalot“ der absolute Kassenschlager, in der neuen Spielzeit kommt das Erfolgsmusical nach dem Kultfilm „Die Ritter der Kokosnuss“ auch nach Mönchengladbach. Die schrulligen Ritter, die König Artus (Adrian Linke) um sich versammelt hat, machen sich ab dem 6. Oktober auf die Suche nach dem heiligen Gral – mit viel Live-Musik und Tanz!
Für die Spielzeiteröffnung in Mönchengladbach hatte sich das Schauspiel ein Mammutprojekt vorgenommen: Am 15. September feierte Michail Bulgakows „Der Meister und Margarita“ Premiere. Dafür hatte Schauspieldirektor Matthias Gehrt seinem Ensemble mehr Proben als sonst eingeräumt – schließlich ist die Arbeit an diesem Riesenwerk äußerst umfangreich. „Von der Unterbühne bis zum Bühnenturm wird da alles eingesetzt“, machte der Schauspieldirektor die Dimension des Projekts deutlich. Insgesamt kann sich das Publikum im Theater Mönchengladbach in der neuen Saison auf zehn Schauspielpremieren und zahlreiche Wiederaufnahmen freuen – darunter auch die beliebte Fußball-Revue „Wir sind Borussia“ ab Januar 2019.

 

Ballett, Boléro, Begeisterung

Das Ballett startete in Mönchengladbach am 22. September mit einem dreiteiligen Abend unter dem Titel „Nachtvariationen (UA)/Für meine Tochter/Boléro“. Ausgehend vom Thema der Goldberg-Variationen von J. S. Bach komponierte André Parfenov einen eigenen Zyklus von Klaviervariationen, zu dem Ballettdirektor Robert North seine neue Choreografie „Nachtvariationen“ über Traumerlebnisse eines jungen Mannes kreierte. Mit der Choreografie „Für meine Tochter“ widmete sich Robert North dem Komponisten Léoš Janáček, der einen furchtbaren Schicksalsschlag verkraften musste: den Tod seiner 21-jährigen Tochter Olga. Auf berührende Weise ließ der Choreograf die Erinnerungen an das Mädchen im Tanz aufleben. Robert Norths tänzerische Interpretation des „Boléro“ von Maurice Ravel führte erneut zu wahren Begeisterungsstürmen.

 

Die Arie der Ophelia ist ein Bravourstück für eine Koloratursopranistin – und in Mönchengladbach ab dem 24. November in Ambroise Thomas‘ Oper „Hamlet“ zu hören. Es ist die erste Musiktheaterpremiere der neuen Saison. Regisseurin Helen Malkowsky hat die packende Tragödie um den zweifelnden Dänenprinz (Rafael Bruck) und die wahnsinnigliebende Ophelia (Sophie Witte) als Mischung aus Londoner Globe und französischer Grand Opéra inszeniert.

 

Die nächsten Premieren in Mönchengladbach:

 

6. Oktober: „Monty Pythons’s Spamalot”, Musical von John Du Prez und Eric Idle

24. November: „Hamlet“, Oper von Ambroise Thomas

1. Dezember: „Otello darf nicht platzen“, Musical von Peter Sham und Brad Carroll

 

Artikel von www.top-magazin.de/niederrhein