Freizeit

Tipps für die nachhaltige Büroeinrichtung

Die Planung eines Büros wird oftmals unterschätzt. Dabei verbringen die Mitarbeiter viel Zeit darin. Insbesondere, wenn man engagierte und motivierte Mitarbeiter unterstützen möchte, ist die Planung wichtig.


 

Worauf kommt es bei der Planung an?

 

Vor allem sollte man bereits im Vorfeld großzügigere Flächen einplanen. Auch spielt es eine wichtige Rolle, ob Kundenverkehr stattfindet oder das Büro ausschließlich als Arbeitsplatz für die Mitarbeiter dient. Es muss ein konzentriertes, produktives und gesundes Arbeiten möglich sein.

Trennwände als Schallschutz bieten sich vor allem in kundenorientierten Arbeitsbereichen an wie Beschwerdemanagement, Bestellservice oder Inbound und Outbound in einem Callcenter.

 

Desksharing oder Großraumbüro?

Ein Großraumbüro bietet vielerlei Vorteile, vorausgesetzt, der Platzbedarf ist sinnvoll berechnet. Bei der Planung sollte eine Fläche zwischen 12 bis 15 Quadratmeter berücksichtigt werden. Handelt es sich um Büro- und Bildschirmarbeitsplätze reichen 8 bis 10 Quadratmeter. Ob Einzelbüro oder Zellenbüro ist dabei nebensächlich.

Die Arbeitsfläche sollte ebenfalls nicht unterschätzt werden, denn mitten im Kundenkontakt braucht es mal eine Unterbrechung, weil man in Ordnern nachblättern muss. Wer dann einen zu kleinen Arbeitsplatz kommt, arbeitet entsprechend unkonzentriert und leidet zusätzlich unter Stress.

 

Ergonomischer Arbeitsplatz ist kein leeres Schlagwort

 

Tipps für gesunde Büroarbeit:

  • Ruhige Umgebung, regelmäßige Bildschirmpausen und Bewegung
  • Raumtemperatur 20 – 22°C, Luftfeuchtigkeit 40 – 60%
  • Armwinkel 90 – 100 Grad, Beinwinkel über 90 Grad
  • Bildschirmoberkante max. auf Augenhöhe
  • Bildschirmgröße mind. 22 Zoll
  • Abstand zum Bildschirm ca. Armeslänge
  • Tischplatte mind. 80 x 160 cm, idealerweise höhenverstellbar
  • Armlehne ca. auf Tischhöhe
  • höhenverstellbarer Stuhl

 

 Weitere Überlegungen bei der Planung des Büros:

  • Vorausschauend planen (neue Mitarbeiter, Änderungen in der Unternehmensstruktur)
  • Ergonomische Aspekte berücksichtigen (Prävention statt Spätfolgen)
  • Wohlfühlfaktor Arbeitsplatz (höhere Motivation)
  • Mehrfachnutzung von Raumlösungen bei Bedarf
  • Moderne Kommunikationszonen schaffen
  • Hybrides und mobiles Arbeiten berücksichtigen

 

Der ideale Schreibtisch im richtigen Umfeld

Viele denken bei der Planung eines Büros lediglich an einen Schreibtisch samt Sitzmöglichkeit und Computer, Ablagesysteme und Abstellmöglichkeiten für individuelle Gegenstände oder einen funktionellen Zugriff auf erforderliche Arbeitsunterlagen stehen meist schon am Ende der Anforderungsliste.

Der Schreibtisch selbst sollte seitlich einer Tageslichtquelle stehen, um das Spiegeln des Bildschirm zu reduzieren. Auch schont so eine Position die Augen und erhöht die Konzentration. Frische Luft ist ebenso notwendig wie gutes Arbeitslicht.

Ob Homeoffice oder Großraumbüro: Wer an einem guten Bürostuhl spart, bereut das bzw. der Mitarbeiter später mit chronischen Rückenschmerzen und Verspannungen im Nacken. Auflagen für Füße und Hände sowie Handballenauflagen sorgen für eine lockere Sitzhaltung.

Farblich bevorzugt man eher ruhigere Farben und Erdtöne. Büropflanzen müssen zwar regelmäßig gegossen werden, aber sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit und tragen zu einem angenehmen Büroklima wesentlich bei.

 

Platz für Kreativität und Kommunikation

Sitzmöglichkeiten weg vom Üblichen wie ein Sitzsack, eine Pflanzenecke und mobile Angebote für Brainstorming schüren die Kreativität und bieten Orte für eine ungezwungene Begegnung während der Arbeitszeit.

Das Arbeiten im stillen Kämmerlein fällt vielen Mitarbeitern, insbesondere der jüngeren Generation, immer schwerer. Der stete Austausch mit den Kollegen gehört zum täglichen Arbeitsleben und dieses so angenehm wie möglich zu machen, sollte für jedes Unternehmen Standard sein.

 

Bildquelle: clipdealer/B194830348

Artikel von www.top-magazin.de/