Lebensart

Schützenkönig Bruno Weyand mit Königin Karin

20 Jahre haben sich gelohnt


 

 

Nein, es hat nicht 20 Jahre gedauert, bis der gebürtige Wevelinghovener, Bruno Weyand nach Neuss gezogen ist. Es ist auch nicht 20 Jahre her, dass Bruno mit seiner Frau Karin Prinzenpaar im Neusser Karneval war. Das ist nämlich fast genau 30 Jahre vor seinem 35. Schuss zum Schützenkönig passiert. Nein, es ist 20 Jahre her, dass ein Schützenkönig aus der Neusser Schützengilde stammt. Vor rund 20 Jahren gab es mit Seiner Majestät Adi I. Kremer aus dem Schützengildezug „Erftkadetten“ den letzten König aus der Gilde. Darauf ist der jetzige Schützenkönig Bruno Weyand ganz besonders stolz und betont gerne die große Liebe zu seinem noch so jungen Korps.

Die Neusser Schützengilde ist nämlich eines der jüngsten Korps des Vereins und des gesamten Regiments. 1962 marschierten 78 Gildisten und 73 Musikern erstmalig über den Markt zur großen Parade. Wobei es sich um eine Wiederinbetriebnahme eines schon mal dagewesenen Korps handelte. Eine „Schützen-Gilde zu Neuß von 1850“ hatte es bereits einmal gegeben. Der damalige Stadtarchivdirektor Joseph Lange trug einiges zur Wiederbegründung der Schützengilde bei und ebnete bei einer außerordent lichen Mitgliederversammlung vor dem Schützenfest 1962 den Weg für das neue, alte Korps.

Dabei ist ein Name ganz besonders hervor zu heben: Karl „Kalli“ Herbrechter, der wie kein anderer die Interessen der Wiederbelebung der Schützengilde vorangetrieben hat.

Bruno Weyand, der seit 1978 in den Reihen der Schützengilde marschiert, ist sich der noch so jungen Tradition seines Korps bewusst. Stets macht er darauf aufmerksam, dass es um so wichtiger sei, dem demografischen Wandel gerecht zu werden und die jungen Leute für das Schützenwesen zu begeistern.
Er, der stets betont wie großartig der Zusammenhalt unter den Schützen und den Neusser Bürgern und Bürgerinnen ist, muss es wissen. Als Schützenkönig nimmt man quer durch die Gesellschaft sämtliche Termine im Jahr wahr und lernt stets neue Menschen kennen. Diese Begegnungen seien sehr wichtig und schweißen die Gesellschaft zusammen.

Weyand ist gelernter Bankkaufmann und hat seinen beruflichen Werdegang schon früh im Auge gehabt. Schon als Kind liebte er Kopfrechnen und die Begegnungen mit den Menschen. Das sind wohl gute Voraussetzungen für diesen Beruf.

Seine Frau Karin unterstützt ihn bei sämtlichen Aktivitäten und ist auch als Königin stets an seiner Seite. Was nicht immer einfach ist als berufstätige Dame. Da hat es Seine Majestät, der in seinem Königsjahr in den Ruhestand gegangen ist, sehr viel einfacher.

Den Ausgleich für die ganzen Termine, die in dem Jahr wahrgenommen werden, gibt es dann nach dem Krönungsball der neuen Majestät in diesem Jahr. Es wird ein großer, erholsamer Urlaub gebucht. Denn das machen die beiden Majestäten am liebsten: Gemeinsam Zeit miteinander verbringen und es sich gut gehen lassen. Wohin? Das wird nicht verraten. Aus dem einzigen Grund, da man es selber nicht weiß. Spontan eben. Fast so spontan wie die Entscheidung auf den Vogel zu schießen. Es gab zwar einen kleinen Plan. Aber in Anbetracht der Vorlaufszeit eines weiteren Schützenkönig aus der Schützengilde eher spontan.

Somit wünschen wir vom Top Magazin eine unvergessliche Kirmes mit erstklassigem Paradewetter am Sonntag und einen erholsamen Urlaub zu zweit, wo immer es auch hingehen mag.

Artikel von www.top-magazin.de/neuss