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Nachsorge nach einer Schönheits-OP

Homeoffice, Videokonferenz, Maskenpflicht – momentan nutzen viele die Gunst der Stunde, um sich von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt einer Schönheits-OP zu unterziehen. Dabei ist die Nachsorge das A und O, um den Körper zu regenerieren und die eigene Gesundheit zu unterstützen. Wie lange dauert die Heilungsphase und was muss man als Patient in dieser Zeit beachten? Top Bonn sprach mit Dr. med. Daniel Sattler, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Leiter der Beta Aesthetic.


 

Top: Verzeichnen Sie in letzter Zeit eine Zunahme an Schönheitsoperationen?

Dr. Sattler: In der Tat ist es so, dass viele sich jetzt ihre Nase operieren lassen und die Spuren bei der nächsten Videokonferenz dezent hinter dem abgeschalteten Bild verstecken – mit der plausiblen Begründung, dass die Verbindung gerade schlecht ist (schmunzelt). Das gilt übrigens nicht nur für Schönheits-OPs im Gesicht, sondern auch am Körper. Hier profitieren Patienten von der corona-bedingt beruhigten Berufszeit und eingeschränkten Mobilität – und investieren das gesparte Urlaubsgeld, um demnächst am Strand zu glänzen.

 

 

Top: Wie viel Auszeit muss man nach einer Schönheits-OP einplanen?

Dr. Sattler: Wie nach jeder Operation braucht der Körper anschließend Ruhe, um sich zu regenerieren. Nach ein bis zwei Übernachtungen in der Klinik heißt es zu Hause: körperliche Anstrengung vermeiden, Stresslevel niedrig halten und sich eine Auszeit gönnen. Die Länge der Regenerationszeit hängt vom Umfang der Operation und der gesundheitlichen Verfassung des Patienten ab. Nimmt man sich genügend Zeit zur Erholung, können Alltag und Arbeit bald wieder bewältigt werden. Da es sich aus kassenrechtlicher Sicht aber bei ästhetischen Eingriffen, anders als bei rekonstruktiven, nicht um einen notwendigen Eingriff handelt, kann man sich auch nicht krankschreiben lassen, sondern muss Urlaub nehmen. Eine Woche nach einer Schönheits-OP ist man aber in den allermeisten Fällen mit dem Gröbsten durch.

 

 

Top: Wie kann die Heilung unterstützt werden?

Dr. Sattler: Die richtige Nachsorge ist ein Zusammenspiel aus ärztlichen und eigenverantwortlichen Maßnahmen. Nach einer Liposuktion beispielsweise sollte man zur Formung der gewünschten Silhouette etwa vier Wochen lang unter seiner Kleidung ein Kompressionsmieder tragen. 14 Tage nach der OP werden dann die Fäden gezogen – bei einem Facelift bereits nach einer Woche. Die gute Nachricht: Hier nutze ich fast ausschließlich selbstauflösende Fäden, sodass in diesem Fall nur die Wundheilung abschließend beurteilt werden muss. Auch nach einer Gesichts-OP muss man je nach Eingriff zunächst eine Kompressionsbandage oder einen Nasengips tragen. Um die Narbenbildung so gering wie möglich zu halten, helfen Cremes und Salben. Ich verschreibe auch unterstützende Cremes zur Behandlung blauer Flecken oder entwässernde Medikamente. Eine Ernährung mit entzündungshemmenden Lebensmitteln, Omega-3-Fettsäuren sowie Vitaminen in Form von Obst und Gemüse fördert die Wundheilung. Alkohol und Nikotin hingegen wirken kontraproduktiv und sollten einige Zeit vor sowie nach der Operation gemieden werden.

Top: Was gehört zur Nachsorge einer seriösen Schönheits-OP?

Dr. Sattler: Ich führe nach der OP bis zum Abschluss der Heilung mindestens vier wöchentliche Kontrolltermine durch. Das ist keineswegs Standard. Woanders ist die Nachsorge oft mit dem Fädenziehen beendet. Da es aber dem Patienten nicht immer möglich ist, selbst einzuschätzen, wie die Heilung verläuft, selbst wenn er völlig beschwerdefrei ist, sind diese Nachsorgetermine enorm wichtig. Denn nur so können etwaige Komplikationen schnellstmöglich entdeckt und behandelt werden. Als Plastischer und Ästhetischer Chirurg habe ich zudem ein persönliches Interesse daran, den Werdegang meiner Arbeit zu begleiten, zu fotodokumentieren und daraus zu lernen. Zugleich freut es meine Patienten immer sehr, die eigene Metamorphose noch einmal vor Augen geführt zu bekommen. Nach dem Abschlussgespräch bleibe ich selbstverständlich weiterhin für sie ansprechbar. Auch wer ein Jahr später noch ein Anliegen hat, ist herzlich willkommen und wird mit Interesse empfangen.

 

Dr. med. Daniel Sattler

Dr. med. Daniel Sattler ist 1977 in São Paulo, Brasilien, geboren und in Bonn aufgewachsen. Seine medizinische Ausbildung führte ihn neben Stationen an der Uniklinik von Rio de Janeiro auch an die Privatklinik für Ästhetische Chirurgie von Dr. Kai Kaye in Marbella, Spanien. Zuletzt war er als Oberarzt am Universitätsklinikum Magdeburg in der Klinik für Plastische-, Ästhetische- und Handchirurgie mit rekonstruktivem Schwerpunkt tätig. Heute leitet er die Plastische und Ästhetische Chirurgie in der Beta Klinik und wurde 2018 als internationales Mitglied in die American Society of Plastic Surgeons berufen – eine Anerkennung für besonders hohe Standards in Sachen Behandlung, Fortbildung, Ethik und Forschung. Neben einer erfolgreich positionierten Publikation zur rekonstruktiven Chirurgie in den Archives of Plastic Surgery (APS) im September 2019 konnte das Team um Dr. Sattler im Mai 2020 in dem offiziellen Fachorgan der Korean Society of Plastic and Reconstructive Surgeons einen weiteren fortführenden Beitrag platzieren. Die Focus-Ärzteliste führt Dr. Daniel Sattler seit 2019 als Spezialisten für ästhetische Eingriffe im Gesicht.

UNTERNEHMENSINFORMATIONEN
Plastische und Ästhetische Chirurgie Beta Klinik
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Artikel von www.top-magazin.de/bonn