Freizeit

Düsseldorf blüht auf

Nie sind die vielen Gärten und Parks der Rheinmetropole eindrucksvoller als im Frühling, wenn die Narzissen leuchten und das frische Grün sprießt. Dann zieht es alle nach draußen an die frische Luft. Das Top Magazin war für Sie unterwegs in den grünen Oasen der schönsten Stadt am Rhein.


Der Zoopark im Blütenrausch

 

Nirgendwo kann man den Startschuss für den Frühling in Düsseldorf besser beobachten als im Rheinpark. Er gehört zur „grünen Achse“, die quer durch Düsseldorf verläuft. Nach dem düsteren Winter nutzt hier jeder die Gelegenheit, so viele Sonnenstrahlen wie möglich aufzufangen. Auf den Parkbänken strecken die Menschen die Köpfe in den Himmel, fast schon ungläubig staunend über den plötzlichen Gesinnungswandel des Wetters. Zahlreiche Krokusse, die unzählige Freiwillige 2009 gepflanzt hatten, um den grünen Wiesen einen blauen Blütenflor zu bescheren, treiben ihre Blüten in die angewärmte Frühlingsluft. Sie bilden das Blaue Band, das die Wiesen am Rhein kilometerweit über den gesamten Rheinpark bis zu den Rheinterrassen durchzieht. Wer hier entlangspaziert, den begleitet nicht nur der Fluss, sondern auch der helle Schimmer der bläulichen Krokusse, der kein Ende zu nehmen scheint.

Mitten in der City liegt Deutschlands erster und ältester öffentlicher Park, der Hofgarten. Er wird von Berufstätigen gern für eine schöpferische Atempause in der Mittagszeit genutzt. Der Hofgarten erschließt sich von der Jacobistraße mit Schloss Jägerhof und dem Malkasten-Gelände bis zur Heinrich-Heine-Allee und von der Königsallee bis zur Rheinterrasse. Sein ältester Teil wurde 1769 nach den Plänen von Nicolas de Pigage im französisch-klassizistischen Stil angelegt. Schön anzusehen: das Wasserbassin mit „Jrönem Jong“, die Reitallee mit ihren vier Baumreihen, die ruhig dahinplätschernde Düssel und der stille Weiher an der Landskrone.

Brücke im Floragarten

 

Ebenfalls von Nicolas de Pigage geschaffen: Schloss Benrath mit seinen rund 60 Hektar großen Gärten im Düsseldorfer Süden. Der Schlosspark Benrath mit seinem Spiegelweiher steht unter Denkmalschutz. Mehr als 80 Vogelarten und mehr als 300 Käferarten leben im Park. Die Stiftung Schloss und Park Benrath bietet kunsthistorische, botanische und ornithologische Führungen an.

Japanischer Garten im Nordpark

Der Nordpark ist eine der meistbesuchten Grünanlagen der Stadt. Er wurde im Jahr 1937 zur „Großen Reichsausstellung Schaffendes Volk“ nach den Plänen des damaligen Düsseldorfer Gartenamtdirektors Willi Tapp angelegt. Wunderschön anzusehen: die Wasserspiele in dem 170 Meter langen Becken, die jahreszeitlich angelegten Beete, der Seerosengarten und der wertvolle Baumbestand. Im Nordpark befindet sich auch der „Japanische Garten am Rhein“, ein Juwel der besonderen Art mit fernöstlichen Besonderheiten.

Das Blaue Band im Rheinpark: Krokusse in Hülle und Fülle

 

Die älteste Fußgängerbrücke der Stadt im Hofgarten

Mehr und mehr Menschen leben in der Stadt Düsseldorf und schätzen die Schönheit öffentlicher Stadtparks und Schlossgärten. Nahezu jeder Stadtteil hat seine grüne Oase. Der Rückzugsort für die Oberbilker ist der Volksgarten. Er wurde ab 1894 von Friedrich Hillebrecht entworfen und erlebte anlässlich der Bundesgartenschau 1987 einen Neubeginn. Nahtlos schließt er sich an den Südpark an und lädt zum Spazieren, Flanieren, Sonnen und Joggen ein. Der Floragarten liegt sozusagen einen Katzensprung vom Bilker Bahnhof und den Düsseldorf Arcaden entfernt. Die Grafenberger schätzen ihren Ostpark mit dem Ostparkweiher, den Wiesenflächen, einem kleinen Spielplatz und einer wahren Rhododendron-Pracht im Frühjahr. Der Zoopark im Stadtteil Düsseltal bietet Sportlerinnen und Sportlern eine paradiesische Laufrunde. Große Grünflächen und viele Sitzmöglichkeiten laden zum Verweilen ein. Natur pur zum Chillen oder für Freizeit-Aktivitäten unter freiem Himmel bieten aber auch der Botanische Garten, die Oberkasseler Wiesen, der Ständehauspark und die Urdenbacher Kämpe.

Artikel von www.top-magazin.de/duesseldorf