Menschen

Das Selbstexperiment: Schneller und weiter laufen

„Von 5 auf 250 km“ – was sich wie die Startphase eines Formel-1-Rennens liest, beschreibt in Wahrheit ein Selbstexperiment zur hoch effektiven Entwicklung der menschlichen Ausdauerfähigkeit.


Der Mann, der dahinter steckt, weiß genau, wovon er spricht. Chris Ley gehört zu der handverlesenen Zahl unter Deutschlands Motivationstrainern, die aus eigener Praxis wissen, wie bisher als unerreichbar deklarierte Ziele auf dem persönlichen Radar eines Menschen auftauchen können. „Wir haben verlernt, dass wir die Kraft, Intelligenz und den Willen bereits in uns tragen und dass wir Großes erreichen können, wenn wir die mentalen Blockaden in uns selbst auflösen“, sagt er. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer seiner Vorträge und Seminare in Unternehmen, bei Kongressen und Events schätzen seine Persönlichkeit, sein Fachwissen und seine Vorbildfunktion.

Chris Ley macht keine Tschakka-Motivation, sondern bringt Menschen in die Umsetzung und geht dabei gerne in die Beweisführung. Auszug aus dem Race-Tagebuch des Finishers: „Zieleinlauf nach 250 Kilometern Wüstenmarathon in sechs Etappen auf 2.500 bis 3.300 Metern Höhe, 40 Grad in der Sonne und 0 Grad in der Nacht – als Selbstversorger. 40 Stunden und Platz 32 in der Gesamtwertung bei einem der härtesten Wüsten-Ultraläufe der Welt. Das war das Ergebnis meines 12-wöchigen Selbstexperiments, bei dem ich im Schnitt gerade mal zwei Stunden pro Woche gelaufen bin – ich bin ein Laufmuffel.“

 

Ich habe keine Zeit!

Was den Motivationscoach aus Neuss trotz aller Strapazen im heißen Wüstensand sicher über die Ziellinie in San Pedro de Atacama (2.408 m über N.N.) führte, basierte auf seiner Ausgangsüberlegung: Wie ist es möglich, ein alltagstaugliches Konzept für alle zu entwickeln, um weit laufen zu können?
Immer wieder hatten ihn Manager und Führungskräfte bei seinen Vorträgen in Unternehmen mit der Aussage konfrontiert: „Ich habe keine Zeit für Sport.“ So entschloss sich Ley kurzerhand, einen beeindruckenden Nachweis zu liefern, wie man sich mit sehr wenig Zeit für Höchstleistungen fit machen kann.

 

Starke Impulse als Modell für Veränderung

Ob einen 250-km-Wüstenmarathon laufen, 1.200 km von der Quelle bis zur Mündung mit einem Stand Up Paddle Board auf dem Rhein paddeln, ein Jahr mit einem 2-Stunden-Schlaf auskommen, eine Sprache in 90 Tagen lernen, bei -15 Grad einen Marathon in Sibirien in Badehose laufen – stets geht es Chris Ley darum, auszuloten, welche Herausforderungen ein Mensch imstande ist zu meistern. Um auf diese Weise zu motivieren und dabei zu helfen, den besten, praxiserprobten Weg zur Veränderung einzuschlagen – mit dem nötigen wissenschaftlichen Fundament, versteht sich.

Artikel von www.top-magazin.de/neuss