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Wellness

Wunderwaffe Schlaf – wie sich guter Schlaf auf unser Wohlbefinden auswirkt

Schlaf ist für viele so selbstverständlich, wie die Nahrungsaufnahme oder das Atmen. Man legt sich hin, schließt die Augen und wacht am nächsten Morgen wieder auf. Erholt, frisch und fit für den Tag. Sehr viele Menschen sehnen sich ein solches Erlebnis jedoch mit allen Fasern ihres Seins herbei. Für sie ist Schlaf beinahe schon eine Horrorvorstellung, denn sie wissen genau, dass sie ihn wieder einmal nicht finden werden. Zumindest gelingt es ihnen nicht, innerhalb einer erträglichen Zeit einzuschlafen und mehrere Stunden am Stück durchzuschlafen.


Beim Schlafen kommt es nicht nur auf Zeiten und Dauer an – viele weitere Faktoren entscheiden über unsere Schlafqualität.

 

Dabei ist Schlaf ungemein wichtig für unsere Gesundheit: Herz-Kreislauf, Konzentration, Immunsystem, Leistungsfähigkeit, das Gewicht und die Psyche – all diese Punkte hängen von einem guten Schlaf ab. Aber wie gelingt ein gutes Schlaferlebnis? Dieser Artikel gibt einige Beispiele.

 

Gutes Equipment

Das nächtliche Equipment ist freilich wichtig, um gut zu schlafen. Wer sich stöhnend im Bett von einer Seite auf die andere dreht, weil es im Rücken ziept, die Schultern brennen und irgendwie alles unbequem ist, der weiß: Die Nacht kann nicht erholsam sein. Aber worauf kommt es an? Ein Überblick:

  • Bett – das Bett selbst spielt eine untergeordnete Rolle. Faktisch betrachtet dient es nur dem Schein und als Auflage für die wichtigen Schlafutensilien. Dennoch können einige Personen durchaus etwas bei der Bettauswahl falsch machen. Wer besonders groß ist, der sollte sich ein Bett in Übergröße anschaffen, damit nicht der Kopf gegen das Kopfteil stößt oder die Füße ständig übers Bett hinaushängen.
  • Lattenrost – sie sind schon wichtiger. Sie dienen der Federung und bieten die Möglichkeit, das Kopfende ein wenig zu erhöhen. Doch Vorsicht: Ist das gewünscht, sollte der Rost möglichst weit oben beweglich sein. Viele Lattenroste lassen sich knapp oberhalb der Mitte aufstellen, was dazu führt, dass der Körper irgendwo in Hüfthöhe abknickt. Singles mit 1,40er-Betten sollten übrigens auf einen durchgängigen Rost setzen. Zumeist wird mittig im Bett gelegen, was bei zwei Rosten bedeutet, dass man dazwischen schläft.
  • Matratze – sie ist das wichtigste Utensil, denn sie federt und stützt den Körper gleichermaßen. Bei Matratzen gibt es die unterschiedlichsten Modelle, doch ist der Härtegrad das wichtigste Kriterium. Auf weichen Matratzen sollten nur sehr leichte Menschen schlafen, für alle anderen sind härte Unterlagen wichtig. Wer von Zonenmatratzen träumt, sollte die einzelnen Modelle unbedingt testen. Die Zonen haben nur einen Nutzen, wenn sie passend zur Körpergröße eingeteilt sind. Sehr große oder kleine Schläfer liegen oft auf den für sie unpassenden Zonen. Spezielle Schlafsysteme von renommierten Bettenherstellern schaffen hier die richtige Schlafumgebung, wenn die Standardzonen nicht passen. Es gibt also auch ganz besondere Lösungen, die mitunter natürlich auch eine Investition erfordern.
  • Bettwäsche – hier gibt es häufig den Fehler, dass die Bettdecke zu dick und schwer gewählt wird. Unter ihnen schwitzen viele Menschen, was sich wiederum negativ auf den Schlaf auswirkt. Wer keine dutzenden Bettdecken testen möchte, der kann sich an Vierjahreszeitendecken oder ähnliche Modelle halten. Sie lassen sich zusammenknöpfen und somit auf die gewünschte Temperatur einstellen.

Gute Schlafhygiene

Hygiene? Nein, damit ist nicht die persönliche Sauberkeit gemeint, obgleich eine schön warme Dusche oder ein gemütliches Bad vor dem Zubettgehen Wunder bewirken kann. Wer genießt es nicht, frisch sauber in das ebenso frisch bezogene Bett zu schlüpfen? Wichtiger sind jedoch folgende Punkte:

  • Temperatur – ein gutes Schlafzimmer besitzt eine Temperatur von 15 – 18 Grad. Ist es zu kalt, wird es ungemütlich, wärme Temperaturen stören den Körper in der Nacht und es kommt zu vermehrtem Schwitzen.
  • Klima – vor dem Zubettgehen heißt es: Fenster auf. Und zwar ist hier das Stoßlüften Pflicht, damit die verbrauchte Luft vollständig ausgetauscht werden kann. Die Kipphaltung von Fenstern ist im Sommer noch in Ordnung, im Winter vergeudet sie jedoch Energie und erhöht die Schimmelgefahr im Schlafzimmer.
  • Beleuchtung – gut ist es, wenn es im Schlafzimmer möglichst dunkel ist. Wem das nicht liegt, der kann eine ebenmäßige kleine Lichtquelle nutzen. Wichtig ist, dass sich die Lichtverhältnisse nicht ständig ändern. Das Scheinwerferlicht vorbeifahrender Autos, der Bewegungsstrahler im nachbarlichen Garten, das Treppenhauslicht – all dies sind Lichtquellen, die sich unbewusst negativ auf den Schlaf auswirken.
  • Geräusche – letztendlich ist es fast überall zu laut für einen guten Schlaf. Natürlich ist es nicht möglich, eine absolute Stille zu schaffen, doch können Schlafende mit Ohrenstöpseln durchaus nachhelfen. So stört auch das Gebell des Nachbarhundes oder das Schnarchen des Partners nicht mehr.

Der menschliche Körper benötigt abends einige Zeit, um sich auf den Schlaf vorzubereiten. Er muss sich sprichwörtlich herunterfahren. Dabei helfen Rituale. Hier gibt es keine klaren Regeln, doch sollte das Ritual jeden Tag durchgeführt werden.

 

Seelische Verfassung

Ein Großteil der Schlafprobleme ist auf die eigene Psyche zurückzuführen. Dahinter verbergen sich freilich nicht immer drastische Krankheiten oder Störungen, denn die Psyche muss auch bei gesunden Menschen jeden Tag allerhand verarbeiten. Einige Tipps, um der Seele Ruhe zu verschaffen:

  • Sport – stresst das Leben hilft es, sich abends richtig auszupowern. Stress ist ein unglaublicher Unruhefaktor, der recht gut mit anstrengenden Tätigkeiten herausgelassen werden kann. Wer zum Sport keine Zeit hat, weil noch Haus und Garten anstehen: Unkraut zupfen, Rasen mähen oder wüst Staub saugen – und dabei erklären, was gerade alles schiefläuft.
  • Meditieren – die perfekte Methode, um herunterzukommen und seine Gedanken zu ordnen. Einfach mal in sich hineinhorchen und schauen, welche Gedanken und Gefühle da sind, ohne sie zu bewerten. Doch Vorsicht: Wer psychische Probleme hat und leicht in ein tiefes Loch fällt, der sollte erst nur unter Anleitung meditieren.
  • Freunde – bedrückt gerade etwas die eigene Seele, helfen Freunde oft noch besser, als der Partner. So manche schlaflose Nacht konnte mit einem langen Frusttelefonat mit den besten Freunden schon abgewendet werden.

Wichtig ist aber auch, sich professionelle Hilfe zu suchen, wenn die Schlafstörungen länger andauern oder regelmäßig auftreten. Doch Achtung: Gerade Hausärzte vergeben Schlafmittel äußerst komplikationslos. Bei den meisten Mitteln besteht Suchtgefahr und sie beheben niemals die Ursache.

 

Schlaf ist eine Wohltat für unseren Körper und unsere Psyche.

 

Fazit – guter Schlaf ist schwierig

Es sollte nicht schwer sein, eine gute Nachtruhe zu finden. Für viele Menschen ist aber genau der Schlaf das Problem. Es gibt kein Allheilmittel, welches auf jeden zutrifft, doch mit einer guten Matratze, einem dunklen und leisen Schlafzimmer und ohne Frust auf der Seele lässt sich das Sandmännchen sicherlich zu einem andauernden Besuch überreden.

 

 

 


Bilder: pixabay.com

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