Kultur

Neusser Kulturnacht 2018 beim Top Magazin Rhein-Kreis Neuss

Fotograf und Reisejournalist Daniel Brinckmann, Neuss-Experte Rolf D. Lüpertz und Jazz-Band Luis Bata sorgten für einen tollen Abend.


 

Ein scheues Reh, das den Betrachter mit großen Augen anschaut. Eine Sumpflandschaft, wie aus dem tiefsten Süden der Vereinigten Staaten, mit kahlen abgestorbenen Bäumen. Ein Fluss mit einem Mississippi-Dampfer, eine Geistergestalt, die sich durch ein mittelalterliches Stadttor schleicht. Daniel Brinckmann, eigentlich Reisefotograf und -journalist und auf der ganzen Welt unterwegs, hat dieses Mal seine Heimat in Bildern festgehalten. Denn alle Motive – und noch viele mehr – stammen aus Neuss und Umgebung. Die zahlreichen Besucher, die zur Neusser Kulturnacht im Oktober im Gewölbekeller des Pozo Quirino auf der Münsterstraße zu Besuch kamen, stellten nicht nur einmal die Frage „ist das auch aus Neuss?“ Und staunten angesichts der unerwarteten und teils überraschenden Motive. Der Titel der Ausstellung „Verwunschene Orte“ spiegelte sich in jedem Bild wieder. Die hochwertigen Drucke, die von der Neusser Firma Dinax erstellt wurden, bildeten einen gelungenen Kontrast zu der mittelalterlichen Kulisse im Gewölbekellers des Pozo Quirino.

 

 

Zu den Fotos gibt es natürlich Geschichten, die Brinckmann seinen Zuschauern auch erzählte. Der Bildzyklus ist nicht in wenigen Wochen, sondern über Jahre entstanden. Teilweise unter extremem Körpereinsatz, wie etwa die Unterwasserbilder in diversen Seen des Rhein-Kreises. Und Stichwort „verwunschene Geschichten“: Rolf D. Lüpertz, Anekdotenerzähler aus Leidenschaft, schloss sich den Erzählungen Brinckmanns mit Sagen und Überlieferungen aus der reichhaltigen Neusser Geschichte an. Ob Räuberhauptmann „Fetzer“, ob Hexe Hester Jonas oder der berühmte Neusser Physiologe Theodor Schwann: Die Besucher konnten wie immer viel über Neusser Persönlichkeiten lernen.

 

Aber auch Musikliebhaber kamen auf ihre Kosten. Die deutsch-portugiesische Band „Luis Bata“ sorgte für einen Ohrenschmaus, der es in sich hatte. Texte auf Portugiesisch, Englisch und Deutsch und der Stilmix aus Pop, Jazz und Singer-Songwriter-Elementen sorgten für tolle Stimmung und begeisterte Zuhörer. Das Top Magazin ist mit der Teilnahme an der Neusser Kulturnacht eines der ersten privaten Kulturinstitute, das zusammen mit den kommunalen Häusern und Anbietern ein eigenes Programm auflegte. Und wenn wir ein Fazit ziehen dürfen: Uns hat es viel Spaß gemacht!

 

Artikel von www.top-magazin.de/neuss