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Luxus-Tourismus: Casino-Urlaub in Europa

Geld, Pomp und Luxus: „Viva Las Vegas!“ – Nein! Eben nicht. Wie verführerisch die Mutterstadt des Casino-Spiels auch sein mag, Spielcasino-affine Jetsetter müssen nicht immer gleich den Atlantik überqueren, um stilvoll und glamourös Glücksmomente zu erleben. Auch Südeuropa bietet maximalen glamourösen Spielspaß: Monte Carlo, Venedig und natürlich Montenegro. Die klassische Figur der Popkultur – James Bond – dient da seit „Casino Royale“ als Anknüpfungspunkt, um Filmtourismus mit Luxustourismus zu verbinden.


 

Der obligatorische Casino-Besuch gehört zu jedem Luxustourismus. Bildquelle: Bildquelle: fotolia.com © Nejron Photo (#142401754)

 

Casino Royale” & das “Grandhotel Pupp“

Montenegro? Da war doch was. Richtig. Die Sache mit James Bond im „Casino Royale“, dem gleichnamigen actiongeladenen 21ten Bondfilm aus dem Jahr 2006 mit Daniel Craig als Geheimagent im Auftrag seiner Majestät.

Der Plot: Bond muss mit seiner attraktiven Begleiterin Vesper Lynd wieder das Böse besiegen. Sein Auftrag lautet, den Terroristen und genialen Pokerspieler LeChiffre zu besiegen. Wo? Beim großen Showdown, dem Texas-Hold´em Pokerfinale im „Casino Royale“ gegen den Bösewicht Le Chiffre.

Laut Film-Plot und der Romanvorlage Ian Flemings befindet sich das „Casino Royale“ im Hotel „Splendide“ in der Republik Montenegro an der südöstlichen Adrialküste in Südosteuropa.

Aber, wer sich dorthin auf den Weg mach, um in der eleganten Spielhalle am Pokertisch zu sitzen, wird sich am Ort im falschen Film glauben.

Wo ist das Casino wirklich, in dem James Bond den Krieg gegen den Terror am Pokertisch führt? Der Drehort war natürlich mal wieder ganz woanders. Und zwar in Karlsbad, im Westen Tschechiens. Das luxuriöse „Grandhotel Pupp“ bot die perfekte Kulisse. Das Pokerspektakel wurde im Gebäude des sogenannten „Lazne I“, dem früheren „Kaiserbad“ gedreht. Die anderen Szenen im benannten, naheliegenden Hotel, das im Film in „Splendid Hotel“ umbenannt wurde.

Und hier befinden wir uns auch schon an unserem ersten Casino-Stopp in Südeuropa. Denn es müssen nicht immer nur Glückspielhochburgen wie Las Vegas oder Macao sein, um stilecht an einem Pokertisch oder Roulettetisch zu sitzen und sein Glück herauszufordern. Auch Europa – besonders Südeuropa hat für Casino-Urlauber einiges zu bieten.

Im „Grandhotel Pupp“ können sich die Gäste im opulenten „Pupp Casino Club“ ganz wie Geheimagent 007 fühlen, und an spannenden Pokerabenden, natürlich mit einem „Vesper-Martini“ in der linken Hand, die richtigen Karten ziehen. Das nötige Kleingeld sollte man aber hier mitbringen, denn die feudalen und opulenten Suiten, die keine Wünsche offenlassen, kosten schon einiges.

Die wichtige Info am Rande: laut der Homepage des Traditionshotels, das seit 1701 seine Pforten öffnet, schritten schon viele weltberühmte Gäste durch die Gänge. Eine kleine Auswahl: Johann Sebastian Bach, Johann, Wolfgang Goethe, Sigmund Freud, Franz Kafka, Robert de Niro, John Travolta und viele, viele mehr.

 

Casino de Monte Carlo – der Klassiker

Das Fürstentum Monaco ist nicht nur der zweitkleinste Staat der Welt, für seine Fürstenfamilie Grimaldi berühmt, wegen dem Formel-1-Grand-Prix ist Anziehungspunkt für alle Autosportfans – Nein, hier befindet sich die auch die bekannteste Spielbank der Welt: das berühmt berüchtigte und sagenumwobene „Casino de Monte Carlo“. Insgesamt tümmeln sich an der südfranzösischen Küste 17 Casinos, die allemal ein Besuch wert sind.

 

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Die Küste von Monte Carlo ist nicht nur wegen der Casinos einen Besuch wert. Bildquelle: fotolia.com © rudi1976 (#134010278)

 

Dem Casino-Spielspaß steht dann nichts mehr im Wege. Denn das vielseitige Angebot an Tischspielen gehört zu den renommiertesten und umfassendsten in Europa und ist definitiv die Garantie für ein auβergewöhnliches Spielerlebnis.

In drei innenarchitektonisch beindruckenden Spielsalons – nobles Ambiente aus Holz, Glas, Kristall und Marmor – geht es dann los. Im „Salon Europe“ gibt es „Europäisches“ und „Englisches Roulette“, „30/40“ und „Punto Banco“. Der Salon Privés präsentiert „Chemin de Fer“, „Black Jack“ und ebenfalls „Europäisches Roulette“ und „Punto Banco“. Im „Salle des Amériques“ gibt es „Amerikanisches Roulette“, „Black Jack“ und „Craps“. Wer Privatsphäre möchte und „incognito“ mit seinen Begleitern pokern möchte, für den gibt es „Les Supers Privés“. Diese müssen aber rechtzeitig reserviert werden.

Die wichtige Info am Rande: schon wieder James Bond. Nicht nur, dass dieses legendäre Luxuscasino Ian Fleming zu seinem Roman „Casino Royale“ inspirierte, auch Dreharbeiten für ein älteren Bondfilm fanden hier statt. In „Goldeneye“ aus dem Jahr 1995 spaziert Pierce Brosnan durch das Luxus-Casino, und lernt die Ferrari-Fahrerin und seine kurze Affäre Xenia Onatopp am Roulette-Tisch kennen. Und natürlich gewinnt er am Spieltisch, bevor am nächsten Tag der Filmhandlung im Yachthafen von Monaco eine wilde actiongeladene Verfolgungsjagd beginnt.

 

Venedig – Edel-Casinos in der Lagune

Alles, was über die Stadt in Italien zu hören ist definitiv wahr. Die Gondeln, die Kanäle, die traumhaften Plätze und Kirchen und natürlich das unglaubliche romantische Flair. In Italien führen für Casino-affine-Luxus-Jetsetter nicht alle Wege nach Rom, sondern in die Lagune von Venedig. In Italien gibt es lediglich fünf Casinos. Und zwar in Campione, Venedig, Sanremo und Saint-Vincent im norditalienischen Aostatal. Zwei davon finden sich in Venedig. Und diese bieten Luxus uns Spielspaß pur.

 

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Neben malerischen Kanälen finden sich in Venedig auch lohnenswerte Casinos. Bildquelle: fotolia.com © peterkluwick (#98704456)

 

Wen wundert es? Da seit 1987 Venedig auf der Liste der UNESCO Weltkultur steht, ist es kein Wunder, dass die zwei Top-Luxus-Spielbanken dort, so eindrucksvoll wie die gesamte Stadt sind.

Erster Stopp – das pompöse „Casino di Venezia – Ca’ Vendramin Calergi“ im Charme der Renaissance – direkt im „Grand Canal“ in „Ca´Vendramin Calergi“. Das Gebäude wurde bereits 1500 erbaut, und schon 1638 als Kasino eröffnet. Richard Wagner diesen Ort als Residenz genutzt haben.

Und heute? In all dem Luxus erwarten den Glücksspielbegeisterten über 600 Spielautomaten. Und natürlich „Roulette“, „Black Jack“, „Poker“, „Baccara“ und „Punto Banco“. Aber auch hier ist Dresscode Pflicht, um sich der glamourösen Kasino-Romantik anzupassen.

Das exklusive ist hier, dass dieses Kasino im Jahr, je nach Jahreszeit, an zwei verschiedenen Orten seine Pforten öffnet. In der Sommerzeit heißt das „Casino Municipale di Venezia – Ca´Noghera“ seine Gäste im „Palazzo del Casino am Lido“ willkommen, und im Winter zieht es in die genannten eleganten Räumlichkeiten des „Palazzo Vendramin Calergi“ um.

Im „Casino Municipale di Venezia – Ca´Noghera“, das erst 1999 eröffnete, erwartet den Casino-Jetsetter ein Spielvergnügen im großen amerikanischen Stil. Regelmäßig finden die klassischen „Texas Hold’em Pokerturniere“ statt. Außerdem wird „Carribean Stud Poker“ gespielt.

Für die Profis werden im großen Spiel „Black Jack“, und natürlich „amerikanisches und französisches Roulette“, „Midi Trente Quarante“, wie auch „Chemin de Fer“ sowie Punta Banco angeboten.

Diejenigen, die ihr Glück im kleinen Spiel versuchen wollen, erwarten Video Spielautomaten, das „Wheel of Fortune“. Darüber hinaus, auch hier gibt es insgesamt über 600 Spielautomaten.

Die wichtige Info am Rande: hier schließt sich der Kreis – das Palazzo, in dem Bond Vesper in „Casino Royale“ zu retten versucht, versinkt im Film in den Fluten des „Canal Grande“ in Venedig. Zwar findet man in der Realität das venezianische Haus vergeblich, weil es als Modell von einem Special-Effects-Team erschaffen wurde, aber das „Casino di Venezia“, das links in der Sequenzs links des Palazzos zu sehen ist, existiert wirklich.

Übrigens, eine der wohl berühmtesten Verfolgungsjagden der Bond-Filmgeschichte wurde auch hier in unmittelbarer Nähe des „Canal Grande“ gedreht und findet dort ihren krönenden Abschluss auf dem Markusplatz. In „Moonraker“ aus dem Jahr 1979 wird der Geheimagent – damals gespielt von Roger Moore – während einer Gondelfahrt durch die Kanäle Venedigs verfolgt.

 

Artikel von www.top-magazin.de/