Lifestyle

LAND ROVER EXPERIENCE CENTER

Entdecke neue mobile Wege – trau dich, dein Discovery wartet nur darauf.


Das ist doch mal Chefsache! Voranschreiten, Mut beweisen und neue Möglichkeiten erfahren. Jenseits vom Niederrhein, aber noch weit weg von Afrika hat sich ein Steinbruch nahe Wülfrath zu einem hervorragenden Testgelände etabliert, in dem sich der britische Automobilhersteller Land Rover mit seinen Geländewagen so richtig austoben kann. Ein Areal, das zum Testen und als Schulung für Profis, sowie für Firmenevents, für Filmcrews und natürlich für Land-Rover-Fahrer einem Eldorado gleicht.

Weltweit unterhalten die Briten 50 Land Rover Experience Center, das einzige deutsche befindet sich bei Wülfrath. Dort haben wir einen Tag lang im Auftrag des Top Magazins Niederrhein das Gelände durchquert, Steigungen erklommen, den Discovery verstaubt, mit Matsch nicht nur gekleckert, reichlich Gummi auf dem Asphalt und natürlich auch unsere Spuren im Sand hinterlassen. Auf 120.000 Quadratmetern lauern über 60 anspruchsvolle Hindernisse und Herausforderungen. Hier werden Mensch und Maschine einander näher gebracht. Vertrauen – zum Off-Road-Instructor auf dem Beifahrersitz und Vertrauen in die Technik – das sind zwei große „V“, ohne die man als Neuling erst gar nicht auf das Gelände fahren sollte. An einem Freitag kurz vor 10 Uhr verlasse ich die Zivilisation und biege rechts ab, auf das mit kleinem Schild gekennzeichneten Gelände „Land Rover Experience“ vor dem Ortschild Wülfrath. Schotterpiste – „Gefällt mir“ – denke ich. Die Einfahrt erinnert eher an ein Filmgelände für Jurassic Park. Zum Glück bin ich mit einem SUV unterwegs, der die ersten Unebenheiten sportlich meistert. Beinahe unscheinbar inmitten des Stein-bruchareals erblicke ich das Center-Gebäude der Instructor. Davor parken zahlreiche Off-Road-Taxi. Während sich die Sonne an diesem Tag nur zögerlich zeigt, bin ich hellwach und voller Tatendrang auf Erlebnissuche und stürme regelrecht die Zentrale. Dort erwartet mich mit entspannter Gelassenheit eines Routiniers der Lead-Instructor Alex. Natürlich stellt sich Frau nicht allein solch einem Abenteuer – an meiner Seite habe ich mutige weibliche Verstärkung – als zweite Testpilotin will ich mit Top-Magazin-Leserin Melanie schließlich die heutigen Erfahrungen teilen. Geteiltes Leid ist schließlich halbes Leid. 😉 Mit ein paar Minuten Verspätung trudelt unser Fotograf Thomas ein. Mit Respekt vor diesem Auftrag hat er seine Tochter als moralische Unterstützung mitgebracht.

Was erwartet uns?

Es ist wie mit fast allem: Vor dem Spaß kommt die Theorie! Pauken zum Glück nicht. Aber Augen und Ohren auf, wenn Instructor Alex durch das Menü der Theorie führt. Ist schon krass, was so ein Geländewagen heute alles hat und was er verspricht, alles zu können. Beruhigend empfand ich die Erläuterung, dass alles, was das Auto zum „Überleben“ braucht, nicht im Boden der Karosserie verbaut wurde, sondern praktischerweise höher liegt. Also, wer – wofür diese Landfahrzeuge schließlich entwickelt wurden – damit im Gelände unterwegs ist, muss nicht gleich zittern, wenn es bei einer Unebenheit unter den Füßen kratzt und knackt oder gar feucht werden sollte. Ölwanne und Co. liegen höher. Sehr interessant wird es für uns Stadtmenschen in puncto Getriebe – Übersetzung/Differenzial, wie es wann arbeitet und warum und vor allem bei der Erläuterung der ganzen Symbolik, die im Display vorhanden ist und gekonnt bedient werden möchte, wenn der Weg als solcher nicht mehr zu erkennen ist.

„Felsenkriechen“, „Schlamm-Spurrillen“, „Gras-Schotter-Schnee“, „Sand“

Wir sind theoretisch bereit – jetzt kommt die Praxis. Schnell noch ein Foto mit dem dezent gelabelten Champagner Sport Utility Vehicle – Mädchen eben! Unser SUV ist ein Dicovery Sport. Der Innenraum ist sehr geräumig. Platz satt hat unser Team von fünf Personen, einschließlich des sperrigen Kamera-Equipments. Bequem wird der Sitz elektronisch positioniert und schon geht es los! Mit 290 PS, die wir noch an geeigneter Stelle lieben werden, einem Surround-Kamerasystem – ohne das ich garantiert die Vollkasko in Anspruch hätte nehmen müssen, dem Terrain Response System, das einfach unschlagbar ist, und jeder Menge technische Finessen! Aber ganz anders als auf der Straße, geht es im Gelände abseits ebener und fester Untergründe nicht um Schnelligkeit. Geschicklichkeit und Achtsamkeit sind gefragt. Schon nach wenigen Metern stehen wir vor einem Hügel mit steilem Neigungswinkel, schmierigem, teils losem und unebenen Untergrund. „Da müssen wir jetzt rauf!“, sagt Alex. Was tun? Zum Glück ist der Instructor zur Stelle. Erst mal auf „D 2“ und „Gras-Schotter-Schnee“ schalten, tief Luft holen und geschmeidig das Gaspedal durchtreten.

Adrenalin – das ist Doping für die Sinne

Keine Angst, vor niemandem! Wir erklimmen mühelos diesen ersten 75%-Anstieg. Oben angekommen, scharfe Rechtskurve. Wendig wie eine Katze dreht der fast 4,6 Meter lange Discovery elegant in die Steilwand. Neigungswinkel 34 Grad – kein Problem. Vielleicht sollte man bei diesem Gelände kein offenes Getränk im Halter haben, aber darüber hinaus lässt sich der Radius unter Anweisung fantastisch einfach durchfahren. Vorsicht Wasser – auch das durchfahren wir locker easy going – bis 60 Zentimeter Wassertiefe gleicht der Discovery zwar einem Amphibienfahrzeug, der Innenraum bleibt aber trocken, ebenso alles Wichtige im Motorraum. Während wir im Übungsbecken an sich nicht störend wachsenden Schilfpflanzen vorbeimanövrieren, lächelt Alex schon und weist auf die nächste Hürde. Treppensteigen! Ja, das kann man auch im Automobil. Stufe für Stufe klettert der gewichtige 1,8-Tonner empor, um sodann natürlich auch wieder elegant hinabzusteigen. Atemberaubend ist eine weitere Bergab-Passage, deren Schild selbst Fußgänger warnt. 110%-Gefälle! Alles, was man an der Klippe durch die Windschutzscheibe sieht, ist Horizont. Kein Weg, kein Boden, einfach nix! Da heißt es, erst mal raus und die Lage vor Ort checken. Es geht schließlich auch um die Sicherheit. Der Blick in den Abgrund lässt meinen Magen kribbeln. Man kann es mit einer Flugschanze beim Skispringen vergleichen. Wer schon mal am Schanzentisch gestanden hat, weiß, was ich meine. Also wieder Platz nehmen, festhalten und …. die Bergabfahrhilfe aktivieren! Eine wunderbare Funktion. Jetzt heißt es nämlich, runter vom Gas und runter von der Bremse. Die Füße haben für diese Aktion nichts an den Pedalen zu suchen. Die Technik regelt alles! Und wir stürzen in die Tiefe und jauchzen vor Freude. Das ist besser als jede Achterbahnfahrt auf der Kirmes!
Nachdem unser Körper reichlich Dopamin ausgeschüttet hat, sind wir (also mindestens alle vier Insassen – Alex kennt dieses Gefühl ja beinahe täglich) völlig aus dem Häuschen.

Komme was wolle – wir sind bereit!

Der Alex hat auch schon das nächste geeignete Terrain ausgemacht. Über Stock und Stein, durch kniehohen Moder, über Wurzelwerk, entlang an Felswänden, teils in Millimeterarbeit. Jetzt muss der Fotograf draußen bleiben. Das Spektakel will er Outdoor erleben und in Bildern festhalten. Der Discovery wühlt sich durch den Schlamm, drinnen wird uns ganz heiß, wir drohen im Moder zu versinken. Dann ein mutiger Ruck, ein Blick in die Kamera und eine kräftige Lenkbewegung – geschafft. Zum Glück nicht stecken geblieben! Jetzt rocken wir das Gelände. Doch alles hat ein Ende – so auch dieser geniale Tag – leider!

Fazit!

Für all jene geeignet, die Autofahren lieben, abseits der Wege Extremes ausprobieren, Off-Road einfach mal Fahrspaß erleben wollen und natürlich für all jene, die mit einem Land Rover auf echte Safari fahren wollen. Im Land Rover Experience Center werden Mann und Frau bestens geschult und das gleich vor unserer Haustür.

Ein herzliches Dankeschön an Alex-ander Augstein – Lead Instructor bei Land Rover Experience!

 

Artikel von www.top-magazin.de/niederrhein