Gesundheit Gesponserter Artikel

Verletzungen und Schmerzen mit körpereigenen Faktoren behandeln

Biologische Therapieverfahren (PRP) in der Orthopädie und Sportmedizin


 

Top: Eingangsfrage Herr Dr. John: Was genau versteht man unter autologen Zelltherapien/ Eigenbluttherapie/ biologischen Therapieverfahren?

 

Dr. John: Das Verfahren gibt es in verschiedenen Formen schon seit einigen Jahren. Seinen Ursprung hat es in der Behandlung von Sportverletzungen. Der zentrale Punkt ist, dass die Behandlung die körpereigenen Regenerationsmechanismen nutzt. Die Behandlung mit autologen Zelltherapien, wie wir sie durchführen heißen im Fachjargon bspw. PRP, ACP oder ACS und basiert auf der Tatsache, dass im Blut alle Faktoren für die Heilung von Gewebeschäden vorhanden sind.

 

Dr. Linzbach: Das Wirkprinzip, die Nutzung der Selbstheilungskräfte des Körpers, kann man sich folgendermaßen vorstellen: Entsteht eine Verletzung im Körper, so reagiert dieser mit einer komplexen Heilungskaskade, um die Wunde oder die Verletzung schnellstmöglich zu heilen. Im natürlichen Heilungsverlauf werden zum einen verschiedene Wachstumsfaktoren freigesetzt, die zur verbesserten Regeneration der Zellen, gesteigerten Produktion von Kollagengewebe und verbesserter Durchblutung des Gewebes führen. Zum anderen werden entzündungslösende Faktoren, sogenannte Zytokine, freigesetzt, wodurch Entzündungsprozesse reduziert werden. Dieses Potential der natürlichen Heilung machen sich autologe Zelltherapien zunutze, indem durch eine gezielte Erhöhung der heilenden Faktoren bzw. Runterregulation der entzündlichen Prozesse eine schnellere Heilung erzielt wird.

 

 

Top: Für welche Beschwerden wird diese Form der Therapie konkret angewendet?

 

Dr. Linzbach: Das Anwendungsspek­trum der autologen Zelltherapien in der Orthopädie ist breit gefächert – von akuten Sportverletzungen, über Sehnen- und Muskelverletzungen bis zur Arthrose-Behandlung können Eigenbluttherapien eine sinnvolle Therapie-Alternative darstellen. Ebenfalls kann die Therapie nach Operationen angewendet werden, um Schwellungen und Schmerzen zu lindern und den körpereigenen Heilungsprozess zu unterstützen.

 

Dr. John: In unserer Praxis setzen wir das Verfahren bei Verletzungen und Entzündungen an verschiedenen Sehnen ein. Am häufigsten bei Achillessehnenbeschwerden, dem sog. Tennisellenbogen oder Überlastungen der Patellasehne am Knie. Es zeigt sich aber auch zunehmend, dass das Verfahren auch bei verschleißbedingten Beschwerden wie beispielsweise Arthrose Linderung bringt und insbesondere der Schmerz bei Arthrose reduziert werden kann. Ich setze es auch nach Knorpelersatzoperationen oder Meniskusoperationen mit Naht des Meniskus zur Heilungsunterstützung nach der OP mit gutem Erfolg ein.

 

Top: Sie sagten zu Beginn es gibt unterschiedliche Verfahren unter den Eigenbluttherapien. Gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Therapien?

 

Dr. Linzbach: Ganz klar – ja! Autologe Zelltherapien sind seit einigen Jahren in aller Munde. Als orthopädische und auf Sportverletzungen spezialisierte Praxis haben wir uns lange und intensiv mit dem Thema befasst und mittlerweile zählt die Eigenbluttherapie zu den am intensivsten erforschten regenerativen Behandlungskonzepten. Da sich das Behandlungsspektrum der Eigenbluttherapien erweitert hat und man eine Sehnenverletzung nicht mit einer Therapie bei Arthrose oder bei der Anwendung nach einer OP gleichsetzen kann, ist es uns wichtig, individuell auf die Patientenbedürfnisse und ihre Beschwerden einzugehen – mit maßgeschneiderten, personalisierten Lösungen. Nicht ein Produkt für alles, sondern angepasst auf die Bedürfnisse des verletzten Gewebes. Je nach Krankheitsbild finden in unserer Praxis unterschiedliche Eigenblutpräparationen Anwendung

 

Dr. Linzbach: Konkret gesprochen, wir analysieren die Ursache der Beschwerden, denn das ist und bleibt das Entscheidende: Was ist der Auslöser der Beschwerden. Zur Behandlung werden hierzu dann unterschiedliche Zelltherapien mit unterschiedlichen Zusammensetzungen eingesetzt. Wir verwenden hierzu ein Produkt und das ist das Besondere daran, welches genau das analysieren und bei der Herstellung des Präparats messen kann. Wir wissen also ganz genau, was in der individuellen Zusammensetzung des Eigenblutpräparates in welcher Konzentration an den heilenden und entzündungshemmenden Faktoren drin ist.

 

Dr. John: Nichtsdestotrotz, wenn ich hier nochmal einhaken darf, autologe Therapien sollten immer Teil eines Gesamtkonzeptes sein. Für eine erfolgreiche Therapie sind neben der Injektionsbehandlung auch eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Bewegungs- und Erholungsphasen wichtige Bausteine. Und wie oben schon erwähnt sollte gerade bei Sportverletzungen oder Überlastungsreaktionen die Ursache der Beschwerden beleuchtet werden. Schmerzfreiheit und volle Belastbarkeit sind das erste Ziel, langfristig sollen die Beschwerden ja aber auch nicht wiederkommen.

 

Top: Wenn die Diagnose gestellt ist und eine Eigenbluttherapie Sinn macht. Wie läuft die Therapie ab?

 

Dr. Linzbach: Für die personalisierte autologe Zelltherapie wird eine kleine Menge Blut aus der Armvene entnommen und anschließend zentrifugiert. Dadurch werden die hochwirksamen Bestandteile gewonnen, die u. a. zur Gewebeheilung und Reizreduktion beitragen. Man trennt quasi die einzelnen Bestandteile des Blutes auf und verwendet konkret die, die für Heilung verantwortlich sind. Diese zu 100% körpereigene Lösung wird anschließend in das betroffene Gelenk, den verletzten Muskel und/ oder an die geschädigte Sehne injiziert.

 

Dr. John: Wir empfehlen eine Abnahme des Blutes im nüchternen Zustand, also ohne vorher etwas gegessen zu haben, deshalb führen wir die Behandlung meist früh morgens vor dem Frühstück durch. Der gesamte Prozess dauert ca. 30-40 Minuten. Am Tag der Behandlung empfiehlt sich eine leichte Schonung, ein normaler Arbeitsalltag ist jedoch in aller Regel kein Problem. Manchmal zeigt sich eine leichte Rötung und leicht vermehrte Schmerzhaftigkeit für 48h als Reaktion auf die Injektion, was aber keine Sorgen bereiten muss.

 

UNTERNEHMENSINFORMATIONEN
Südstadt Orthopäden
Bonner Talweg 61, 53113 Bonn
Telefon
0228201910
Artikel von www.top-magazin.de/bonn