Gesundheit

Bauchspeicheldrüsenkrebs: Chefarzt setzt auf „Radikalität“ bei schonendem Verfahren

Wenn er von „mehr Radikalität“ spricht, dann ist seinen Kollegen klar, worum es geht. „Mehr Radikalität“ im Kampf gegen den Bauchspeicheldrüsenkrebs bedeutet eine signifikante Steigerung der Heilungsmöglichkeit bei dieser schweren Krankheit, sagt Prof. Dr. Alexis Ulrich: „Keine Kompromisse.“


Seit dem Sommer ist der erfahrene Chirurg, der an der Chirurgischen Klinik der Universität Heidelberg zum Experten für die Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs sowie von Leber, Magen, Speiseröhre und Darm wurde, am Lukaskrankenhaus tätig. In der Nachfolge von Prof. Dr. Peter E. Goretzki leitet er die renommierte Chirurgische Klinik I.

Mit seinem Team versorgt Prof. Ulrich Patienten über die ganze Spannbreite der Allgemeinchirurgie. Sein Schwerpunkt ist die große onkologische Bauchchirurgie und hier vor allem die hochkomplexe Bauchspeicheldrüsen-Chirurgie. In Heidelberg lei tete er die Sektion Chirurgische Onkologie, darauf baut er nun in Neuss auf. „Ich habe hier ein tolles Team und sehr gute Strukturen vorgefunden“, bekennt Prof. Ulrich – und das bezieht er ausdrücklich auf seine Ärztekollegen wie auf die Teams in der Pflege, auch Intensivpflege, und im OP. Auch die Zusammenarbeit mit den Ärzten der anderen Disziplinen wie Radiologie, Gastroenterologie und Onkologie funktioniere hervorragend und auf hohem Niveau. Die Konstellation hier am Lukaskrankenhaus sei einfach sehr gut für die große komplexe Tumorchirurgie, so der Chefarzt.

 

„Die Konstellation hier am Lukaskrankenhaus ist einfach sehr gut für die große komplexe Tumorchirurgie.“

 

Und was bedeutet nun die „Radikalität“?
Immer steht der Chirurg vor der Entscheidung, wie viel Gewebe er entfernen soll. Für Prof. Ulrich sollte der Tumor immer zusammen mit den begleitenden Lymphbahnen und Lymphknoten im Gesunden entfernt werden. Dabei sollte der Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe so groß gewählt werden, dass im „Randsaum“ auch vom Pathologen unter dem Mikroskop keine Tumorzellen mehr gefunden werden. Das ist gerade im Bereich der Bauchspeicheldrüsen-Chirurgie eine große Herausforderung, da viele große Blutgefäße, die nicht entfernt werden sollten, in direkter Nachbarschaft liegen. Gerne greift Prof. Ulrich, wenn immer möglich, auf die schonenden minimalinvasiven Verfahren zurück: Dabei wird auf einen großen Bauchschnitt verzichtet und mittels „Schlüssellochtechnik“ kameragesteuert operiert.

In zwei hochmodernen Operationssälen, einer davon gerade auch nach seinen Wünschen umgebaut, nimmt das Team Ulrich die Eingriffe vor. Das Credo des Chefarztes: „Eine moderne, sichere, komplikationsarme Chirurgie auch komplexer Erkrankungen mit Empathie für den Patienten.“

Artikel von www.top-magazin.de/neuss