Genuss

Eis – Kalt! Köstlich


„Sich etwas wünschen, ist wie Eis essen: Davon kann man nie genug bekommen.“ Fabienne de Marci

 

Sonnenschein, blauer Himmel und eine Vitrine mit zu Bergen aufgetürmtem Eis! Dieses Trio sorgt bei allen Altersstufen für Lebensfreude, Spaß, Auszeit vom Alltag und Erfrischung. Zu verdanken haben wir die kalte Köstlichkeit den Gelatiere, den italienischen Eisverkäufern. Sie kamen bereits Anfang des 19. Jahrhunderts aus Norditalien zu uns. Die ersten Eismacher auf deutschem Boden verließen ihre italienischen Täler aus wirtschaftlicher Not. Ihre Eisdielen benannten sie nach ihrer Heimat: „Dolomiti“, „Cortina“ oder „Venezia“. Gutes Gelato – das gehört zu Italien wie Spaghetti und Pizza.

Der Schmelz des Südens behauptete sich im Laufe der Jahre in unseren Breitengraden. Ein kaltes und leckeres Eis – wer sagt da schon Nein? Im vergangenen Jahr schleckten die Deutschen rund 7,9 Liter Speiseeis pro Person. Dies entspricht rund 113 Kugeln! Auf der Liste der Top Ten standen viele Klassiker, so der Verband der italienischen Speiseeishersteller in Deutschland (Uniteis e.V.). Vanille verlor beim Ranking der klassischen Sorten den ersten Platz. Es wurde von Schokolade abgelöst. Diese zwei Favoriten sind die am häufigsten bestellten Eissorten. Sie finden in vielen klassischen Eisbechern Verwendung. Den dritten Platz eroberte Haselnuss. Erdbeere landete auf Platz vier. Stracciatella und Joghurt verteidigten die Plätze fünf und sechs. Ebenfalls im Ranking der Top Ten: die Fruchteissorten SahneKirsch (Amarena), Mango und Himbeere. Schokoladen-Sorbet, das „Eis des Jahres 2017“, landete auf Anhieb auf Platz zehn. Das Besondere an diesem Neuzugang  – er wird ohne Milch hergestellt.

Der Wunsch, sich gesünder, frischer und fettarmer zu ernähren, ist auch in den Eisdielen sichtbar. Vielfach erinnert die Eisvitrine an den Verkaufsstand eines Obstverkäufers. So gibt es eine beträchtliche Auswahl an exotischen Eiskompositionen. Bei ihnen wird besonders deutlich, wieviel handwerkliche Kompetenz und Kreativität der Beruf des Eismachers erfordert. Oft werden diese Eissorten noch mit Kräutern oder Gewürzen der Saison verfeinert. Typische Beispiele hierfür sind Aprikoseneis mit einem Hauch von Lavendel oder Ananaseis mit Krokant-Splittern an Salbeiblättern, Erdbeereis mit Aceto Balsamico oder das klassische Zitroneneis mit Basilikum oder Minze.

Beim diesjährigen deutschen Treffpunkt der Gelatiere, der „Gelatissimo“ in Stuttgart, der größten Gelato-Fachmesse nördlich der Alpen, setzte man auf Smoothie-Variationen. Kombinationen wie Obst mit Spinat, Karotten, Zucchini, Minzeblättern, Kräutern und Gewürzen sollen jetzt in die Waffel. Eis-Smoothies, das sind Eissorten für junge Kunden, die neugierig auf neue Geschmacksrichtungen und Erfahrungen mit allen Sinnen sind, dabei aber auf ihre Ernährung achten. Das Eis besticht durch seine Außergewöhnlichkeit, ist erfrischend und die natürlichen Farben der Gemüsesorten leuchten fröhlich.

Ein aktueller Trend in Deutschland: Immer öfter wird italienisches Eis mit typischen deutschen Zutaten zubereitet. Neben einheimischen Milchprodukten wird auch regionales Obst, und zwar nicht mehr nur Erdbeeren, im Einklang mit den Jahreszeiten verwendet. Die Eissorten, die „in“ sind, enthalten zum Beispiel Pflaumen, Rheinpfirsiche, Himbeeren, Heidelbeeren, Kirschen, Äpfel und Birnen. Und jetzt gibt es auch eine alkoholische Sorte mit einem Tropfen Kirschwasser statt Wein oder Grappa. Auf der Internationalen Messe für das Speiseeis-Handwerk im italienischen Longarone wurde die „Eissorte des Jahres 2018“ für Deutschland und Europa vorgestellt: German Black Forest. Sie wird inspiriert von der klassischen deutschen Schwarzwälder Kirschtorte und verbindet die Traditionen von handwerklich hergestelltem, italienischen Speiseeis und deutschem Konditorhandwerk.

Speziell kleine Eisdielen bereichern mittlerweile den Markt. Sie stellen teilweise nur wenige Sorten her, diese dafür aus hochwertigen, natürlichen Zutaten und ohne Farb-, Zusatz- oder Aromastoffe. Sie setzen auf Frische, hausgemachte Qualität und Kreativität. Auf den Eiskarten stehen immer öfter exotische Eissorten, exklusive Sorbets und Eigenkreationen des Gelatiere. Klassische und außergewöhnliche Eissorten, das sind die zwei Säulen, auf die moderne Eisdielen aktuell bauen.

 


Heiß auf Eis!

 

Ghirloni Eismanufaktur

„Über Geschmack können wir diskutieren, aber über Qualität nicht“, lautet das Credo von Roberto Ghirloni, der in einer echten Eishersteller-Familie aufgewachsen ist und sich schon als Kind für die Eisherstellung begeisterte. Wie sein Vater Bruno setzt er auf original italienische und traditionelle Rezepte. Das Eis von Ghirloni ist handgemacht, mit natürlichen und frischen Zutaten. „Wir verwenden hauptsächlich Biomilch sowie erstklassige Zutaten aus Italien oder regionalem Anbau. Haselnüsse beziehe ich aus dem Piemont, Äpfel und Erdbeeren vom Niederrhein. Für unser Schokoladeneis nehme ich hochwertige Schokoladen, zum Beispiel Criollo.“ Fruchteis wird ausschließlich aus echtem Obst hergestellt – vegan und laktosefrei. Aber Roberto wäre nicht Roberto, wenn er sich nicht immer wieder neue Eiskreationen einfallen lassen würde. Mal begeistert er seine Fan-Gemeinde mit Altbier-Eis, mal mit Tomaten- oder Trüffel-Eis. „Es kann durchaus sein, dass ich zum Japan-Tag Sake-Eis anbiete.“ An Ideen mangelt es Roberto, dem Eismann, nicht. Inzwischen hat er neben dem Stammhaus im Herzen von Gerresheim auch eine Filiale an der Stockumer Kirchstraße 19. Außerdem betreibt Roberto Ghirloni deutschlandweit Eis-Catering.

Kölner Tor 1, Telefon 0211 288704

 

 


 

 

Nordmanns Eisfabrik


„Wir machen unser Eis wie früher, also ohne Stabilisatoren und Emulgatoren“, betont Jörg Tatje. Rund 50 verschiedene Sorten bietet er in seinem modernen Eiscafé an. Ob Lemon-Sorbet mit Basilikum, Mango, Pistazie, Melone-Chili oder Rhabarber: Die Rezepte werden alle von ihm selbst entwickelt.
„Ganz neu in diesem Jahr haben wir Erdbeer-Sanddorn-Sorbet, vegan und laktosefrei.“ Den Düsseldorfern gefällt’s.

Hermannstraße 22 a, Telefon 0211 977 101 37

 


 

Eisdiele Tati

 

„Für mich gibt es nichts Schöneres, als Eis zu produzieren und in meiner eigenen Eisdiele zu verkaufen“, sagt Tim Schädla. Bis zu 16 Sorten gibt’s bei ihm täglich. Stracciatella, Schokolade, Vanille und Erdbeer sind die Renner. Neue Sorten liefert er am laufenden Band. „Es ging sofort gut mit Honig-Rosmarin los, dann kamen Milchreis und Heidelbeer-Basilikum. Gerne möchte ich Lakritz-Eis in Düsseldorf endlich zum Durchbruch verhelfen. Was sonst noch in meine Vitrine kommen wird, da bin ich selbst ganz gespannt und sehr spontan bei meinen Einfällen.“ Wir lassen uns gern überraschen!

Schirmerstraße 39, Telefon 01522 8952053

 


 

Eiscafé Unbehaun

Hier wird gespachtelt, was das Zeug hält, pardon, bis der Becher voll ist. Was soll man noch sagen über die Eisdiele in Bilk? Sie hat schlichtweg Kult-Status, und das mit fünf Sorten: Vanille, Erdbeere, Schokolade, Nuss und Zitrone. Das Eis wird aus frischer Milch hergestellt. Sämtliche Zutaten, wie Milch, Vanillestangen, Kakao, Zucker und Früchte, sind abgekocht. Das Eis ist frei von Essenzen.

Aachener Straße 159, Telefon 0211 153575

 


 

Gelateria La Luna

Ob nach dem Sport auf einer der Anlagen rund um den Staufenplatz oder nach dem gemütlichen Spaziergang im Ostpark haben an Sonnentagen alle nur ein Ziel:
die Gelateria La Luna. Auf der schönen Terrasse mit ihren farbigen Möbeln schmecken all die angebotenen Eis-Köstlichkeiten einfach toll. Außer den klassischen Eissorten, die immer im Sortiment sind, gibt es immer mal wieder wechselnde Sorten. Besonders gefragt sind dunkle Schokolade laktosefrei und Cheesecake.

Grafenberger Allee 413, Telefon 0211 87537149

 


 

La Vecchia Gelateria Conffeti´s

Wer kennt es nicht, das Restaurant Confetti‘s in Oberkassel? Caterina Benini, die Tochter von Inhaber Carlo Benini, ist dort für italienisches Gelato zuständig. „Wir haben 14 verschiedene Sorten. Sie sind besonders cremig und werden gespachtelt, wie es in Italien üblich ist“, so Caterina Benini. Unwiderstehlich: Coccorello (weiße Schokolade mit Kokosnuss und Mandelsplittern).

Düsseldorfer Straße 2, Telefon 0211 572666

 


 

Eiscafé Gelozia

Eine Eisdiele mit wunderschöner Terrasse! „Unser Erdbeerbecher mit Vanille- und Erdbeereis, frischen Erdbeeren, Erdbeersoße und Sahne ist eine Sünde wert“, schwärmt Zio Hdziu, der die Eisdiele Gelozia und das Restaurant La Zia in Derendorf betreibt. Ebenfalls einen Versuch wert: das Spaghetti-Eis und der Nussbecher. Alle 26 Eissorten werden selbst hergestellt und zwar nach alten Familienrezepten.

Roßstraße 73, Telefon 0211 69551156

 


 

Eiscafé Pia

Lecker und cremig, das Eis! Das Personal zum Glück flott und freundlich, so dass man trotz der langen Warteschlangen bei schönem Wetter schnell sein Eis im Hörnchen oder im Becher genießen kann. Vielfältige Auswahl! Die Portionen, die mit einem Eisportionierer verteilt werden, äußerst großzügig bemessen. Kugel für Kugel ein Genuss!

Kasernenstraße 1, Telefon 0211 326233

 


 

Eiscafé Desiderio

Italienisches Flair mitten in Derendorf! In der kleinen Eisdiele am Spichernplatz geht’s herrlich familiär zu. Jolanda Romano und ihre Eltern bieten ein reichhaltiges Angebot an Eisbechern. 24 Sorten sind als Kugeln im Becher oder Hörnchen erhält-lich. Ob Amarena, Malaga, Mokka, Vanille, Marc Azzurro oder Ferrero Rocher – alle superlecker!

Ulmenstraße 84, Telefon 0211 94686300

Artikel von www.top-magazin.de/duesseldorf