Lebensart

Outdoor-Endspurt

Es wird sie ganz bestimmt noch geben: laue Herbstnachmittage, an denen wir entspannt draußen sitzen und die Pracht unserer Outdoor-Wohnzimmer genießen können. Dennoch müssen Gartenbesitzer schon jetzt einen Schritt weiter denken. Immerhin gilt es, Beete, Rasen und Gehölze noch vor dem ersten Frost auf den Winter vorzubereiten.


 

In fünf Schritten zum winterfesten Garten

 

1) Knollen ausgraben

Wer auch im kommenden Sommer die bunte Blütenpracht von Dahlien, Gladiolen oder Begonien genießen möchte, sollte ihre Knollen noch vor dem Wintereinbruch ausgraben, säubern und faule Exemplare aussortieren. Dafür am besten einen Zeitpunkt abwarten, an dem die Erde möglichst trocken ist. Dann löst sie sich leichter von den Knollen. Außerdem empfiehlt es sich, die gerodeten Pflanzen mit einem Etikett zu versehen, das Sortenname oder zumindest Blütenfarbe ausweist. Anschließend heißt es: ab in eine Kiste in den Keller oder an einen anderen möglichst dunklen, trockenen und frostfreien Lagerungsort.

 

2) Zwiebeln pflanzen

Mit Vorfreude auf den Frühling ist jetzt im Herbst die beste Zeit, um Frühblüher wie Narzissen, Tulpen oder Hyazinthen zu pflanzen. Ihre Zwiebeln sollten noch vor dem ersten Frost unter die Erde. Und zwar ungefähr doppelt so tief wie sie groß sind. Pflanzkörbe schützen sie vor Wühlmäusen. Kleine Frühblüher wie Schneeglöckchen und Krokusse kommen in größeren Gruppen besonders gut zur Geltung. Tulpen werden gerne in kleineren Verbänden von 5 bis 15 Stück gesetzt.

 

3) Wildwuchs zurückschneiden

Bäume und Sträucher sollten im Herbst zurückgeschnitten werden. So können neue Triebe in der kommenden Gartensaison mit voller Kraft sprießen. Zunächst müssen kranke sowie abgestorbene Äste und Zweige weichen. Aber auch dünne Exemplare sowie solche, die sich überschneiden oder aneinanderreiben, sollten Gartenbesitzer jetzt entfernen. Darüber hinaus brauchen Hecken im Herbst einen ordentlichen Schnitt. Sind sie in Form gebracht, bekommen auch die unteren Zweige und Blätter ausreichend Luft und Sonne. Bei Stauden gilt es, kranke Pflanzenteile zu entfernen. Dabei nichts herumliegen lassen, was faulen könnte. Der gesunde Rest darf bleiben. Zum einen, weil die oberirdischen Pflanzenteile die Wurzel vor Frost schützen. Zum anderen, weil sie auch im Winter – zum Beispiel mit Reif überzogen – noch ein schönes Bild abgeben.

 

4) Kübelpflanzen schützen

Die allermeisten Kübelpflanzen sollten den Winter am besten drinnen verbringen. Während sich für laubabwerfende Arten ein dunkler, kühler Keller als ideales Winterquartier erweist, sollten immergrüne Arten wie Lorbeer oder Oleander nicht ganz dunkel stehen. Hier sind Pflanzenfreunde im Vorteil, die einen hellen aber kühlen Wintergarten oder ein entsprechendes Gewächshaus besitzen. Alternativ eignen sich auch helle, unbeheizte Treppenhäuser oder Garagen. Einige Sorten wie Buchsbaum, Bambus oder Kirschlorbeer dürfen im Freien überwintern. Dabei sollten jedoch einige Vorkehrungen getroffen werden: die Krone der Pflanze mit Vlies umwickeln; Reisig um den Stamm legen; den Topf auf eine Styroporplatte stellen und mit dämmendem Material umwickeln – zum Beispiel mit Noppenfolie oder einem Jutesack. Eng zusammengerückt und/oder an der Hauswand platziert, sind die Pflanzen am besten geschützt.

 

5) Rasen stutzen

Solange der Rasen noch wächst, sollte er weiter gemäht werden. Auch wenn es sich im Herbst manchmal als nicht ganz so einfach erweist, die richtigen Witterungsverhältnisse abzupassen. Werden die Nächte zu kalt – in der Regel ab Mitte Oktober – fällt der Rasen in seinen Winterschlaf und sollte nun ein letztes Mal gestutzt werden. Hierbei kommt es auf die richtige Höhe an. Experten empfehlen etwa vier Zentimeter. Bleiben die Grashalme länger, werden sie im Winter mitunter vom Schnee plattgedrückt, was wiederum ein feuchtes Milieu und somit die Ausbreitung von Pilzen und Krankheiten begünstigt. Aus demselben Grund sollte der Rasen im Herbst regelmäßig vom Laub befreit werden. Nur so bekommt er ausreichend Licht und wird nicht zu feucht.

Das Laub vom Rasen darf übrigens gerne auf die Beete verteilt werden. Hier dient es als natürlicher Frostschutz.

Artikel von www.top-magazin.de/bonn