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Brustkrebs frühestmöglich erkennen:

Blinde Tastspezialistinnen erspüren kleinste Tumore. Und ihre 1:1-Anleitung zur Selbstuntersuchung ist innovativ im betrieblichen Gesundheitsmanagement.


 

Einmal im Jahr eine Stunde investieren und damit Entscheidendes für die eigene Gesundheit tun, das dürfte jede Frau schaffen! Für sie ist die Früherkennung von Brustkrebs äußerst wichtig. Jährlich erkranken alleine in Deutschland 70.000 Frauen neu und 18.000 Frauen sterben an Brustkrebs. Solange nur das Brustgewebe betroffen ist, ist der Krebs ungefährlich. Lebensbedrohlich wird er erst, wenn der Tumor seine Zellen in den Körper streut. Blinde Medizinisch-Taktile Untersucherinnen (MTU) mit verfeinertem Tastsinn können die Heilungschancen verbessern und sogar das Leben von Patientinnen retten.

 

Spezialisierte MTUs finden etwa 30 % mehr und bis zu 50 % kleinere Gewebeveränderungen (6 bis 8 mm) als Ärzte (1 bis 2 cm).

Das Sozialunternehmen discovering hands qualifiziert sie gemeinsam mit Berufsförderungswerken für diese sinnvolle ärztliche Assistenztätigkeit. Erfinder der Taktilographie ist der Duisburger Gynäkologe Dr. Frank Hoffmann.

Die halb- bis einstündige Untersuchung – je nach Brustgröße – findet in persönlicher Atmosphäre statt. Sie verläuft nach einem standardisierten, qualitätsgesicherten Konzept. Die MTU tastet mithilfe von selbstklebenden Orientierungsstreifen Brust und Lymphknoten systematisch in drei Tiefenschichten schmerzfrei ab. Sie kann keinen Krebs tasten, sondern lediglich Gewebeveränderungen aufspüren. Der Facharzt stellt die Diagnose und trägt die Verantwortung. Auffällige Befunde klärt er per Ultraschall ab und leitet gegebenenfalls die weitere Diagnostik ein. Frauenärzte und Frauenärztinnen selbst haben bei der jährlichen Vorsorgeroutine nur wenige Minuten Zeit zum Brustabtasten.

 

94 % der Patientinnen würden laut Studie die gründliche MTU- Untersuchung erneut wahrnehmen, 99 % würden sie weiterempfehlen.

Die Taktilographie ist in jedem Alter sinnvoll: Für Frauen ab 50 gibt es das präventive Mammographie-Screening. Nehmen sie auch die Untersuchung durch den Gynäkologen und die MTU in Anspruch, ist ihre Früherkennung optimal. Etwa 20 % der Neuerkrankungen entfallen auf jüngere Frauen. Ihnen bietet die zusätzliche MTU-Untersuchung viel mehr Sicherheit.

Bereits 26 gesetzliche und alle privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten von 46,50 Euro. Über 10 Millionen Frauen in Deutschland bekommen diese erstattet, die übrigen können die Taktilographie als IGeL-Leistung wahrnehmen. Die bei discovering hands fest angestellten MTUs, zuvor oft berentet, üben auf dem ersten Arbeitsmarkt eine einzigartige Tätigkeit aus. Sie arbeiten tageweise bei niedergelassenen Gynäkologen. Bis 2020 soll es mehr als 100 MTUs geben, derzeit arbeiten rund 40 an 65 Standorten in Deutschland.

discovering hands sucht deutschlandweit Gynäkologen, die in ihrer Praxis eine MTU beschäftigen und ihren Patientinnen diese zusätzliche „apparatefreie“ Diagnosemöglichkeit bieten möchten. Frauen, die zur Taktilographie kommen, müssen dort nicht Patientin sein.

Boxweltmeisterin Regina Halmich ist Botschafterin für die Anleitung zur taktilen Selbstuntersuchung – eine Innovation auch für das betriebliche Gesundheitsmanagement.

Eine Zusatzqualifikation vieler MTUs ist die Anleitung zur taktilen Selbstuntersuchung der Brust (ATS). Einzeln leiten sie Frauen eine Stunde lang an der eigenen Brust so detailliert an, dass diese sich später regelmäßig selbst abtasten können: eine wichtige Säule der Früherkennung. „Wer an sich selbst lernt, die Brust systematisch abzutasten, spürt Veränderungen im Gewebe später mit Sicherheit“, weiß MTU Antonia Greifenberg-Bouhaik.

Das innovative ATS-Konzept hat discovering hands entwickelt und bei der bundesweiten Einführung mit Pink Ribbon Deutschland kooperiert. Regina Halmich, frühere Boxweltmeisterin, unterstützt die Initiative als Botschafterin. Arndt Helf, kaufmännischer Geschäftsführer, erklärt: „Wir bieten unter der Devise ‚MTU können mehr‘ auch eine inklusive Innovation für das betriebliche Gesundheitsmanagement. MTU leisten darin die Taktilographie und die ATS. Bereits durchgeführte Betriebsuntersuchungen hatten hohe Teilnehmerinnenquoten. Firmen wie die Deutsche Bank, Rheinenergie oder Bogestra waren damit höchst zufrieden.“

 

Vollends überzeugt von discovering hands ist auch SKala, die Spenden-Initiative der Unternehmerin Susanne Klatten.

In Partnerschaft mit dem gemeinnützigen Analyse- und Beratungshaus Phineo fördert sie das Mülheimer Unternehmen mit fast 1,4 Mio Euro. Im Förderprojekt können sich erstmals auch nicht rehafähige Frauen, die keine Umschulung finanziert bekommen, zur MTU weiterbilden lassen.
Dr. Frank Hoffmann und Arnd Helf freuen sich sehr über Unternehmer, die Stipendien für die Qualifizierung von MTUs übernehmen. Mit der SKala-Spende wird diese zwar 24 sehbehinderten Frauen ermöglicht, aber viele weitere sollen folgen, damit Taktilographie und ATS allerorts für mehr Brustgesundheit sorgen können.

 

 

DIE DISCOVERING HANDS GUG,
ein gemeinnütziges Sozial- und Integrationsunternehmen in Mülheim an der Ruhr, wurde 2011 vom Gynäkologen
Dr. Frank Hoffmann gegründet. Den Vertrieb patentierter Orientierungsstreifen für die MTU-Untersuchungen finanziert die 2014 gegründete discovering hands Service GmbH. Internationale Standorte: Österreich, Kolumbien. Pilotprojekte: Mexiko, Indien. discovering hands Akademie GmbH für die Qualifizierung von MTUs in Berlin seit 2016.

 

www.discovering-hands.de

Informationen zur Untersuchung

Brustkrebsfrüherkennung im Rahmen des BGM

 


Text: Gudrun Heyder / Fotos: Discovering Hands

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