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Mein Derendorf

Ingo Nommsen wohnt in Derendorf, einem urbanen Stadtteil, der sich in den letzten Jahren enorm entwickelt hat. Der TV-Moderator schätzt die zentrale Lage und das vielfältige Angebot an kleinen Cafés und coolen Restaurants. Mit dem Top Magazin bummelte er durch sein Viertel und erzählte, warum er so gern hier lebt.


Ingo Nommsen wohnt seit neun Jahren in Derendorf und hat hautnah miterlebt, wie positiv sich der Stadtteil in der letzten Zeit entwickelt hat. Gerade die Tannenstraße hat einen enormen Wandel durchgemacht, inspirierende Galerien, schöne Cafés und Restaurants sind entstanden.

 

„Noch ein Restaurant, das zu meinen absoluten Favoriten gehört: das Vivu in der Kanonierstraße. Von Thailand über  Vietnam bis Japan – hier gibt es kulinarische Köstlichkeiten aus ganz Asien. Leichte Gerichte mit frischen Zutaten und eine vitaminschonende Zubereitung. Dazu gute Weine, asiatische Biere, Cocktails und Tees.“

 

„Der Mann meines Vertrauens, was Physiotherapie betrifft, ist Michael Boettcher. In seiner Praxis American PT bietet er ein  ganzheitliches Training mit professioneller Betreuung an. Und, wenn nötig, renkt er mich ein oder massiert mir die Schultern.“

 

„Ich bin privat nicht gerade der große Blumen-Zusammenstecker, aber mit Michael Frings von der Tannendiele arbeite ich auch für „Volle Kanne“ immer wieder zusammen. Er macht traumhafte kreative Sträuße, stattet viele Geschäfte an der Kö mit floraler Deko aus und bietet Workshops an.“

 

Es war eigentlich der reine Zufall, dass ich vor 9 Jahren nach Derendorf gezogen bin. In Düsseldorf bin ich jetzt seit 2000. Als ich damals das Angebot bekam, „Volle Kanne“ beim ZDF in Düsseldorf zu moderieren, wohnte ich noch in München, wo ich heute noch ein Zimmer in einer WG mit meinem Bruder habe. Da ich viel beruflich unterwegs bin, ist eine zentral gelegene Wohnung mit einer guten Anbindung an den Flughafen und Hauptbahnhof perfekt. In Derendorf wurde ich schließlich fündig und zog hier in eine schöne Altbauwohnung. Eine Entscheidung, die ich zunächst aus praktischen Erwägungen heraus traf, die ich aber im Nachhinein als großes Glück ansehe. Ich genieße es in einem quirligen jungen Stadtteil, der aber auch sehr bodenständig ist, zu leben. Gerade in den letzten Jahren hat sich das Viertel super entwickelt. Bestes Beispiel ist die Tannenstraße. Seit die denkmalgeschützten Gebäude der Uhlandkaserne 2007 zu Wohnungen umgebaut wurden, strahlt die Gegend gepflegtes Großstadtflair aus. Witzige Galerien, Cafés und Restaurants, in denen man im Sommer auch herrlich auf der Terrasse sitzen kann, sind entstanden. Hippe Arbeitgeber wie etwa die Düsseldorfer Agenturgruppe Grey zog es zwischenzeitlich mit 500 Kreativen nach Derendorf. Mit dem Quartier Central entstand auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs ein ganz neues Wohnviertel mit rund 2.000 Wohnungen, Büros, Hotels und Gastronomie. Auch die Hochschule Düsseldorf, die 2016 den Lehr-Betrieb aufnahm, und die FOM locken sehr viele junge Menschen ins Quartier – das Stadtbild wird immer vielseitiger und bunter. Für mich gibt es aktuell keinen schöneren Ort in Düsseldorf, um dort zu leben. Der S-Bahn-Bahnhof Derendorf ist direkt um die Ecke. Das kommt mir entgegen, ich habe schon seit zwölf Jahren kein eigenes Auto mehr. Ich brauche eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Wenn ich unterwegs bin, fahre ich oft mit dem Zug oder der Bahn. Das hat viele Vorteile. Beim Fahren beobachte ich die Menschen, bekomme im Alltag mit, was die Zuschauer bewegt. Vieles von dem, was ich dort erlebe, fließt dann in meine Sendungen und die Interviews mit ein. Mein Beruf hört ja nicht auf, wenn ich aus dem Studio bin. Als Moderator musst Du das ganze Leben mitnehmen, sonst besteht die Gefahr, dass Du irgendwann nur noch abgeschottet in einer eigenen Medienwelt lebst. Auch aus dem Grund ist Derendorf perfekt für mich. Die gelungene Mischung aus bürgerlichgediegenem und unkonventionell-jungem Umfeld sorgt permanent für neue Eindrücke, die Dich inspirieren. Der einzige Grund für mich innerhalb Düsseldorfs umzuziehen, wäre ein süßes kleines Stadthaus zu finden, das ich gerne selbst renovieren würde. Das ist in Derendorf leider wirklich schwer zu finden… (Aufgezeichnet von Ulrike ter Glane)

 

„Im Tao China Bistro Dim Sum gibt es original Kantonesische Küche, mit all ihren Facetten und traditionellen Ursprüngen. Ob Dim Sums, Fleisch vom Grill oder Spezialitäten wie Entenzunge – alle Gerichte sind hausgemacht und mit großer Leidenschaft zubereitet. Authentische Küche, die ich richtig cool finde!

 

„Den Gitarrenladen auf der Collenbachstraße habe ich wirklich durch Zufall entdeckt. Zupfinstrumentenmacher Wilfried Liesenfeld, der seit über 45 Jahren Gitarren baut, ist ein hervorragender Fachmann und hat auch so immer den ein oder anderen Tipp parat. Seit dem 15. Lebensjahr bin ich mit Leib und Seele Musiker, mein Berufsziel als Teenager war natürlich Rockstar.“

 

„Das Rocaille ist für mich eins der besten Restaurants Düsseldorfs – eine Mischung aus Pariser Bistro, Weinbar und Café. Inhaber Michael B. Spreckelmeyer hat 1.500 ausgesuchte Weine im Angebot. Toll ist auch die original französische Pâtisserie von Alexandra Wende. Hier läuft man schnell Gefahr, sich in einem Meer aus Macarons und kleinen Törtchen zu verlieren.“

 

„Gerade richtig, wenn es heiß ist. Die Eisdiele Gelozia im Schatten der Herz-Jesu-Kirche stellt alle 26 Eissorten nach eigenen Familienrezepten selbst her. Mein Favorit ist Stracciatella. Und das Spaghetti-Eis kann ich auch empfehlen.“

 

„Galerist Roozbeh Golestani ist international gut vernetzt, war jetzt mit seiner Galerie in New York und Berlin unterwegs. Er vertritt super Künstler und ist mit wahnsinnig viel Engagement dabei. Es gibt keinen, der zeitgenössische Kunst so toll erklären kann wie er. Ich schaue da immer wieder gern vorbei.“

 

„Durch die Hochschule Düsseldorf, die 2016 an der Toulouser Allee eröffnete, zog es unglaublich viele junge Leute nach Derendorf, mit der Konsequenz, dass viele Cafés und kleine Restaurants sich hier neu ansiedelten. Ein Segen für den Stadtteil, der im Zuge dessen richtig aufblühte.“

 

„Der Park vor der Fom war früher eine völlig verwilderte Kleingarten-Anlage. Darunter ist jetzt die Tiefgarage der Hochschule, und im Zuge des Neubaus wurden auch die Grünanlagen neu gestaltet. Wenn ich joggen gehe, laufe ich immer da durch und bin begeistert, wie schön es jetzt geworden ist.“

 

 


VITA

Ingo Nommsen ist seit fast 18 Jahren das Gesicht der ZDF-Show „Volle Kanne“ (Mo bis Fr. ab 9.05 Uhr), die mit ihm zum erfolgreichsten Fernsehfrühstück Europas wurde. In seinen mittlerweile über 3.000 Sendungen waren Prominente aus aller Welt zu Gast. Er wurde am 7. Februar 1971 in Nürnberg geboren. Weil der Vater Berufssoldat war, zog die Familie immer wieder um. Schon während der Schulzeit bekam Ingo Nommsen Schauspiel- und Gitarrenunterricht. Dabei stand er immer wieder auf der Bühne und vor der Kamera. Dem Abitur folgten eine Zeit als Musiker, ein Kamera-Volontariat (Bavaria Film) und diverse Praktika bei Filmproduktionsfirmen. Nach einem Hörfunkvolontariat, ersten Moderationen und einem Fernseh-Erfolg bei RTL („Der HAIsse Stuhl“), wechselte Ingo schließlich während seines Journalistik-Studiums an der LMU München zum Kultprogramm des Bayerischen Rundfunks, dem Hörfunksender „Bayern 3“. Nach Ab-schluss des Studiums als Diplom-Journalist begann er seine Karriere beim ZDF. Inzwischen gehört Ingo Nommsen beim Mainzer Sender zu den Quotengaranten. Daneben moderierte er über 40 Shows wie „Kult am Sonntag“, die „ZDF Frühlingsshow“ oder den „Fernsehgarten“, jahrelang auch „Hallo Deutschland“. Dazu hat er immer wieder Gastauftritte in Sendungen wie „Hirschhausens Quiz des Menschen“, „3 nach 9“ oder „Zimmer frei“. Außerdem ist er als Schauspieler aktiv, zuletzt unter anderem in der internationalen Krimiserie „The Team“ und der Kult-Comedy „PASTEWKA“. Er moderiert zahlreiche Events wie den LEA Award, den Oscar der Live-Entertainment-Branche, oder die Publishers’ Night in Berlin. Live-Sendungen am besten vor Publikum – mag er sehr. Und neue Herausforderungen. Seine große Leidenschaft gilt der Musik. Die erste E-Gitarre bekam er mit 15 Jahren, als er mit seiner Familie in Deutschlands Rock-Hauptstadt Hannover lebte. Neben Rock interessierte sich Ingo Nommsen allerdings damals schon für Jazz, Soul und Blues. Er hatte mit diversen Bands unzählige Auftritte in Clubs und auf Festivals. Heute spielt er vor allem in seinen Fernsehshows mit Stars wie Kim Wilde, Adel Tawil, Klaus Doldinger, Till Brönner, Peter Maffay, Helene Fischer, Max Raabe, Chris De Burgh und vielen anderen.

Artikel von www.top-magazin.de/duesseldorf