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Gesundheit

medicoreha bringt die Fohlen auf Trab

Borussia Mönchengladbach macht sich bereit: In der kommenden Saison wird die Fohlenelf wieder in drei Wettbewerben vertreten sein. Um auf höchstem Niveau (mit)spielen zu können und der hohen körperlichen Belastung gerecht zu werden, kümmert sich ein großes Team von Trainern, Physiotherapeuten und Ärzten um die Gesundheit der Spieler.


Fohlen setzen auf gesunde medicoreha

Noch während in Frankreich der EM-Ball rollt(e) und einige Borussen für ihre Nationalteams am Ball waren, nahmen ihre Profi-Kollegen von Borussia Mönchengladbach die Vorbereitung auf die Saison 2016/17 auf. Die Spieler dürften froh sein, dass es endlich wieder losgeht. Denn eineinhalb Monate Sommerpause sind irgendwann einfach genug.

Vor der ersten Ballberührung kommt der Laktattest

medicoreha: Für den Laktattest, der viel über den Fitnesszustand der Spieler aussagt, wird etwas Blut aus dem Ohrläppchen entnommen.

Für den Laktattest, der viel über den Fitnesszustand der Spieler aussagt, wird etwas Blut aus dem Ohrläppchen entnommen.

Bevor die Akteure aber wieder mit dem Ball arbeiten dürfen, müssen sie sich noch einem Termin stellen, der nur bei den wenigsten wirkliche Begeisterung auslöst: der Laktattest. Einen halben Tag lang stehen für die Fohlenelf dann verschiedene Laufeinheiten auf dem Programm, die Aufschluss über die Fitnesswerte der Elf von Trainer André Schubert bringen sollen. Beim Lakattest wird die Bildung von Milchsäure und deren Anhäufung im Blut gemessen. Anhand einer Laktat Leistungskurve lässt sich die individuelle Ausdauerleistungsfähigkeit ablesen. Was für die Spieler eher nach Anstrengung klingt, ist für die medizinische Abteilung des VfL hoch spannend. Auch für sie ist der Laktattest der Startschuss in die neue Spielzeit, denn die ermittelten Werte stellen die Grundlage für ihre Arbeit dar. Auf deren Basis wird in den kommenden Wochen dann intensiv gearbeitet, damit auch in der neuen Saison wieder möglichst viele Spieler verletzungsfrei bleiben.

Achtköpfiges Team kümmert sich um die Profis

Um der gestiegenen Belastung aus drei Wettbewerben – Bundesliga, DFB- und Europapokal – gerecht zu werden, umfasst die medizinische Abteilung des VfL gleich acht, fest dem Team zugeteilte Personen, die in verschiedenen Funktionen für die Gesundheit und Fitness der Spieler verantwortlich sind. Tagtäglich auf dem Trainingsplatz stehen fünf von ihnen: Klaus Luisser, Andreas Bluhm, Dirk Müller, Adam Szordykowski und Benedikt Bohnen. Während sich Luisser um den Bereich Athletik und Verletzungsprävention kümmert, arbeitet Ex-Profi Bluhm als Reha-Trainer mit verletzten Spielern zusammen und unterstützt diese auf ihrem Weg zum Comeback. Müller, Szordykowski und Bohnen sind Gladbachs Physiotherapeuten. „Wir arbeiten schon eine ganze Weile zusammen und haben uns dementsprechend gut aufgeteilt. Jeder hat seinen Aufgabenbereich“, sagt Müller. Er behandelt die Spieler, die nicht mit auf den Trainingsplatz können oder eine Einheit abbrechen müssen. Szordykowski und Bohnen gehen in der Regel mit auf den Platz und sind die Ersten, die medizinisch eingreifen können, sobald im Trainingsbetrieb irgendetwas passiert.

Intensiver Austausch zwischen Ärzten, Trainern und Physios Und passiert ist bei Möchengladbach lange Zeit auffallend wenig – auch wenn man in der vergangenen Saison mit den Langzeitverletzungen von Spielern wie Patrick Herrmann oder André Hahn etwas Pech hatte. „In den Spielzeiten davor zählten wir immer zu den Mannschaften, die am wenigsten verletzte Spieler hatten“, so Müller. „Das ist ein Stück weit Glück, lässt sich durch unsere Arbeit aber auch zu einem großen Teil beeinflussen.“ Dazu gehören präventives Training und die richtige Dosierung, aber auch eine gesunde Ernährung, intensive Pflege und Regenerationszeiten. Und wenn doch ein Spieler verletzt ausfällt, arbeiten Physiotherapeuten unentwegt daran, den Spieler so schnell wie möglich wieder fit zu bekommen. Wichtig ist dabei vor allem der intensive Austausch mit den drei Mannschaftsärzten.

Optimale medizinische Betreuung ist unabdingbar

medicoreha: Zwei von drei VfL-Mannschaftsärzten: Internist Heribert Ditzel und Orthopäde Stefan Hertl.

Zwei von drei VfL-Mannschaftsärzten: Internist Heribert Ditzel und Orthopäde Stefan Hertl.

In Stefan Hertl (Orthopäde/Praxis in Mönchengladbach-Zentrum), Heribert Ditzel (Internist/Praxis in Mönchengladbach-Rheindahlen) und Stefan Porten (Orthopäde/Oberarzt im St. Augustinus Krankenhaus in Düren) arbeitet der VfL mit drei Ärzten zusammen. Sie stehen bei Spielen der Fohlenelf bereit, um bei Verletzungen sofort reagieren zu können, unterstützen Langzeitverletzte bei ihrer Wiedergenesung oder führen medizinische Checks von Neuverpflichtungen durch. „Das Zusammenspiel unserer Spezialtrainer, Physiotherapeuten und Mannschaftsärzte klappt hervorragend. Auch die Spieler sind hoch zufrieden damit“, sagt VfL-Teammanager Steffen Korell. „Fußball wird immer laufintensiver, und wir haben immer mehr Spiele zu absolvieren. Da ist eine optimale medizinische Betreuung unabdingbar.“

medicoreha ist der Partner im BORUSSIA-PARK

Dass das beim VfL so gut funktioniert, hängt auch unmittelbar mit der medicoreha Borussia Mönchengladbach Sportrehabilitation GmbH zusammen, die seit 2005 direkt im BORUSSIA-PARK untergebracht ist. Nicht nur die drei Physiotherapeuten der Lizenzmannschaft sowie Reha-Trainer Bluhm sind Teil der medicoreha, sondern auch viele weitere Therapeuten, das Nachwuchsteams von Mönchengladbach betreuen. Darüber hinaus können aber auch Privatpersonen die Einrichtung nutzen – die ihrerseits von der Arbeit mit den VfL-Profis profitieren. „Die Konzepte, die wir in der Behandlung mit den Spitzensportlern erarbeiten, werden im Rahmen der Versorgung aller Patienten auf die medicoreha-Gruppe übertragen“, erklärt Dieter Welsink, Inhaber der medicoreha und selbst Physiotherapeut und Sportwissenschaftler. Von Prävention bis Rehabilitation bietet die medicoreha zahlreiche individuelle Behandlungsmöglichkeiten, die der Wiederherstellung und Erhaltung der Gesundheit der Patienten dienen. „Die Spieler unserer Profimannschaft werden, bei Bedarf, auch immer wieder mal von weiteren Therapeuten der medicoreha behandelt, die eigentlich nicht direkt unserem Team zugeteilt sind“, sagt Teammanager Korell. „Der Übergang klappt dann reibungslos, die Therapeuten und Trainer leisten fantastische Arbeit. Insgesamt haben wir dadurch eine sehr gesunde Mischung gefunden.“

Artikel von www.top-magazin.de/niederrhein