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Umweltbewusstsein im Büro – Wie Unternehmer mehr Ökologie leben können

Die Zahl der Menschen mit ausgeprägtem Umweltschutzanspruch steigt. Verbraucher achten immer detaillierter auf ein ökologisch sinnvolles Konsumverhalten, weshalb Unternehmen ihren individuellen Beitrag zum Klimaschutz kontinuierlich ausbauen müssen. Ansonsten droht der Verlust von Stammkundschaft an innovative Mitbewerber, die es besser verstehen umweltfreundliche Konzepte zu integrieren. Wir zeigen, wie sich Umweltbewusstsein im Büro aktiv leben lässt und welche Lösungen den ökologischen Fußabdruck senken.


Tipps zum Gerätekauf

In vielen Büros herrscht eine regelrechte Überdimensionierung an Gerätschaften. Zwar ist es nachvollziehbar, dass jeder Arbeitnehmer einen eigenen Arbeitsplatz inklusive Computer und Bildschirm benötigt, doch ist es tatsächlich erforderlich, dass mehrere Drucker, Scanner, Kopierer und Faxgeräte angeschafft werden? Möglicherweise wäre ein leistungsstarkes Multifunktionsgerät vorteilhaft und insgesamt sparsamer. Generell sollten Langlebigkeit und Stromverbrauch beim Kauf im Vordergrund stehen. Viele lassen sich hingegeben von einem günstigen Kaufpreis blenden, wundern sich später jedoch über hohe Stromrechnungen oder überteuerte Ersatzteile. Das Umweltbundesamt bringt das Sparpotenzial bei PCs auf den Punkt: “Kaufen Sie Computer mit geringem Energieverbrauch: Sie können bis zu 100 Euro Stromkosten pro Jahr einsparen.” Folgende Labels erleichtern die Kaufentscheidung unter Umweltaspekten:

Zertifikat Erläuterung
Der Blaue Engel Dieses Zertifikat erhalten nur Geräte mit hoher Umweltverträglichkeit.
Energy Star Das international etablierte Label, verwaltet durch die Europäische Kommission, zeichnet besonders effiziente Geräte aus.
TCO-Label Zertifiziert IT-Produkte anhand von verschiedenen Kriterien wie Emissionen und Leistung.

 

Alternatives Druckerzubehör

Egal ob Tintenstrahl- oder Laserdrucker: Bei beiden Geräten können Unternehmen einiges für einen umweltfreundlicheren Betrieb tun. Eine Möglichkeit dahingehend Umweltschutz zu betreiben, besteht in der Verwendung von sogenannten Rebuilt-Produkten. „Die Rebuilt-Toner oder Recycling-Toner sind Tonermodule, die nachträglich auseinander gebaut, gereinigt und wieder gefüllt werden,“ heißt es zu dieser alternativen Lösung im Druckermagazin Prindo in einer Übersicht für Druckerzubehör. Top-Magazin-Umweltbewusstsein-02Das Magazin ergänzt: „Innerhalb Deutschlands gilt eine Industrienorm, bei der Toner maximal viermal recycelt werden dürfen.“ Mit dieser Norm wird die nötige Druckqualität gewährleistet. Auch für Tintenstrahldrucker sind Rebuilt-Produkte am Markt verfügbar. Grundlage sind originale Leerkartuschen beziehungsweise Patronen namhafter Hersteller. Wichtig ist der Kauf von Modellen, dessen Füllmaterial der Originalqualität entspricht. Sie überzeugen in Sachen Auflösung und Farbtreue. Mit dem Kauf von Rebuilt-Patronen und Rebuilt-Tonern können Unternehmer die laufenden Kosten gegenüber herkömmlichem Originalzubehör merkbar senken.

 

Standby und Ruhemodus

Der Standby-Modus ist in Büros ein regelrechter Energieschlucker. Steckdosenleisten, allen voran Master-Slave-Modelle, eignen sich hervorragend, um sämtliche Geräte nach Feierabend vollständig vom Netz zu nehmen und eine Menge Strom einzusparen. Außerdem sollte der einstellbare Ruhemodus von Bildschirmen und PCs sinnvoll zum Einsatz kommen. Bei Bildschirmen lohnt es sich den Ruhemodus so einzustellen, dass er bereits nach fünf Minuten Inaktivität einsetzt. Bei Computern ist die Umstellung auf den sparsamen Modus nach 15 Minuten optimal.

Papier: Recycling und sparsamer Umgang

Zwar sind viele Betriebe bestrebt das papierlose Büro zu realisieren, doch zu 100 Prozent klappt das nur selten bis gar nicht. Doch wenn es schon nicht ohne Papier geht, dann sollte zumindest auf Recycling-Varianten zurückgegriffen werden. Damit leisten Unternehmen einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz. Gleichzeitig ist ein sparsamer Umgang entscheidend. Vielerorts wird bis heute eine regelrechte Papierverschwendung betrieben. Dabei gibt es zahlreiche Sparmaßnahmen:

  • Notizpapier: Jedes einseitig bedruckte Papier, das nicht mehr benötigt wird, kann auf der Rückseite als Notizpapier dienen. Einzige Ausnahme: Sensible Dokumente, die zuverlässig vernichtet werden müssen.
  • Notizblöcke: Spezielle Notizblöcke sind dank konsequentem Wiederverwenden unnötig.
  • Ausdrucke: Viele Ausdrucke landen leider nach kurzer Zeit im Papierkorb und wären vermeidbar. Jeder Mitarbeiter ist dazu aufzufordern, ausschließlich zu drucken, wenn es nicht anders geht. Unternehmer müssen zu digitalen Alternativen greifen und diese der Belegschaft schmackhaft machen.

Energiesparen und Recyceln

Darüber hinaus kann durch das Einstellen der richtigen Raumtemperatur im Winter (21°C), den Verzicht auf Klimaanlagen sowie den Einsatz von LED-Leuchtmitteln deutlich Energie eingespart werden. Top-Magazin-Umweltbewusstsein-03Außerdem sollte Recycling ein großes Thema sein. Mit klar gekennzeichneten Behältern werden Mitarbeiter zum Mitmachen motiviert. Batterien, Flaschen, Leuchtmittel, defekte Geräte, Toner, Patronen und vieles mehr ist dem Recyclingkreislauf korrekt zuzuführen.

Stromanbieter kritisch wählen

Der Stromverbrauch in Betrieben ist groß. Beleuchtung und Energie für Bürogeräte summieren sich schließlich schnell. Wenn der Stromanbieter clever gewählt wurde, kann hier ebenfalls ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden. Es gibt inzwischen viele Anbieter, die ausschließlich Strom von erneuerbaren Energien liefern und dessen Ausbau konkret fördern. Leider ist nicht alles, was als „Öko“, „Green“ oder „Natur“ verkauft wird auch tatsächlich ökologisch wirkungsvoll. Häufig verstecken sich hinter angeblichen Ökostromanbietern Energiekonzerne, die zwar wenige Ökostrom-Tarife im Portfolio haben, jedoch weiterhin in eigentumsrechtlicher Verbindung zu Atomkonzernen stehen. Hiervon Energie zu beziehen, ist keine gute Entscheidung. Um Kunden vor derartigen Mogelpackungen zu schützen, hat Utopia die besten Ökostromanbieter aufgeführt und warnt vor grün gewaschenen Tarifen der Atomkonzerne: “Der Ökostrom dieser Anbieter wurde zwar ebenfalls regenerativ gewonnen – doch wer einen solchen Tarif wählt, zahlt sein Geld an Unternehmen, die nach wie vor an Atomenergie- und Kohlekraftwerken investieren und für diese oft auch noch aktiv politischen Lobbyismus betreiben.”

Damit das Büro nicht nur umweltfreundlich, sondern auch optisch einladend wird, empfehlen wir ergänzend die Tipps in unserem Artikel rundum die Büroeinrichtung.


Quelle:

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Artikel von www.top-magazin.de/