Lifestyle

Düsseldorf im Wandel der Zeit

Wir feiern Geburtstag! Vor 35 Jahren ziemlich genau im Herbst 1982 erschien die erste Ausgabe des Top Magazin Düsseldorf. Viel hat sich seitdem bei uns getan. Genauso wie in der schönsten Stadt am Rhein. Einige Quartiere haben sich massiv verändert. Sehr zu ihrem Vorteil. Auf den nächsten Seiten geben wir einen Ausblick auf die Entwicklung der Stadt in der Zukunft. Eins können wir schon hier verraten: Es bleibt spannend in Düsseldorf!


Die Diva am Rhein ist eine Verwandlungskünstlerin.

Behrensbau

Imposant, der Blick vom ehemaligen Mannesmann-Hochhaus, auch Behrensbau genannt, heute Vodafone-Hochhaus! Früher schaute man von hier auf die 1969 freigegebene Rheinkniebrücke, darunter den Berger Hafen, darüber Zollhafen und Handelshafen, rechts das Hafenbecken. Am Bildrand unten links sieht man das Haus des Ministerpräsidenten. Heute wandert der Blick vom KIT-Kunst im Tunnel am Mannesmannufer über das Roncalli´s Apollo Varieté (unter der Rheinkniebrücke), den Landtag NRW, den Rheinturm bis hin zum Stadttor und zum Hyatt Regency Hotel im Medienhafen.

Kö-Bogen

Das markante Thyssen-Hochhaus hat seinen Platz behalten und erstrahlt dennoch heute in neuem Glanz. Früher sah man davor die Autohochstraße, links daneben die Landskrone. Aktuell wird es zum Teil von dem vom Stararchitekten Daniel Libeskind geplanten Kö-Bogen mit seiner ausdrucksstarken Fassade aus Glas und weißem Naturstein verdeckt. Das Herz der Innenstadt zeigt sich völlig verändert und bietet reichlich Platz für Außen-Gastronomie mit Blick ins Grüne.

Speditionstraße

Etwas trist: die frühere Sicht von der Kaistraße über den Handelshafen auf Lagergebäude und Getreidemühlen. Heute bietet die Speditionstraße eine Reihe architektonischer Highlights. Das „Port Event Center“, auch unter dem Namen „Wolkenbügel“ bekannt, besteht aus mehreren Baukörpern. Die denkmalgeschützte alte Mälzerei mit ihrer Ziegelsteinfassade wurde 1897 erbaut und 2002 von Bob Gansfort als moderne Büroimmobilie umgebaut. Für Farbe sorgt das vom britischen Architekten William Allen Alsop entworfene 17-geschossige Colorium. Seine Fassade besteht aus über 2.200 farbig bedruckten Glaspaneelen. Ein weiterer Farbklecks: die von der Künstlerin Rosalie entworfenen Kletterer, die Flossis. Sie schmücken das Roggendorf-Haus, einen kernsanierten Speicher.

Zollhof

Das Gebäude des alten Zollhofs wurde abgerissen und machte Platz für „tanzende Türme“. Wie eine riesige Skulptur wirkt das „Kunst- und Medienzentrum“ des US-Stararchitekten Frank O. Gehry. Es besteht aus drei asymmetrischen Bauten. Einst verspottet, sind die Gehry-Bauten im Medienhafen mittlerweile die meistfotografierten Architekturobjekte Düsseldorfs. Rechts im Hintergrund der Rheinturm, mit rund 240 Metern das höchste Bauwerk der Rhein-Metropole.

Rheinuferstraße

Unvorstellbar, dass hier einmal Autos fuhren! Im Foto festgehalten die Phase, in der im Rahmen der Tieferlegung der Rheinuferstraße der Verkehr auf die untere Rheinwerft verlegt wurde. Der Blick geht vom Mannesmannufer nach Norden auf die Oberkasseler Brücke, St. Lambertus und den Schlossturm. Heute gehört die Rheinuferpromenade den Joggern, Radlern und Spaziergängern. Von den Bänken unter den Platanen lässt sich die Aussicht auf den Rhein und die vorbeifahrenden Schiffe genießen.

Tausendfüßler

Die 1962 eröffnete Hochstraße nannten die Düsseldorfer liebevoll Tausendfüßler. Sie führte über den Jan-Wellem-Platz und die Schadowstraße. Hier sehen wir sie beim Überqueren der Schadowstraße in Richtung Berliner Allee (r.) und Immermannstraße (l.). Im Hintergrund die Industrie- und Handelskammer mit Rheinisch-Westfälischer Börse. Seit April 2013 ist das umstrittene Bauwerk weg. Ein Tunnel, durch den der Autoverkehr von Nord nach Süd fließt, ersetzt den Tausendfüßler. Die Bauarbeiten rund um das Gelände sind noch nicht ganz abgeschlossen.

 


Düsseldorf 2052

Eine Vision unserer Zukunft

Wie leben und wie wohnen wir in 35 Jahren? Das Top Magazin sprach
darüber mit dem Stadtforscher Alexander Flohé.

Lassen Sie uns doch mal rumspinnen: Wir schreiben das Jahr 2052 – wie sieht das Leben in einer Stadt wie Düsseldorf in 35 Jahren aus? Beamen wir uns  von Ort zu Ort? Bewegen wir uns durch die Lüfte, statt Straßen zu benutzen? Wie wohnen und arbeiten wir, wie verbringen wir unsere Freizeit?

Eines vorneweg: Wir wissen es nicht. 35 Jahre in die Zukunft zu blicken ist eine lange Zeit – zu lang für die Zukunftsforschung, die mit ihren Trends nur etwa 15 Jahre vorausschaut. „Der Mensch ist ein unkalkulierbares Wesen“, sagt Stadtforscher Alexander Flohé. Seit 2012 ist er Dozent an der Hochschule Düsseldorf am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften und der Peter Behrens School of Arts-Architektur mit den Schwerpunkten Stadtforschung und Stadtsoziologie. „Daher gibt es für so einen langen Zeitraum keine verlässlichen Studien.“ Nichtsdestotrotz lassen sich aber Tendenzen von Entwicklungen ableiten, die sich heute schon abzeichnen. Und diese Prognosen sprechen eine klare Sprache: Städte sind der Lebensraum der Zukunft.

Während noch in den 1970er Jahren die Vororte und das Leben auf dem Land als Wohnideal galten, verdeutlichen die steigenden Mietpreise in den Zentren die neue Beliebtheit der Städte. Dort locken attraktive Arbeitsplätze, effiziente Mobilitätsstrukturen, vielfältige Freizeit-, Kultur- und Bildungsangebote die „Creative Class“ –  die Wissensarbeiter – in die Stadt. Im Wettbewerb um diese sogenannte „Creative Class“ liegen jene Städte vorn, die das höchste Maß an Lebensqualität bieten. Diese nimmt jährlich das Beratungsunternehmen Mercer unter die Lupe und siehe da: Düsseldorf belegt aktuell Platz sechs unter 231 Großstädten. Besonders positiv wurde die Infrastruktur bewertet, ebenso wie das Kultur- und Freizeitangebot, die medizinische Versorgung sowie die Sicherheitslage. Düsseldorf ist also heute schon für viele Menschen eine attraktive Stadt und scheint somit gut gerüstet für die Zukunft: „Es wird weiterhin einen ,Run‘ auf Düsseldorf geben“, prognostiziert Flohé, „schon aufgrund der Lage in Europa. Stadtentwicklung kann aber nicht losgelöst von gesellschaftlichen Entwicklungen betrachtet werden. Was sich gesamtgesellschaftlich entwickelt, bildet sich auch in der Stadt ab.“

 

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Die Vision der HPP Architekten:

„Düsseldorf in 35 Jahren ist eine Smart City! Die Stadt ist verdichtet und vernetzt, gearbeitet wird im Park und im Café, Mobilität wird geteilt und ist verbrennungsfrei. Über Sensoren meldet die Infrastruktur selbstständig, wo der Müll abgeholt werden muss und wo es freie Parkplätze gibt. Staus gehören der Vergangenheit an. Die Smart City Düsseldorf macht das Stadtleben nachhaltig – für Ressourcen und Bewohner!“

 

 


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Stadtforscher Alexander Flohé

„Ein gesamtgesellschaftlicher Trend ist die Bewegung hin zu einer sogenannten ,24/7-Gesellschaft’ durch eine verstärkte Zunahme variierender Arbeitszeiten“, sagt Flohé. „Gearbeitet wird im Park und im Café. In Berlin gibt es heute schon einen 24-Stunden-Kindergarten. Es geht um ,entkernte Zeit, die Auswirkungen auf das Wohnen und Zusammenleben hat, da sich Beruf und Freizeitverhalten verändern. Hier stellt sich die Frage, wie in solch entkernten Zeiten Kontakt gefördert und verschiedene Zeit- und Wertvorstellungen integriert werden können.“ Für Alexander Flohé liegt der Schlüssel dazu in der Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenhalts und der Stadtteile – des Quartiers. „Aufgrund der veränderten gesellschaftlichen Bedingungen werden die sozialen Nahräume und die Beziehungen darin immer wichtiger“, sagt der Stadtforscher. „Es werden zukünftig auch noch weitere Viertel Düsseldorfs aufgewertet werden, wie Flingern Süd oder Oberbilk. Auch Niederkassel wird mehr entdeckt werden, denn Wohnen am Wasser ist schon heute sehr beliebt.“

Festzuhalten ist, dass in den westlichen Ländern die Urbanisierung zukünftig nur noch langsam voranschreitet. Die Herausforderung besteht in der Optimierung – dem Update – bestehender Strukturen. Die Technisierung wird weiterhin zunehmen. Vor allem internetbasierte Techniken werden ausgebaut, wie die Vernetzung der Wohnung oder des Dienstleistungssektors. Im öffentlichen Raum gibt es überall Ladestationen, damit die neuen Kommunikationswege gewährleistet sind. Willkommen in der Smart City Düsseldorf!

Dazu gehört auch, dass es zwingende Veränderungen im Individualverkehr geben wird. Der Öffentliche Personennahverkehr muss benutzerfreundlich ausgebaut werden, ebenso wie Sharing-Modelle. Autos werden wahrscheinlich verbrennungsfrei sein, selbstständig fahren und über Sensoren wissen, wo es freie Parkplätze gibt oder welche Strecke staufrei ist. Möglich sind auch völlig neue Techniken wie der „Hyperloop“  von Tesla-Gründer Elon Musk – ein Hochgeschwindigkeitstransportsystem nach dem Konzept der Rohrpost, bei dem durch Solarenergie elektrisch getriebene Transportkapseln mit Reisegeschwindigkeiten von bis zu etwa 1125 km/h auf Luftkissen durch eine teilevakuierte Röhre befördert werden. Oder Bahnsysteme wie der „Personal Rapid Transit“, der wie ein Kabinentaxi ohne festen Fahrplan fährt und Haltepunkte sehr individuell gestaltet.

Auch die Ökologie wird eine große Rolle in der Zukunft spielen. „Die urbane dichte Stadt und das Bild der grünen Oase verschmelzen“, sagt Alexander Flohé. „Es wird mehr Natur in der Stadt geben. Dazu gehören vertikale Gärten und Dächerbegrünung.“  Düsseldorf könnte sich an Städten wie Singapur orientieren, die schon heute eine „City in a Garden“ sein will. In der asiatischen Metropole wurde Nachhaltigkeit als Standortvorteil erkannt. Es geht dort nicht mehr darum, so hoch wie möglich zu bauen, sondern auch so grün es geht. Kontrollierte Natur, die die Lebensqualität der Menschen erhöhen soll. Am auffälligsten wird diese Symbiose zwischen Natur und Technologie in den künstlichen Supertrees, der Kern der futuristischen Parkanlage „Gardens by the Bay“. Die bis zu 50 Meter hohen Stahl- und Betonkonstruktionen sind mit verschiedenen Pflanzenarten begrünt, die zudem Regenwasser sammeln und durch Solaranlagen den Strom erzeugen.

Die urbane Zukunft ist also vielerorts schon da. Düsseldorfs Weg zu einer „Intelligent City“ – ist der Weg zu einer nachhaltigen, effizienten und lebenswerten Stadt. „Was sie sich von der Stadt der Zukunft wünschen?“  wollte das Magazin „Forum“ in einer Umfrage von Städtern wissen. Einer antwortete: „Ich habe alles. Ich komme aus Düsseldorf und bin wunschlos glücklich.“ „

 


Alles Gute!

1982 in der schönsten Stadt am Rhein gegründet, ist das Top Magazin heute längst Kult. Das meinen auch viele prominente Düsseldorfer.

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Ich wünsche weiterhin gutes Gelingen! 

„1982 haben Lothar Neuse und ich uns zusammengesetzt, um ein Lifestyle-Magazin für die Stadt Düsseldorf zu gründen. Mit Hochglanz-Reportagen über Partys, Bälle, attraktive Events, Mode, Wohnen, Wirtschaft, Autowelt, Reisen, Kultur und Gastronomie. Von 1982 bis 2011 war ich Mitherausgeber, später Herausgeber und Verleger des Top Magazin. Ich bin sehr froh und glücklich, dass der Verlag der Rheinischen Post nun das Top Magazin Düsseldorf herausgibt und wünsche weiterhin gutes Gelingen.“

Albert H. Bitter (langjähriger Herausgeber des Top Magazins)

 

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Auf viele weitere erfolgreiche Jahre! 

„Meine herzliche Gratulation zum 35-jährigen Jubiläum des Top Magazin Düsseldorf! Diese regionale und im wahrsten Sinne des Wortes glänzende Zeitschrift mit Artikeln über die treibenden Kräfte hinter den weithin ausstrahlenden Ereignissen in unserer Stadt und der Region ist nun auch Teil der Geschichte der Landes-hauptstadt geworden. Auf viele weitere erfolgreiche Jahre!“

Suzanne Oetker von Franquet (Geschäftsführerin ROI Verwaltungs-GmbH, Mitgründerin und Mitglied des Stiftungsrates der BürgerStiftung Düsseldorf)

 

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Die Stadt Düsseldorf gratuliert herzlich zum Geburtstag.
„Ich gratuliere herzlich zum Geburtstag!
35 Jahre Top Magazin in Düsseldorf – das sind 35 Jahre Mischung aus exklusivem Lifestyle und der nötigen, rheinischen Bodenständigkeit, garniert mit tollen Portraits wichtiger Düsseldorfer Persönlichkeiten und hochwertigen Fotostrecken.“

Thomas Geisel (Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf)

 

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Viel Glück!

“Happy Birthday, Top Magazin! Man hat mich dort mit meiner Mode schon in den 1980ern gesehen. 35 Jahre Top Magazin, das ist super schön. Viel Glück und gute Ideen auf all Euren zukünftigen Wegen.“

Uta Raasch (Modedesignerin)
Artikel von www.top-magazin.de/duesseldorf