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Lifestyle

Fashion Industrie & Nachhaltigkeit


Immer mehr Konsumenten konzentrieren sich beim Einkaufen eher auf lokale, mittelständische Unternehmen, als auf Großkonzerne. Nicht nur die Stärkung der Region ist hierbei ein Entscheidungsfaktor, sondern auch die Nachhaltigkeit. Ganze Studiengänge befassen sich mittlerweile mit dieser Thematik. Daher ist es nicht überraschend, dass sich das Interesse für nachhaltige Produktion und ethische Grundsätze in Konzernen auch bis in das alltägliche Bewusstsein der Verbraucher vorgearbeitet hat.

Auch das Qualitätsbewusstsein spielt hier eine große Rolle. Modisch bewusste Shopper bewegen sich weg von billiger High-Street-Fashion. Die Gründe sind vielseitig: einerseits kommen immer mehr Fakten zu den unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Sicherheitsstandards in den fernöstlichen Produktionsstätten zu Tage, andererseits steigt die Bereitschaft, für gute Qualität auch etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Wer lokal kauft, weiß, dass jeder in der Produktionskette einen fairen Lohn erhält. Dass sich das logischerweise in dem Preis am Etikett einer neuen Jeans widerspiegelt, wird immer weitläufiger akzeptiert und unterstützt.

Doch wie kommt eine kleine Modeboutique an Kunden? Der Unterschied im Geschäftsmodell einer großen Modekette und einer kleinen Boutique ist der, dass große Ladenketten nicht auf Stammkunden angewiesen sind. Denn hier kaufen Kunden spontan – eben weil das Oberteil so billig ist. In der Folgewoche ist dann ein neues Sortiment im Schaufenster und der Kreislauf beginnt erneut.

Kleine Boutiquen hingegen brauchen Wiederholungskäufer, es ist also wichtig Kunden davon zu überzeugen wiederzukommen, und das Geschäft auch unter Freunden weiterzuempfehlen. Es muss zuerst eine Beziehung zum Kunden aufgebaut werden. Vielleicht kauft der Kunde beim ersten oder zweiten Besuch im Laden noch nichts, wird er aber gut beraten und freundlich behandelt, erinnert er sich gern an den Besuch zurück und schaut demnächst mal wieder vorbei. Erhält er bei einem freundlichen Beratungsgespräch eine ansprechend gestaltete Visitenkarte, wird er regelmäßig an das Geschäft erinnert. Vielleicht stehen auf der Karte auch die Webseite oder die Social Media Kontakte der Boutique? Dann kann man sich schnell online informieren, ob eventuelle eine neue Kollektion eingetroffen ist. Die Visitenkarte, als analoges Hilfsmittel der Kundenbindung in der heutigen digitalen Welt, ersetzt sicher keinen Online-Auftritt. Sie kann aber als Bindeglied funktionieren, wenn sie entsprechend gestaltet ist und Neugierde weckt. So können Ladeninhaber Kunden auf Ihr Social Media Profil aufmerksam machen. Hat sich der Kunde einmal mit den Unternehmen verbunden (durch ein „Like“ oder ein „Follow“ aus eigenem Willen), erscheinen neue Mitteilungen im Newsfeed weniger als Werbung. Denn es besteht schon ein grundlegendes Interesse am Unternehmen, Produkt oder Modestil. Social Media Marketing bietet sich besonders in der Modeindustrie an. Nun können Kunden auch kurzfristig auf Sonderangebote, Aktionen oder Gewinnspiele aufmerksam gemacht werden. Deshalb: Werbung lohnt sich nicht nur für große Kaufhäuser, sondern gut überlegt und im kleineren Stil können gut vorbereitete Maßnahmen auch für kleine Unternehmen eine hohe Wirkung erzielen.


Bildquelle:

jackf/clipdealer.de

Artikel von www.top-magazin.de/