Lifestyle

Mein Düsseldorf – PEMPELFORT

Dr. Vera Geisel lebt mit ihrer Familie in Pempelfort und möchte auch nie wieder weg – wegen der Menschen und vieler liebgewonnener Orte. Mit dem Top Magazin bummelte die First Lady von Düsseldorf durch ihr Quartier und erzählte, was ihr hier so gut gefällt.


 

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Ich stehe gerne zeitig auf, meist verzichte ich dann auch auf das Frühstück. Samstags findet man mich schon sehr früh, oft gegen acht Uhr, auf dem Rheinischen Bauernmarkt am Kolpingplatz. Hier finde ich frisches Obst und Gemüse für die ganze Familie. Ich liebe die bäuerliche Atmosphäre des Marktes und die freundliche Bedienung.

Es war eigentlich purer Zufall, dass wir vor 13 Jahren ausgerechnet in diesen Teil Düsseldorfs gezogen sind. Ich arbeitete damals bei thyssenkrupp im Dreischeibenhaus, mein Mann bei der Ruhrgas AG in Essen. Es war schlicht praktischer, aus Düsseldorf heraus zu pendeln als umgekehrt. Wir suchten zu der Zeit eine größere Wohnung, die auch noch erschwinglich war und sind hier fündig geworden. Wir wollten auf jeden Fall im Zentrum wohnen, ich konnte damals zu Fuß ins Büro gehen. Nachdem die Zwillinge auf der Welt waren, sind wir noch einmal umgezogen, sind aber der Gegend treu geblieben. Wir wohnen richtig gerne in Pempelfort, das ist ein urbaner, kreativer junger Stadtteil, der sich in den letzten Jahren toll entwickelt hat. Hier leben Alt und Jung, Singles und junge Familien mit Kindern und Menschen verschiedener Nationalitäten harmonisch miteinander. Gerade in den Seitenstraßen – weg von der Nordstraße – gibt es reizvolle kleine Boutiquen, entzückende Cafés, wo man auch mit Kindern willkommen ist und kleine gemütliche Restaurants. Auch unsere Töchter genießen das Umfeld hier. Wir sind zum Beispiel früher immer im Bademantel und mit Schlappen direkt bei uns im die Ecke in die Münster-Therme, ein sehr schönes altes Jugendstilbad., zum Schwimmen gegangen. Unsere Töchter haben dort ihr Seepferdchen gemacht. Gerade erst wurde der ganze Wellnessbereich erneuert. Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Kinder in einem normalen Umfeld groß werden und sich frei bewegen können. Die Schule ist nicht weit entfernt, so dass sie sich morgens alleine auf den Weg machen können. Auch die Nähe zum Rhein ist für uns wichtig, wir sind in unserer Freizeit gerne dort. Wenn die Zeit es erlaubt, gehen mein Mann und ich dort am Wochen.ende joggen. Wir laufen eine Runde am Rhein – über die Nord- und die Rheinkniebrücke – das sind circa zehn Kilo.meter. Wenn ich in Düsseldorf bin, benutze ich mein Auto fast gar nicht. Dann fahre ich sehr viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wenn es noch ein bisschen sicherer wäre, würde ich gerne noch mehr mit dem Rad fahren.“
(aufgezeichnet von Ulrike ter Glane)

 

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In dem Geschäft Blüten und meer von Susanne Reiter mag ich insbesondere die fantasievollen und dekorativen Sträuße sowie die Gestecke mit Blumen aus heimischen Gärtnereien. Zudem finde ich immer wieder eine ausgefallene Glasvase oder handgefertigten Töpfe, die mir richtig gut gefallen.


 


Den ersten Kaffee des Tages trinke ich samstags gerne bei Die Kaffee Privatrösterei in der Schwerinstraße. Inhaberin Olga Gallina bietet mehr als 20 verschiedene Espresso- und Kaffeesorten aus der ganzen Welt an – zum Beispiel aus Brasilien, Costa Rica, Äthiopien, Indien oder Nicaragua. Das Speisenangebot ist nicht sehr umfangreich, aber jeder Gast ist herzlich eingeladen, sich etwas zu essen mitzubringen.


 


Viel Spaß macht mir das Stöbern in der Boutique Jimmy+Jo in einem loftigen Hinterhof. Unter einem gläsernen Fabrikhallendach entdeckt man Kleider, Blusen, Jacken, Mäntel, Schuhe, Accessoires – 40 verschiedene Labels. Hier würde ich eigentlich immer was finden. Man kann in Ruhe probieren, und wenn man gerne Beratung hätte, dann ist Inhaber Franco Bonofiglio zur Stelle. Er hat mir schon des öfteren Mut gemacht, mal Kleidungsstücke anzuziehen, die ich normalerweise nicht gekauft hätte.


 


Es kommt immer mal wieder vor, dass mein Mann und ich abends nach einem Termin noch Hunger haben. Dann gehen wir sehr gerne noch ins Le Bouchon in der Blücherstraße. Dort gibt es bis 23 Uhr noch etwas zu essen. Meistens reichen Salat, Pasteten oder Käse und dazu ein Glas herrlichen französischen Weins. Aber Inhaber Patrick Zielonka würde uns auch immer zu später Stunde noch etwas Warmes zaubern. Es ist immer sehr gemütlich hier.


 


Mit meinem Mann gehe ich immer gerne zu Mertens Männersachen. Dort gibt es erschwingliche tragbare Mode – von Hosen, über Hemden bis zu Pullovern und Jacken, alles sportlich und leger. Inhaber Michael Mertens ist sehr entspannt, man kann Kleidungsstücke auch mit nach Hause nehmen und in Ruhe probieren.


 


Wenn wir etwas zu feiern haben, reservieren wir einen Tisch im Fehrenbach. Das ist ein kleines, feines Restaurant – mehr als 40 Personen passen da nicht hinein. Wir fühlen uns immer sehr gut aufgehoben dort, perfekt, um den Alltag hinter sich zu lassen. Mit Inhaberin Julia Fehrenbach sind wir gut befreundet, auf ihre Speisen- und Wein-Empfehlungen können wir uns immer blind verlassen. Es schmeckt einfach alles sehr gut.


 


Hinter dem Namen Haargenau verbirgt sich mehr als nur ein Friseursalon. Inhaberin Anna Katrin Schmitt organisierte in
ihrem Geschäft bislang schon mehr als 40 Kunstausstellungen. Die Vernissagen, in der Regel vier pro Jahr, locken nicht nur Kunstfreunde. Das sind immer auch Nachbarschaftstreffen, da strömen schon mal 400 Gäste in die Parkstraße, um sich ein paar nette Stunden bei Wein, Fingerfood und hochwertiger Kunst zu machen. Ab 31. März stellt die Künstlerin Iris Wolf hier aus.


 


Das Da Forno ist eine der ältesten Eisdielen der Stadt. Sie wurde 1912 gegründet. Hergestellt wird das Eis noch immer nach alten familieneigenen Rezepten, ganz ohne Zusatzstoffe. Das bedeutet, dass nur natürliche Zutaten wie Blockschokolade, Nüsse und Früchte verwendet werden.



In der Brew Bar Malu gibt es ganz besonders guten und fair gehandelten Kaffee von kleinen Landwirten aus Kenia, Honduras und Äthiopien, der übrigens liebevoll von Hand aufgebrüht wird. Man sollte ihn wegen des Aromas eigentlich nur pur trinken. Kuchen und Gebäck sind glutenfrei und überwiegend laktosefrei. Und die Biosuppen sind superlecker. Erwähnenswert ist auch das bunte Spielzimmer, wo die
Kinder gerne rumtoben.


VITA

Dr. Vera Geisel wurde 1971 in Essen geboren, studierte in Münster Jura, promovierte anschließend in Hamburg, wo sie auch ihren Mann, Oberbürgermeister Thomas Geisel, über ihren Vater Burkard Fischer 2000 kennenlernte. Beide Männer arbeiteten damals bei Ruhrgas AG in Essen. Das Paar heiratete 2002, hat vier gemeinsame Töchter: Antonia, Maria, Charlotte und Teresa (fünf bis zwölf Jahre alt). Tochter Indira stammt aus der ersten Ehe von Thomas Geisel. Vor 13 Jahren zogen die Eheleute nach Düsseldorf. Die Juristin arbeitet heute Vollzeit im Personalbereich von thyssenkrupp, zunächst in Düsseldorf, jetzt in Essen. Sie betreut dort Führungskräfte.

Artikel von www.top-magazin.de/duesseldorf